{"id":228,"date":"2016-02-04T14:37:48","date_gmt":"2016-02-04T13:37:48","guid":{"rendered":"http:\/\/2018.substanz-os.de\/?p=228"},"modified":"2018-10-22T15:57:13","modified_gmt":"2018-10-22T13:57:13","slug":"stellungnahme-zum-noz-artikel-vom-21-1-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.substanz-os.de\/?p=228","title":{"rendered":"Stellungnahme zum NOZ Artikel vom 21.1.2016"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u201e<em>Es ist wichtig, dass die Stadt so einen alternativen Treffpunkt hat\u2026\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stellungnahme zum Interview mit Martin W\u00fcst vom 21.01.2016<\/p>\n\n\n\n<p>Am 21.01.2016 erschien der Artikel \u201eNeuer Vertrag f\u00fcr \ndas \u2018SubstAnZ\u2019- Perspektiven f\u00fcr alternative Clubszene in Osnabr\u00fcck\u201c in \nder Neuen Osnabr\u00fccker Zeitung (online abrufbar unter <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/660638\/perspektiven-fur-alternative-clubszene-in-osnabruck\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/660638\/perspektiven-fur-alternative-clubszene-in-osnabruck<\/a>). Inhalt war ein Gespr\u00e4ch mit Martin W\u00fcst, der sich \u00fcber die Entwicklungen des \u201eKulturhofes Dammstra\u00dfe\u201c \u00e4u\u00dferte.Als\n einer der neuen Eigent\u00fcmer der Immobilie an der Frankenstra\u00dfe, die er \ngemeinsam mit seinen Gesch\u00e4ftspartnern Andr\u00e9 L\u00f6hr und Michael Hefti im \nFr\u00fchjahr 2013 erworben hatte, sprach er unter anderem von einer \nVerdr\u00e4ngung der subkulturellen Szene Osnabr\u00fccks und betonte die \nWichtigkeit von \u201eAlternativen Treffpunkten\u201c. In diesem Zuge wurde eine \nvermeintliche Verl\u00e4ngerung des Mietvertrages, f\u00fcr das selbstverwaltetem \nZentrum SubstAnZ, als \u201egute Nachricht f\u00fcr die Osnabr\u00fccker \nSubkulturszene\u201c deklariert. Tats\u00e4chlich ging dieser ,Verl\u00e4ngerung\u2019 \njedoch eine K\u00fcndigung voraus, auf die die ,gute Nachricht\u2019 eines neuen \nVertrages inklusive deftiger Mieterh\u00f6hung folgte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das SubstAnZ wird durch den gemeinn\u00fctzigen Tr\u00e4gerverein \nFrAZ e.V. selbstverwaltet; Selbstverwaltung bedeutet an dieser Stelle, \ndass das Haus \u00fcber ein offenes Plenum organisiert wird. Jeden Mittwoch \ntreffen sich Menschen, um den Betrieb zu planen und zu gestalten. Die \ndabei anfallende Arbeit, wie z.B. das Organisieren der Aktivit\u00e4ten und \ndie Verwaltung des Hauses, wird ausschlie\u00dflich \u00fcber ehrenamtliches \nEngagement realisiert. Im Grundsatz versteht sich das SubstAnZ als \nFreiraum, in dem Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und \nandere Diskriminierungsformen nicht geduldet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das SubstAnZ Osnabr\u00fcck existiert seit 2008 und befindet \nsich seit September 2009 in der Frankenstra\u00dfe 25a. Es ist ein Raum, der \nvon vielen Menschen und Gruppen vor allem als Ort f\u00fcr \nBildungsveranstaltungen, aber auch Kneipen und Partys genutzt wird, ohne\n dabei kommerzielle Interessen zu verfolgen. So sind die Getr\u00e4nkepreise \nim SubstAnZ sehr niedrig und der Eintritt \u00fcbersteigt nie 5 \u20ac \u2013 nicht nur\n aus rechtlichen, sondern gerade aus ideellen Beweggr\u00fcnden. Mit \nMenschen, die auch diesen niedrigen Eintrittspreis nicht aufbringen \nk\u00f6nnen, haben wir bisher immer eine L\u00f6sung gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diese Standards halten zu k\u00f6nnen, ist das SubstAnZ \ninsbesondere auf die zahlenden Mitglieder im FrAZ e.V. angewiesen, um \nalle laufenden Kosten, vor allem die steigenden Mietkosten, bezahlen zu \nk\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zum Objektkauf des Geb\u00e4udekomplexes an der Franken- \nund Dammstra\u00dfe, durch die W\u00fcst, L\u00f6hr und Hefti Immobilienbesitz GbR, war\n der Vermieter des SubstAnZ die Firma Lorac Investment Management. Die \ndamalige Kaltmiete betrug bereits 2172 \u20ac. Nach dem Kauf des \nGeb\u00e4udekomplexes k\u00fcndigten uns die neuen Vermieter zum 31.05.2015 durch \nAusnutzung einer Sonderk\u00fcndigungsklausel.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer \u00d6ffentlichkeitskampagne zum Erhalt des \nSubstAnZ, erhielt der FrAZ e.V. seitens der WLH GbR die M\u00f6glichkeit \neiner schmerzhaften Vertragsverl\u00e4ngerung, durch eine Mieterh\u00f6hung auf \n2700 \u20ac monatlich. Ab September 2016 soll nun die Miete erneut um 200 \u20ac \nerh\u00f6ht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden wird es f\u00fcr uns immer schwieriger, \nunsere oben genannten Standards zu halten und nicht Gefahr zu laufen, \nalle Arbeit auf die Erbringung der Miete auszurichten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eEs ist wichtig, dass \ndie Stadt so einen alternativen Treffpunkt hat, nachdem Subkultur ja \nzwischenzeitlich gezielt vom G\u00fcterbahnhof vertrieben worden ist.\u201c \n(Martin W\u00fcst in der NOZ)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir im SubstAnZ k\u00f6nnen und wollen nicht kommerziell \narbeiten, aber der unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Mietpreis erzeugt enormen Druck. \nDer Erhalt \u201ealternativer Subkultur\u201c, wie im Artikel seitens W\u00fcsts \ngefordert, ist so keineswegs sichergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind verwundert \u00fcber das Vorgehen der Hauseigent\u00fcmer\n und besonders W\u00fcsts, der, trotz seiner Stellungsnahme gegen Verdr\u00e4ngung\n von Subkultur in Osnabr\u00fcck, die Miete des SubstAnZ innerhalb eines \nJahres um 700 \u20ac monatlich, also \u00fcber 30%, erh\u00f6ht. Zudem sind wir \nirritiert, dass die Mieter*innen und Organisator*innen dieses \nalternativen Zentrums in dem NOZ-Artikel nicht zu Wort kommen, sondern \neinzig der Vermieter \u00fcber das Haus spricht, ohne eine \u00fcber das \nMietverh\u00e4ltnis hinausgehende Beteiligung am SubstAnZ zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das SubstAnZ Plenum<\/em><br>\n<em>Osnabr\u00fcck, den 4. Februar 2016<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEs ist wichtig, dass die Stadt so einen alternativen Treffpunkt hat\u2026\u201c Stellungnahme zum Interview mit Martin W\u00fcst vom 21.01.2016 Am 21.01.2016 erschien der Artikel \u201eNeuer Vertrag f\u00fcr das \u2018SubstAnZ\u2019- Perspektiven f\u00fcr alternative Clubszene in Osnabr\u00fcck\u201c in der Neuen Osnabr\u00fccker Zeitung (online abrufbar unter http:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/660638\/perspektiven-fur-alternative-clubszene-in-osnabruck). 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