{"id":247,"date":"2011-03-03T15:10:41","date_gmt":"2011-03-03T14:10:41","guid":{"rendered":"http:\/\/2018.substanz-os.de\/?p=247"},"modified":"2018-10-22T10:43:29","modified_gmt":"2018-10-22T08:43:29","slug":"pressemitteilung-zur-hausdurchsuchung-im-substanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.substanz-os.de\/?p=247","title":{"rendered":"Pressemitteilung zur Hausdurchsuchung im Substanz"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Pressemitteilung vom 02.03.2011 zur Hausdurchsuchung im Kulturzentrum \u201eSubstAnZ\u201c am 01.03.2011<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Dienstagabend des 1. M\u00e4rz 2011 durchsuchte die Polizei die \nR\u00e4umlichkeiten des Kulturzentrums \u201eSubstAnZ\u201c in Osnabr\u00fcck. Dabei drangen\n ca. 30 Polizeibeamt_innen in voller Kampfmontur gemeinsam mit etwa zehn\n Polizist_innen in Zivil in das Geb\u00e4ude ein, st\u00f6rten das Vereinsleben \nempfindlich und kriminalisierten die anwesenden G\u00e4ste. Als Anlass wurde \ndie Suche nach einzelnen indizierten Ausgaben einer Zeitschrift \nangegeben. Der Durchsuchungsbeschluss richtete sich zwar gegen den in \neinem separaten Raum gelegenen Info- und Buchladen, jedoch drangen die \nEinsatzkr\u00e4fte auch in weitere Bereiche des Hauses vor. Dort untersagten \ndie Beamt_innen zun\u00e4chst allen G\u00e4sten des offenen antifaschistischen \nTreffs \u201eCaf\u00e9 R\u00e9sistance\u201c den Veranstaltungsraum zu verlassen. S\u00e4mtliche\n G\u00e4ste mussten unter Androhung einer Ingewahrsamnahme eine \nPersonalienkontrolle \u00fcber sich ergehen lassen und wurden anschlie\u00dfend \nvor die T\u00fcr gesetzt, wo weitere Beamte bereitstanden. Im Verlauf der \nDurchsuchung beleidigte nach Aussagen von Betroffenen ein Polizeibeamter\n die Anwesenden als \u201eZecken\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gast beschreibt das Auftreten der Polizei als einsch\u00fcchternd, es \nsei von den Beamt_innen eine aggressive Stimmung ausgegangen: \u201eWir \nwurden in einem \u00e4u\u00dferst herabw\u00fcrdigenden, respektlosen Ton behandelt. \nAuf Nachfrage konnte uns nicht schl\u00fcssig erkl\u00e4rt werden, was hier mit \nuns geschah oder warum. Wir wurden st\u00e4ndig aufgefordert unsere H\u00e4nde aus\n den Taschen zu nehmen und wurden auf einen Bereich des Raums \nkonzentriert. Nachdem wir unsere Personalien abgeben mussten, wurden wir\n gezwungen, unsere Vereinsr\u00e4ume zu verlassen. Auf die Frage nach dem \nWarum, entgegnete ein Beamter: \u2018Sonst wird es hier ungem\u00fctlich\u2019.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind entr\u00fcstet \u00fcber das Vorgehen der Polizei gegen das \nselbstverwaltete Zentrum \u201eSubstAnZ\u201c, welches die Osnabr\u00fccker \nKulturlandschaft f\u00f6rdert und bereichert sowie au\u00dferparlamentarischer \nlinker Politik einen Raum bietet. Hier fand, wie bereits unter anderem \nin Berlin, Hamburg, M\u00fcnchen und Freiburg geschehen, die Kriminalisierung\n linker Strukturen, alternativ-kultureller Freir\u00e4ume und \nantifaschistischer Arbeit ihren Ausdruck. Es handelt sich nicht um einen\n Einzelfall, sondern um eine repressive Strategie, die darauf abzielt, \nprogressive politische Arbeit zu stigmatisieren und nach M\u00f6glichkeit \njuristisch zu verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Hausplenum des \u201eSubstAnZ\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung vom 02.03.2011 zur Hausdurchsuchung im Kulturzentrum \u201eSubstAnZ\u201c am 01.03.2011 Am Dienstagabend des 1. M\u00e4rz 2011 durchsuchte die Polizei die R\u00e4umlichkeiten des Kulturzentrums \u201eSubstAnZ\u201c in Osnabr\u00fcck. Dabei drangen ca. 30 Polizeibeamt_innen in voller Kampfmontur gemeinsam mit etwa zehn Polizist_innen in Zivil in das Geb\u00e4ude ein, st\u00f6rten das Vereinsleben empfindlich und kriminalisierten die anwesenden G\u00e4ste. 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