04.03.2020: Great Escapes

20200304_Great Escapes

Great Escapes

Wenn man langsam die Uni abschließt, einen festen Job hat und regelmäßig seine Rechnungen bezahlt, ist man dann erwachsen? Und was heißt das überhaupt, wenn man Geburtstagen nicht mehr entgegenfiebert, weil man plötzlich Bier und Schnaps kaufen und Autofahren darf, sondern da einfach eine Zahl unnachgiebig wächst ohne irgendetwas anderes mit sich zu bringen als exponentiell wachsende Verantwortung?

Als Maik Pohlmann, Maik Osterhage und Frederik Tebbe 2014 in der Provinz des südlichen Emslands eine Band gründen und nach einem passenden Namen dafür suchen, fällt die Wahl auf Great Escapes. Ohne große Hintergedanken, nur, weil die eine Hälfte des The Lawrence Arms-Songs Great Lakes/Great Escapes irgendwie ansprechend klingt und das Lied zudem ziemlich super ist. Wenn Verantwortungen im Alltag aber immer größer und die Tage zunehmend grauer werden, bleibt es das Größte, in einer Band zu spielen, in der man all dem entfliehen kann: Egal, ob im Proberaum oder im PKW ohne Beinfreiheit auf dem Weg zu Jugendzentren, besetzten Häusern, im besten Fall Clubs oder Open Airs. Große Realitätsflucht, also, oder wie? Rückblickend wird klar: Die Band und ihr Name sind die Exit-Strategie, wenn einem der Rest von allem den Hals zuschnürt.

Als Great Escapes 2015 ihr Debütalbum To My Ruin I’ll Go Gladly veröffentlichen, gießen sie recht naiv alle ersten Ideen, die sie haben, in Form. Das Ergebnis ist ein stürmisch-charmanter Erstversuch melodischen Punkrocks, mit Samiam, Jawbreaker, Muff Potter und Hot Water Music als Inspiration in der Brust, aber durchaus auf eigenen Beinen stehend. Die Produktion von Robin Völkert im Heavy Kranich Studio in Münster, dem Studio der DONOTS, in dem Great Escapes als erste außenstehende Band überhaupt aufgenommen haben, öffnet dem Trio erste Konzert-Türen, bundesweit, unter anderem mit Lieblingsbands wie Apologies, I Have None, Adam Angst oder Idle Class.

Unterwegs lernen Great Escapes Bastian Hartmann und Lukas Kroll kennen. Ersteren als Tontechniker von Adam Angst, letzteren als Schlagzeuger von Rivershores. Gemeinsam nehmen sie im Frühjahr 2017 eine neue EP auf. Sie heißt Shivers And Shipwrecks und davon handelt sie auch. Fünf Lieder von drei jungen Menschen, die ihre Teenage Angst auch noch in ihre Zwanziger mitgenommen haben, in eine Welt, die zunehmend Schiffbruch erleidet, sowohl in den Wachstumsschmerzen des Privatlebens als auch in zunehmendem Populismus, offen gelebtem Rassismus und blinder Hetze, die die Öffentlichkeit heimsuchen und deren dunkelbraune Vertreter inzwischen auch noch in den Bundestag eingezogen sind. Die Songs auf Shivers And Shipwrecks sind mit all dem aufgeladen und suchen die Antwort auf die alte Polar Bear Club-Frage: „Do your twenties suck until twenty-nine?“

Hartmann und Kroll helfen dabei, den Sound der Band zu rekalibrieren. Ideen werden gemeinsam hinterfragt, Songs dekonstruiert, neu zusammengesetzt. Am Ende der Aufnahmesession in Iserlohn stehen Great Escapes mit fünf neuen Liedern da, die zwar immer noch klar im Emo-Punk verwurzelt sind, aber mindestens zwei kleine Zehen auch in Postpunk und Alternative tauchen. Im März 2018 erscheint Shivers And Shipwrecks über das Münsteraner Label Uncle M als einseitig bespielte Twelve-Inch-Vinyl. Von da aus wird weiter an der Exit-Strategie gefeilt. Always on the run.


Doors 21:00

Eintritt, wie immer Mittwochs, frei.
Spenden sind natürlich gerne gesehen.
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No Entry
Donations are welcome

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Werkstatt des angebrochenen Lebens

Lütfiye Güzel ist Autorin und Lyrikerin aus dem Ruhrgebiet, die seit
2014 Notizen, Novellen, Gedichte und Selbstgespräche unter ihrem eigenen Label Go-Güzel-Publishing veröffentlicht. Sie wurde bereits mit dem Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg, sowie mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet.
https://luetfiye-guezel.tumblr.com/tour

Roland Adelmann, bekannt vor allem durch Rodneys Underground Press veröffentlichte schon in den 80er Jahren literarische Punkrocktexte.
2018 publiziert er seine Gedichtsammlung mit dem Namen „Niemand, der jedes Jahr acht Millionen aus einem einzigen Songtext seines berühmten Verwandten bekommt, während er sich auf dem Sofa rumfläzt und durch das Fernsehprogramm zappt, muss sich von einem Verdummungsblatt denunzieren lassen.“
Eine Zusammenstellung seiner Gedichte aus den Jahren 1999 –
2018.
https://www.undergroundpress.de/biografie.html

Heiko Kuhlmann war Mitherausgeber der 90er Jahre Osnabrücker
Literaturzeitschrift „Labyrinth & Minenfeld“ und stellt nun Neues als
Wortwahnsinn im Alltag oder Wahnsinniger Alltag in Worten vor.

19.01.2020: Spieleabend: No risk – No fun

Am 19. Januar öffnet die Arena im SubstAnZ.
Wir bringen einige Spiele mit.
Falls ihr selber noch Spiele habt, packt die gerne ein.

Für Knabbereien, Drinks und Kerzenschein ist gesorgt.

1. Regel: keinen Stress
2. Regel: rassistische, antisemitische, homophobe und/oder sexistische Arschlöcher können sich verpissen!
3. Regel: die Kulturbanausinnen gewinnen immer

Also lasset die Spiele beginnen, wir sehen uns am Sonntag!

Start: 16:00 Uhr

So sieht es bei uns die nächsten Tage aus:

Am Mittwoch, den 25.12. findet leider keine Punkkneipe und kein Plenum statt. Ebenso am 1. Januar. Weiter gehts am 8. Januar mit dem verschobenen Hausplenum ab 19 Uhr und ab 21 Uhr mit der Punkkneipe.

Am Freitag, den 27.12 volles Haus bei: Techno for Future #2

Am Samstag 28.12. Jahresabsch(l)usskonzert mit Grenzwert // Monoreim // Kindertanzgruppe Sonnenschein
http://2018.substanz-os.de/?ai1ec_event=grenzwert-monoreim-kindertanzgruppe-sonnenschein&instance_id=3120

Silverster läuft bei uns nichts.

Wir wünschen Euch schöne Tage.

03.12.: Aufstreicher*innen-Treffen!

Am Mittwoch, den 3.12.19 findet das erste Treffen der neuen Aufstreicher*innen in der Substanzküche statt. Die Idee ist es sich alle 2 Wochen zutreffen und zusammen vegane Brotaufstriche zu zaubern. Um 17:30 starten wir mit dem oldiebutgoldie-Schokoaufstrich und einem Austausch unser Wünsche, Inspirationen und Rezepteideen 🙂
Schau gerne vorbei !

28.11.: Konzert Astpai // Swan Songs

Manatee Entertainment präsentiert:

SAY GOODBYE TO

ASTPAI

Support: SWAN SONGS

Donnerstag 28. November 2019
SubstAnZ Osnabrück

Doors: 20:00 Uhr
Start: 21:00 Uhr
Entry: 5 €

NO Antisemitism, Fascism, Homophobia, Racism, Sexism

ASTPAI
Die Jungs aus Österreich sind keine unbekannten, haben sie es in ihrem 18-jährigen Bestehen auf sechs Alben und über 800 Shows in 20 Ländern gebracht. Wir hatten bisher zwei mal das Vergnügen eine Show mir ihnen zu veranstalten. 2013 zusammen mit SMOKE OR FIRE in Meppen und 2015 zusammen mit TIMESHARES in Osnabrück. Jetzt also die letzten Konzerte dieser großartigen Band und wir sind froh uns noch einmal ordentlich verabschieden zu können.

https://www.facebook.com/ASTPAI/
https://astpai.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/watch?v=aCLx4DZuIio

SWAN SONGS
SWAN SONGS sind Abgesänge. Tschüss sagen, alles anzünden und weggehen, am besten weit weg. SWAN SONGS aus Münster sind seit 2018 eine Band. Alles aufdrehen, Chorus schreien und live spielen, am besten überall.

https://www.facebook.com/SWANSONGSBAND/
https://www.youtube.com/watch?v=iGjZKLr_LFk

Vereinsveranstaltung – neue Gesichter willkommen!