same procedure, same shit

Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen und die neue Corona-Verordnung hat sich das Plenum des SubstAnZ dazu entschieden, dass bis auf weiteres keine Konzerte und Parties im Haus stattfinden werden.

Cafés, Kneipen, Vorträge und vergleichbare Veranstaltungen sind unter den jeweils geltenden Vorschriften weiterhin möglich. Die Veranstalter*innen können, in Eigenregie und unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen, selbstständig entscheiden ob diese stattfinden sollen. Achtet auf Ankündigungen der jeweiligen Veranstaltungen. Hier kann es jederzeit zu kurzfristigen Absagen oder Änderungen kommen.

Wir hatten gehofft, dass die Entwicklung der Pandemie anders verläuft und wir unseren existenzsichernden Betrieb weiter aufrecht halten können; Leider war dem nicht so. Wir sind ein 100% ehrenamtliches Projekt und müssen monatlich mehrere tausend Euro an unsere Vermieter und andere Fixkosten zahlen. Die einmalige Überbrückungsleistung ist natürlich längst aufgebraucht. Weitere Unterstützung haben wir nicht erhalten, da diese an mindestens einer festen Anstellung in Lohnarbeit gebunden waren.

Hoffen wir, dass dieser Kulturlockdown nicht wieder so lange dauert und natürlich hoffen wir, dass wir alle diese besorgniserregende Phase der Pandemie gut überstehen.

Bleibt gesund

Euer SubstAnZ

Konzert am 26.11. leider abgesagt

Wir sind sehr traurig und enttäuscht, denn wir müssen das Konzert am Freitag leider absagen.

Wir haben gehofft mit 2G+ alles so sicher wie möglich durchführen zu können, aber die Inzidenzwerte liegen wegen falscher Übermittlungen in unserer Region doch wesentlich höher als gedacht und die neuen Verordnungen nehmen uns nun alle Überlegungen ab. Mit dem ab heute in Niedersachsen wieder erforderlichen Abstand und Maskenpflicht trotz 2G bzw. 2G+, können und wollen wir die Veranstaltung leider nicht machen. Unsere Räumlichkeiten geben es einfach nicht her, ein Konzert wie wir es uns wünschen und geplant haben, zu veranstalten.
Den ganzen Umfang der neuen Verordnungen haben wir so nicht erwartet und konkrete Infos von den Behörden zu bekommen hat auch gedauert, daher ist die Absage nun so extrem kurzfristig.

Bitte sagt es in eurem Freundeskreis weiter, damit Freitag nicht sinnlos vorm SubstAnZ rumgestanden wird.

Was das nun für weitere Veranstaltungen oder den Regelbetrieb bei uns bedeutet, können wir noch nicht final sagen. Bitte beachtet dazu weitere Ankündigungen in der nächsten Zeit.







Konzert mit:
AarghFuckKill (HC-Punk, Hamburg)
https://aarghfuckkill.bandcamp.com

Inferno Personale (D-Beat Raw Punk, Bremen)
https://infernopersonale.bandcamp.com/releases

Doors 21 Uhr
Entry 5 Euro

Sexismus, Faschismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus werden nicht geduldet. Nazi Scum fuck off! 

Das Antifa Cafe meldet sich zurück

Nach langer coronabedingter Abwesenheit meldet sich das offene Antifa Cafe zurück.

Fortan wird, wie gewohnt, am ersten und dritten Dienstag im Monat ab 19 Uhr das Antifa Cafe antifaschistische Akzente setzen. Am ersten Dienstag im Monat beginnt das Cafe mit einem kurzen Vortrag (~30 Minuten) zu unterschiedlichen Themen geben mit anschließender Zeit zum diskutieren und kennenlernen. Am dritten Dienstag findet ein ‚offenes antifaschistisches Plenum‘ stattfinden bei dem verschiedene Themen angesprochen werden können und Aktionen angestoßen werden.

Wir nehmen die Pandemie ernst und werden (notwendige) Hygienemaßnahmen sicherstellen. Da sich die gesetzlichen Bestimmungen und der gesunde Menschenverstand regelmäßig an die aktuelle Situationen verändern und wandelt. achtet bitte regelmäßig auf Ankündigungen.

Los geht es am Dienstag, den 7.12.21. ab 19 Uhr mit folgendem Vortrag:
„Vierzehn Wörter, Goldstücke und Spicey Memes – Symbole und Sprache der „neuen“ rechten verbreiten sich in Kommentaren, der Bildsprache des Internets und auf der Straße. Manchmal sind sie leicht zu identifizieren, andermal spürt man, dass hier irgendwas nicht in Ordnung ist, kann jedoch nicht so Recht mit dem Finger drauf zeigen. Schluss damit! An diesem Abend klären wir über die gängigsten Symbole und Parolen der rechten Szene auf und entzaubern einige der obskureren Referenzen. Der ideale Einstieg, um mit Antifaschistischer Recherche zu beginnen. Dein „Lieblings“-Code war nicht dabei? Teil es uns beim anschließenden Austausch mit– oder komm einfach so vorbei und triff gleichgesinnte Antifas.“

~ BASSERIE Vol. 1 ~ + Soliaktion

Das feministische DJ Kollektiv Elektronischer Dauerurlaub lädt am 25.09.2021 zur ersten BASSERIE ins SubstAnZ ein. Die Veranstaltungsreihe zielt darauf ab, die Präsenz von FLINTA+ DJs auf öffentlichen Partys in Osnabrück zu erhöhen.

Da uns die Gesundheit von Besucher:innen, Künstler:innen und Helfer:innen wichtig ist, haben wir uns dazu entschieden, die Veranstaltung unter 2G Bedingungen stattfinden zu lassen. Trotz der Exklusivität, die die 2G Regelung mit sich bringt, konnten wir keine sichere Alternative für eine Tanzveranstaltung ohne Masken und Abstand finden. Bitte denkt an eure Genesen oder Geimpft Nachweise und ein Ausweisdokument. Da das Coronavirus trotz Impfung oder Genesung übertragen werden kann, lasst euch vor der Veranstaltung testen. Die Testzentren stehen noch bis 01.10. kostenlos zur Verfügung.

Line Up:

Techno
duhrst (she/her)
Lotschey (she/her)

Drum and Bass
Annca (she/her)
Moonaddict (he/him)

Visuals: Stevon (he/him)

Einlass: 21:30 Uhr
Beginn: 22:30 Uhr
Ende: 04:00 Uhr

Eintritt: 3-5€

Bitte denkt an die Maskenpflicht und die Abstandsregelungen in der Einlassschlange.
Nach 100 Leuten ist Einlasstopp. Also kommt früh und bleibt lang!

Mehr Infos auf Instagram @elektronischer.dauerurlaub

Es geht wieder los…

Wir sind unbeschreiblich glücklich darüber, dass wir die Scheisszeit bis jetzt relativ gut überstanden haben und wagen ein paar Öffnungsschritte.

In den letzten Wochen wurden umfangreiche Hygienekonzepte für unterschiedliche Veranstaltungsarten erstellt, intern getestet und nun umgesetzt.
Sicherlich nehmt Ihr dabei zur Kenntnis, dass diese teilweise umfangreicher ausfallen als dieses gesetzlich vorgeschrieben ist und wie wir sie in anderen Locations beobachten und erleben. Wir wissen, dass dieses manchmal etwas schwer zu vermitteln ist und möchten dazu ein paar Zeilen los werden.

Das SubstAnZ ist ein Raum gelebter Solidarität. Wir nehmen die Pandemie ernst und wir wissen, dass sie in erster Linie Menschen besonders schwer trifft, die es eh nicht leicht haben. Das betrifft auch den Zugang zu Impfstoffen. Wir werden erst zur Normalität zurückkehren wenn auch unsere Besucher*innen und Nutzer*innen ausreichend die Möglichkeit hatten sich impfen zu lassen. Wir möchten, dass sich alle Menschen bei uns gleich wohl und vor allem sicher fühlen und so gelten bei uns andere Maßstäbe als vor unserer Tür. Das war schon immer so und so ist es gerade im Moment besonders. Wir wissen, dass Ihr genau das an unserem Haus schätzt und gehen gleichzeitig davon aus, dass Ihr unsere Entscheidungen mittragt und unterstützt.

In jeder zukünftigen Veranstaltung wird es Hinweise zum entsprechendem Hygienekonzept geben. Bitte nehmt diese Hinweise ernst und unterstützt uns dabei . Je umsichtiger wir mit der anhaltenden Pandemiesituation umgehen, desto länger wird es möglich sein Veranstaltungen durchzuführen. Wir sind auf diese angewiesen.

Los geht’s bei uns damit, dass wir unsere wöchentlichen Plena wieder als Präsenzveranstaltung durchführen möchten. Das Plenum finden bei gutem Wetter im Hof statt.

Der Testlauf für öffentliche Veranstaltungen beginnt am Sonntag den 18. Juli um 15 Uhr mit einer Veranstaltung zum spanischen Bürgerkrieg

Außerdem könnt Ihr unserem Kalender entnehmen, dass wir dabei sind vorsichtig auch andere Veranstaltungsarten zu planen und wissen natürlich, dass diese Planungen auf dünnem Eis stehen. Lasst uns gemeinsam hoffen.

Auf bald! Live und in Farbe!
Euer SubstAnZ

Wir Leben noch…

Hey ihr Lieben,
was sollen wir sagen..? Wir sind noch da. Das ist ja schonmal gut.

Dennoch zieht sich diese elende Pandemie, auch in diesem Jahr noch, schlimmer als jedes Kaugummi. Ja, es gibt einen kleinen Silberstreif am Horizont, denn die Zahlen bessern sich langsam etwas und es geht endlich auch mit den Impfungen voran. Das macht Hoffnung, die wir alle echt gebrauchen können. Was uns das für die nächsten Monate bringt kann, steht allerdings noch in den Sternen. Eine reguläre Öffnung war leider auch im letzten Sommer, unter wesentlich günstigeren Bedingungen, nicht möglich. Wenige Biergarten-Abende in kleinem Rahmen an der frischen Luft waren schon echte Highlights mit euch. Wann es sowas wieder geben kann ist aber leider noch überhaupt nicht absehbar.

Wie schon in unserem letzten Posting beschrieben, gehen Fixkosten und viel Orga-Arbeit aber die ganze Zeit weiter. Wir bekommen nach wie vor keine reguläre staatliche Unterstützung. Wir haben versucht alles zu beantragen was möglich war, nicht alles war erfolgreich.
Dafür haben wir aber eine grosse Welle von Solidarität und Spenden aus unserem Umfeld erlebt. Nochmal ein dickes Dankeschön dafür! ❤ Eure Spenden und Mitgliedsbeiträge retten uns echt den Arsch. Leider sieht es so aus als ob das noch ne Weile so bleiben wird, daher: Support SubstAnZ!

Ihr könnt uns am besten unterstützen wenn ihr in unserem Verein Mitglied werdet. Das sind für uns derzeit fast die einzigen, festen, kalkulierbaren Einnahmen mit denen wir arbeiten können um durch diese schwere Zeit zu kommen. Je mehr Mitglieder umso besser und ihr seid so noch näher am SubstAnZ. Tretet ein und mobilisiert auch eure Bande einzutreten und uns so aktiv zu unterstützen.
Alle Infos dazu und das Formular findet ihr hier. Einfach eben ausfüllen und per Post schicken oder persönlich einwerfen.
Wenn euch eher eine direkte Spende möglich wär findet ihr die Infos auch dort.

Teilt diesen Aufruf gerne. Das SubstAnZ braucht euch!
..immer schon, und jetzt noch viel mehr.

Solierklärung für die WabOS

Etwas verwundert haltet ihr inne, legt die Zahnbürste beiseite, reibt euch den Schlaf aus den Augen und schaut erneut aus dem kleinen Fenster über dem Waschbecken. Gelb. Tatsächlich, was da mit Vollgas auf eure Behausung zuhält, mitten in Corona-Pandemie und Lockdown, ist – ein Bulldozer, am Steuer Stadtbaurat Otte. Da fällt es schwer, nicht in Panik zu geraten.

So oder so ähnlich müssen sich gerade die Bewohner_innen des Wagenplatzes WabOS fühlen; sie sollen, nach über zwanzig Jahren, weichen. Noch im März wird, so der politische Wille, die offizielle Kündigung des Pachtvertrages durch die Stadt Osnabrück erfolgen. Danach ist das Gelände wohl binnen Dreimonatsfrist zu räumen. Deja vu? Ja – aber diesmal wird nicht für den Bau einer Umgehungsstraße geräumt, sondern zur Schaffung von Wohnraum. Klimaneutral soll dieser sein, bezahlbar, die Wohnungsnot in Osnabrück lindern; so stellen sich das jedenfalls die politisch Verantwortlichen der Stadt Osnabrück vor. Klingt eigentlich vernünftig. Nur dass für diesen neu zu schaffenden Wohnraum bereits bestehender vernichtet werden soll; dies ist überhaupt nur möglich, weil es sich in den Augen der Politik wie der Gesetzgebung, um Wohnraum zweiter Klasse handelt.

Man könnte hier die Frage stellen, wieso in unserer ach so freien Gesellschaft ein Leben, dass sich ausserhalb der Normen entfalten will, stets mit Füßen getreten wird; welche ursprünglich antiziganistischen Ressentiments gegen fahrendes Volk sich befriedigend niederschlagen, wenn Verwaltungsangestellte frisch gebackenen TinyHouse-Besitzer_innen erklären, dass Wohnen im Mobilheim schlechterdings innerhalb der Stadtgrenzen gemäß Bebauungsplan gar nicht erlaubt ist, es außerhalb der Stadtgrenzen zunächst mal aber einen Nutzungsänderungsantrag und eine Baugenehmigung bräuchte, ein Baugenehmigungsverfahren für Fahrzeuge aber überhaupt nicht vorgesehen ist. Hauptsache: alle halten sich an die Regeln!

Die Wagenplatzszene kann von solchen Schikanen ganze Opern singen, über die Drangsalierung, und das Gefühl der Unsicherheit – darf mein Wagen morgen noch hier stehen, ich weiter hier leben? Den nächsten Akt in Osnabrück leiten Stadtverwaltung und Politik nun mit der Kündigung des Pachtvertrags für das Gelände der WabOS ein. Dabei wurden seitens der Stadt und der Parteien alle üblichen Register gezogen: widersprüchliche Aussagen, leere Versprechungen, zähe Verhandlungen über Jahre, einseitige Gespräche, halbherzige Alternativen ohne echte, verlässliche Perspektive. Die Schuld wird bereits jetzt der WabOS gegeben: „mit denen sei ja nicht zu reden“. Das aktuell quer durch die etablierten Parteien offenbar wenig Unterstützung für die WabOS zu erwarten ist, erschreckt wie verwundert, denn anders lautende Lippenbekenntnisse gab es in den ver-gangenen Jahren genug. Wie lukrativ eine Umwidmung der Flächen am Westerberg in Bauland sein wird…

Die Grundmotivation für das Projekt SubstAnZ ist der Versuch, einen Freiraum zu schaffen in der unfreien, kapitalistischen Gesellschaft. Die damit verbundene Hoffnung: solche Freiräume können Keimzellen sein für Veränderung. Immer wieder werden sie schikaniert, bedroht und verdrängt. Dagegen bestehen können wir nur gemeinsam. Deswegen erklären wir hiermit unsere Solidarität mit den Bewohner_innen des Wagenplatzes: WabOS bleibt!

Bei Solidaritätsbekundungen soll es aber bitte nicht bleiben; praktisch wird die Unterstützung auf der Demo am 9.3.2021 – denn demonstrieren ist auch in Corona-Zeiten erlaubt, also geht mal wieder raus, Frühlingsspaziergang mit Abstand, und bitte maskiert euch – es ist Auflage!

Alle weiteren Infos findet ihr auf https://www.wabos.org

Ein kleines Lebenszeichen von euerm SubstAnZ

Seit Anfang März 2020 ist unser SubstAnZ nun geschlossen und es ist Zeit für ein kleines Lebenszeichen.

Das letzte einigermaßen normale Plenum fand am 4. März 2020 statt – also vor fast exakt neun Monaten – und natürlich war auch da schon der Umgang mit diesem neuen Virus Thema. Wir haben versucht, die spärlichen Informationen über Übertragungswege usw. im Hinblick auf unseren Betrieb zu bewerten und uns bereits fast zwei Wochen vor dem gesetzlichen Lockdown dazu entschieden, unseren öffentlichen Betrieb einzustellen. Eine Entscheidung, die rückblickend absolut richtig war, denn ein gut besuchtes Konzert und eine Bassbar standen unmittelbar bevor und jede*r weiss, was es für ein eigentlich schönes Getümmel dann bei uns herrscht.

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