Das SubstAnZ bleibt weiterhin und bis auf Weiteres geschlossen

Es bedarf gerade nicht vieler Worte:

Das SubstAnZ bleibt bis auf Weiteres geschlossen*

Wir rufen Euch auf, Euch solidarisch zu verhalten. Dazu gehört, soziale Kontakte auf das Nötigste zu reduzieren und dazu gehört anderen Menschen zu helfen. Wenn Ihr Euch dazu in der Lage fühlt, wendet Euch an die vielen ehrenamtlichen Selbsthilfestrukturen. Für die Stadt Osnabrück organisiert die Freiwilligen Agentur das ehrenamtliche Engagement. Hier gibt es auch Unterstützung sofern Ihr selber Hilfe benötigt.
Zur Solidarität gehört aber auch das Fenster zu öffnen, über den Tellerrand zu blicken und da zu handeln wo es notwendig erscheint und ist. Diese Krise trifft nicht uns als Einrichtung am schwersten sondern Menschen, die auch schon vorher in schwierigen Situationen waren. Corona ist auch ein politisches Thema.

Eure Mitgliedsbeiträge an unseren Trägerverein sind gerade fast unsere einzigen Einnahmen. Trotzdem möchten wir erneut auf die Möglichkeit hinweisen, dass Ihr die Möglichkeit habt unkompliziert Euern Mitgliedsbeitrag zu reduzieren oder auszusetzen, sofern Ihr finanziell in einer angespannten Lage seid. Wendet Euch hierfür an die Mitgliederverwaltung.

Sollten in den Kalendern oder in sozialen Netzwerken noch Termine ins Auge fallen die nicht abgesagt wurden, so sind diese hinfällig.*

Bleibt gesund!
Bleibt solidarisch!
Bleibt zuhause!

Euer SubstAnZ

*bis mindestens dem 30. Juni 2020

Corona zur politischen Frage machen!

Liebe Leute,
auf Grund der aktuellen Vorkommnisse schließen wir, wie ihr ja schon mitbekommen habt, das SubstAnZ bis auf Weitere! Das bedeutet, dass in  dieser Zeit alle Veranstaltungen (Partys, Konzerte, Kneipen, Plena usw.) abgesagt werden. Wir hoffen sehr, dass die öffentlichen Maßnahmen bis dahin Wirkung zeigen und werden so früh wie möglich weiterführende Informationen veröffentlichen.
Für uns ist klar, dass wir Verantwortung füreinander übernehmen und solidarisch für alle Menschen einstehen, die einer Risikogruppe angehören. Unsere politische Arbeit erschöpft sich nicht im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus oder Homo- und Transfeindlichkeit, etc. Mit dem Blick auf die aktuelle #Corona-Pandemie bedeutet es, dass wir die notwendigen und möglichen Maßnahmen durchführen werden, die Menschen schützen und Leben retten können.

 “Corona” zur politischen Frage machen! 
#Klimanotstand, mörderische #EU-Grenzpolitik, #Hanau, #Mietenwahnsinn und nun die Zuspitzung des #Pflegenotstandes:  Ausgerechnet jetzt will sich die Bundesregierung als “Macher”  inszenieren. Doch bis auf Kapitalzusagen und Appellen sind ihre Hände leer. 
Gerade jetzt ist internationale Solidarität das Gebot der Stunde. Und während die Bevölkerung zu solidarischem Handeln aufgerufen wird, setzen die EU-Staaten faktisch das Recht auf Asyl aus, lassen zehntausende Menschen in den Massenlagern an der EU-Grenze sehenden Auges verelenden, sperren, wie zuletzt in Suhl geschehen, Geflüchtete in den Massenunterkünften ein. BAMF-Anhörungen finden nicht mehr statt, die Resettlement-Programme der EU werden ausgesetzt und nicht einmal 1500 Kinder aus den Elendslagern auf Lesvos sollen jetzt aufgenommen werden können. Gleichzeitig werden Abschiebungen wie gehabt durchgeführt. Die mörderische EU-Grenzpolitik wird durch fehlende Gesundheitsversorgung im Angesicht des Corona-Virus noch einmal dramatisch verschärft. Anstatt die Geflüchteten aufzunehmen, die Elendslager in der gesamten EU und außerhalb zu evakuieren und die Menschen in leerstehenden Wohnungen, Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen unterzubringen, wird ihnen sämtliche Solidarität versagt.
Die Gesundheitsversorgung für Geflüchtete, Wohnungslose und illegalisierte Menschen war auch in Deutschland schon vor der Corona-Krise katastrophal. Das Klassen-System tut ihr Übriges für die restliche Gesellschaft. In der Krise zeigt sich nunmehr umso deutlicher, dass die jahrelange Ausrichtung des Gesundheitswesens entlang herrschender Marktlogiken erst dazu geführt hat, dass tausende Pflegestellen unterbesetzt bleiben. Die Knappheit an Medizinprodukten und die (drohende) Überlastung des Gesundheitswesens zeigen deutlich auf, dass eine bedarfsgerechte, solidarische Verteilung von überlebensnotwendigen Leistungen und Gütern im Kapitalismus nicht umsetzbar ist. National-autoritäre, kapitalgetriebene Egoismen brechen sich in diesem System einmal mehr Bahn und äußern sich in Abschottungs- und Ausgrenzungspolitiken für die Menschen. Während im Privaten sinnvollerweise soziale Kontakte eingeschränkt werden sollen, um das Virus einzudämmen, wird weiter am Arbeitsfetisch festgehalten. Das kapitalistische System soll so mit aller Kraft aufrechterhalten werden. Nicht nur in Zeiten einer Pandemie hat dies tödliche Konsequenzen. Auch unter der Coronakrise leiden vor allem die Menschen, die sonst schon erschwerte Lebensbedingungen haben. Denn sie trifft nicht, wie gerne behauptet wird, alle gleich.
All dies zeigt, der (globale) Kapitalismus ist Teil des Problems und nicht der Lösung! Eine Lösung gibt es nur mit Solidarität und Kooperation. 
Wascht euch die Hände, bleibt gesund und informiert!

 Euer SubstAnZ

*] Inspiriert vom Statement des AZ Köln

SubstAnZ bleibt geschlossen

Aufgrund der aktuellen Situation fallen alle Veranstaltungen im SubstAnZ bis mindestens zum 30. April 2020 aus.

Das betrifft die geplante Mitgliederversammlung des FrAZ e.V. am 30. März, alle Plena, Kneipen, Cafes, den veganen Mitbringtreff, Bürozeiten und natürlich alle bis dahin terminierten Konzerte oder Partys.

In wichtigen Fällen erreicht Ihr uns unter folgenden Mailadressen:
kontakt@substanz-os.de
Kassengruppe: kasse@substanz-os.de
Mitgliederverwaltung: mitglieder@substanz-os.de

Wir möchten Euch darauf hinweisen, dass unser Trägerverein Euren Mitgliedsbeitrag für eine bestimmte Zeit aussetzen oder reduzieren kann, solltet Ihr Euch in einer finanziell schwierigen Situation befinden. Dieses kann formlos und schnell erfolgen. Lieber diesen Weg wählen als, dass für Euch und uns Kontogebühren i.H.v. 5,-€ für eine nicht getägte Lastschrift erhoben werden. Bitte wendet Euch an die Mitigliederverwaltung und/oder die Kassengruppe.

Wir werden versuchen Euch über die bekannten Kanäle regelmäßig einen aktuellen Stand mitzuteilen. Sollten in den Kalendern oder in sozialen Netzwerken noch Termine ins Auge fallen die nicht abgesagt wurden, so sind diese für den genannten Zeitraum hinfällig.

Bleibt gesund!
Bleibt solidarisch!
Bleibt zuhause!

Euer SubstAnZ

Strafbefehl für Halim-Dener-Wandbild

~Kriminalisierung des Halim-Dener-Graffitis am AJZ Bielefeld~
Vor 25 Jahren wurde Halim Dener beim Plakatieren von einem Polizisten getötet. Seitdem erinnert ein Gemälde an der Wand des AJZ in Bielefeld an die Tat und den Menschen.
Nun wurden sie dieses Jahr aufgefordert, es zu entfernen. Dem haben die Aktiven des AJZ widersprochen und die Frist zum Entfernen verstreichen lassen. Daraufhin wurde an die Vorstände ein Strafbefehl über 3000€ übersandt. Wir hätten’s genauso gemacht. Jedes AZ sollte ein solches Gemälde haben.
Am Montag findet in Bielefeld die Verhandlung statt, nachdem die Vorstände Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt haben.
Das Hausplenum des AJZ schreibt dazu:
„Wir fordern weiterhin die Einstellung der Kriminalisierung des Wandbildes. Die Erinnerung an den durch einen Polizisten getöteten Halim Dener darf nicht verboten oder durch die Leugnung seines politischen Hintergrundes entstellt werden. Halim Dener wurde am 30.06.1994 beim Anbringen von Plakaten mit dem Symbol der ERNK von einem Polizisten durch einen Schuss in den Rücken ermordet.Diese Tat resultiert unter anderem aus der Kriminalisierung des kurdischen Befreiungskampfes gerade seit dem Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im November 1993. Dieses Vorgehen der Behörden wurde im Laufe der Jahre auf immer mehr kurdische Organisationen und Institutionen ausgeweitet.Durch die öffentliche Hetze gegen Kurd*innen wurde ein Klima von Hass und Angst geschaffen, das von einer simplen Gleichung bestimmt war: Kurd*innen = PKK = Terrorist*innen. Dies drückt sich nun auch in dem Versuch aus, das Wandbild am AJZ zu kriminalisieren, das seit nunmehr 25 Jahren an den Tod Halim Deners und seine Hintergründe erinnert. An Halim Dener erinnert haben in diesem Jahr auch ca. 1.000 Menschen in Hannover, die anlässlich des 25. Todestages für ein würdevolles Gedenken an dem Ort der Tat demonstrierten und sich mit der kurdischen Bewegung solidarisierten.“
Wir sind dabei bei euch, liebes AJZ, bleibt stabil. Wir bleiben solidarisch!

Solidaritätserklärung des SubstAnZ Osnabrück mit dem Alhambra Oldenburg und der kurdischen Freiheitsbewegung

Am gestrigen Mittwoch, den 23. Mai 2018 durchsuchte die Polizei das selbstverwaltete Zentrum Alhambra in Oldenburg. Als Vorwand, um in linke Strukturen einzudringen, nutze die Polizei das angebliche Zeigen eine YPG Fahne auf der traditionellen Demonstration am 1. Mai in Oldenburg. Heute findet in Oldenburg am 17.30 Uhr eine Demonstration statt.

„Solidaritätserklärung des SubstAnZ Osnabrück mit dem Alhambra Oldenburg und der kurdischen Freiheitsbewegung“ weiterlesen