{"id":1301,"date":"2022-08-24T08:38:13","date_gmt":"2022-08-24T06:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.substanz-os.de\/?page_id=1301"},"modified":"2024-09-09T12:09:11","modified_gmt":"2024-09-09T10:09:11","slug":"pressespiegel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.substanz-os.de\/?page_id=1301","title":{"rendered":"Pressespiegel"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auf dieser Seite m\u00f6chten wir Presseberichte \u00fcber uns sammeln und ver\u00f6ffentlichen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>NOZ ONLINE 8.9.2024 von Thomas W\u00fcbker<br>https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/hausbesetzung-in-osnabrueck-endet-am-sonntag-friedlich-47709683<br><strong>Ultimatum eingehalten<br>Ehemaliges Substanz: Hausbesetzung in Osnabr\u00fcck endet am Sonntag friedlich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-online-8.9.24.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2520\" width=\"377\" height=\"442\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-online-8.9.24.png 844w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-online-8.9.24-255x300.png 255w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-online-8.9.24-768x902.png 768w\" sizes=\"(max-width: 377px) 100vw, 377px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Protest gegen den Auszug ist das autonome Zentrum Substanz am Samstag besetzt worden. Bis Sonntag, 18 Uhr, sollte das Geb\u00e4ude an der Osnabr\u00fccker Frankenstra\u00dfe ger\u00e4umt sein, drauf einigten sich die Aktivisten mit den Vermietern \u2013 und hielten sich daran.<br><br>Weil sie ein Zeichen gegen die Kommerzialisierung und Gentrifizierung der Stadt setzen wollten, haben Aktivisten in der Nacht zum Samstag das ehemalige autonome Zentrum Substanz in Osnabr\u00fcck besetzt. Mit den Vermietern des Hauses und mit der Polizei war dann im Laufe des Tages ein Kompromiss ausgehandelt worden: Bis Sonntag, 18 Uhr, sollte die Besetzung andauern. Und daran hielten sich die Besetzer und r\u00e4umten das Haus friedlich.<br>Das best\u00e4tigte auch die Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion. Mehrere Polizeibeamte bezogen am Sonntag um kurz nach 18 Uhr vor dem Substanz Stellung, nachdem zuvor ein kurzes Gespr\u00e4ch zwischen den Vermietern und Vertretern der Besetzer stattgefunden hatte. W\u00e4hrend des Einsatzes wurde die Frankenstra\u00dfe in beide Fahrtrichtungen gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sympathisanten spielten Song von Ton Steine Scherben<\/strong><br>Die wenigen Sympathisanten, die sich vor dem Substanz versammelt hatten, wurden von der Polizei des Platzes verwiesen. Einer von ihnen spielte zu Beginn des R\u00e4umungseinsatzes eine Rap-Version des Hausbesetzer-Lieds \u201eRauch-Haus-Song\u201c von Ton Steine Scherben ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die Polizeibeamten die Eingangst\u00fcr aufgebrochen hatten, durchsuchten sie das Geb\u00e4ude. Im Inneren wurden keine Aktivisten mehr vorgefunden. Es waren jedoch einige T\u00fcren verbarrikadiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vermieter verzichten auf Anzeige<\/strong><br>Mit den Vermietern hatten sich die Hausbesetzer darauf geeinigt, bis Sonntagabend um 18 Uhr das Geb\u00e4ude zu verlassen. Im Gegenzug verzichteten die Vermieter auf eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbesch\u00e4digung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie es mit dem ehemaligen autonomen Zentrum weitergeht, ist unklar. Das Substanz hat einen neuen Standort an der Parkstra\u00dfe in der W\u00fcste in Osnabr\u00fcck bezogen \u2013 f\u00fcr die Aktiven ist das nach eigener Aussage aber nur eine \u00dcbergangsl\u00f6sung. Dort k\u00f6nnten nicht alle Aktivit\u00e4ten wie an der Frankenstra\u00dfe ausge\u00fcbt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2016 wurde der Mietvertrag noch verl\u00e4ngert<\/strong><br>Die Aktivisten hatten das Haus besetzt, weil sie sich von zahlungskr\u00e4ftigeren Mietern verdr\u00e4ngt f\u00fchlen. Anfang 2016 war der Mietvertrag noch verl\u00e4ngert worden. Damals sagte Vermieter Martin W\u00fcst im Gespr\u00e4ch mit der Redaktion: \u201eEs ist wichtig, dass die Stadt so einen alternativen Treffpunkt hat, nachdem Subkultur ja zwischenzeitlich gezielt vom G\u00fcterbahnhof vertrieben worden ist.\u201c Es war von Perspektiven f\u00fcr alternative Clubszene in Osnabr\u00fcck die Rede. Acht Jahre sp\u00e4ter ist das Tischtuch offensichtlich zerschnitten.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer Pressemitteilung teilte der Substanz e.V. mit, dass er die Besetzung als Erfolg werte, obwohl sie nur zwei Tage anhielt. \u201eEs konnte ein deutliches Signal gegen Verdr\u00e4ngung und Gentrifizierung gesetzt werden, das auch \u00fcberregional Beachtung fand\u201c, hei\u00dft es in der Mitteilung. Die Nutzerinnen und Nutzer seien durch die Hausbesetzung weiter zusammengeschwei\u00dft worden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erste Hausbesetzung in Osnabr\u00fcck seit 20 Jahren<\/strong><br>Die Aktion habe \u201eneuen Mut gegeben und darin best\u00e4rkt, weiter f\u00fcr unser Substanz und selbstverwaltete Freir\u00e4ume in Osnabr\u00fcck zu k\u00e4mpfen\u201c. Die Mitteilung schlie\u00dft damit, dass die erste Besetzung seit 20 Jahren in Osnabr\u00fcck eine direkte Konsequenz aus der Verdr\u00e4ngung des autonomen Zentrums sei.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"859\" height=\"121\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1314\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer.png 859w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer-300x42.png 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer-768x108.png 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>SubstAnZ: Besetzung wie angek\u00fcndigt seit 18 Uhr beendet<\/strong><br>vom 8.9.2024<br>https:\/\/os-rundschau.de\/os-und-umzu\/substanz-besetzung-wie-angekuendigt-seit-18-uhr-beendet\/<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/OS-Rundschau-8.9.24-624x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2526\" width=\"229\" height=\"376\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/OS-Rundschau-8.9.24-624x1024.png 624w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/OS-Rundschau-8.9.24-183x300.png 183w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/OS-Rundschau-8.9.24.png 720w\" sizes=\"(max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Am fr\u00fchen Samstagmorgen haben Aktivist*innen das ehemalige SubstAnZ in der Osnabr\u00fccker Frankenstra\u00dfe besetzt. So konnte zwei Tage lang der Betrieb des SubstAnz wiederaufgenommen, sich das Haus zur\u00fcckgeholt und die T\u00fcren wieder f\u00fcr Alle ge\u00f6ffnet werden. Es fanden sich seit dem fr\u00fchen Morgen zahlreiche Menschen vor dem Haus in der Frankenstra\u00dfe ein, die die Besetzer*innen unterst\u00fctzten und ihre Solidarit\u00e4t zeigten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir haben uns sehr \u00fcber die tolle Unterst\u00fctzung gefreut und sind dankbar f\u00fcr die gro\u00dfe Solidarit\u00e4t, die wir w\u00e4hrend der Besetzung erfahren haben. Durch diese Unterst\u00fctzung konnten wir unseren Forderungen nach Selbstbestimmung in unkommerziellen Freir\u00e4umen und unserer Kritik an Gentrifizierung und Kommerzialisierung in Osnabr\u00fcck und dar\u00fcber hinaus Nachdruck verleihen. Mit der Besetzung haben wir versucht, ein Zeichen zu setzen, f\u00fcr das Aufbrechen der vorherrschenden Machtverh\u00e4ltnisse und f\u00fcr eine Stadt, die sich an den Bed\u00fcrfnissen der Bewohner*innen orientiert, nicht an denen von Investoren.\u201c, so eine Sprecherin der Besetzenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Forderungen der Besetzenden unterst\u00fctzen wir als SubstAnZ. Seit Beginn der Besetzung standen wir an der Seite der Besetzenden und \u00fcbernahmen z.B. Presse- und Social-Media-Betreuung sowie die Verhandlungen mit Eigent\u00fcmern und Polizei. Stets in engem Austausch mit den Besetzenden konnte erreicht werden, dass der bereits gestellte Strafantrag der Eingent\u00fcmer zur\u00fcckgezogen wurde und eine offene Nutzung des Hauses bis Sonntag Abend erm\u00f6glicht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die Besetzung nur zwei Tage anhielt, werten wir diese als Erolg. Es konnte ein deutliches Signal gegen Verdr\u00e4ngung und Gentrifizierung gesetzt werden, das auch \u00fcberregional Beachtung fand. Aber auch uns als SubstAnZ-Nutzer*innen hat diese Aktion weiter zusammengeschwei\u00dft, uns neuen Mut gegeben und darin best\u00e4rkt, weiter f\u00fcr unser SubstAnZ und selbstverwaltete Freir\u00e4ume in Osnabr\u00fcck zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die antifeministischen Schmierereien, die wir nach unserer Abwesenheit im Haus vorfinden mussten, zeigen deutlich die Fratze der Gentrifizierung und betonen nochmals die Notwendigkeit unkommerzieller, selbstverwalteter R\u00e4ume, in denen alle Menschen sich unabh\u00e4ngig von Geschlecht, Aussehen oder Geldbeutel wohl f\u00fchlen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass (Haus-)Besetzungen funktionieren, haben die letzten Tage deutlich gezeigt. Widerst\u00e4ndige Aktionen sind ein notwendiges Mittel, und diese erste Besetzung seit 20 Jahren in Osnabr\u00fcck ist eine direkte Konsequenz aus der Verdr\u00e4ngung des SubstAnZ.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir werden weiter k\u00e4mpfen \u2013 f\u00fcr unser SubstAnZ und f\u00fcr mehr Freir\u00e4ume an allen Orten!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"859\" height=\"121\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1314\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer.png 859w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer-300x42.png 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer-768x108.png 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Aktivist*innen haben in der Nacht zum Samstag das SubstAnZ in der Frankenstra\u00dfe besetzt<br>Es ist eine Reaktion auf das Ende des selbstverwalteten Zentrums zum September<\/strong><br>vom 7.9.2024<br>https:\/\/os-rundschau.de\/os-und-umzu\/lokalkultur\/aktuelle-pm-besetzung-des-ehemaligen-autonomen-zentrums-substanz\/<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/OS-Rundschau-7.9.24-2-534x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2524\" width=\"261\" height=\"499\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/OS-Rundschau-7.9.24-2-534x1024.png 534w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/OS-Rundschau-7.9.24-2.png 603w\" sizes=\"(max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Nacht zum 07.09.2024 haben Aktivist*innen das Geb\u00e4ude \u201eSubstAnZ\u201c in der Frankenstra\u00dfe in Osnabr\u00fcck besetzt, um auf die zunehmende Verdr\u00e4ngung durch Gentrifizierung und Kommerzialisierung aufmerksam zu machen. Das SubstAnZ, seit 15 Jahren ein bedeutender politischer und sub-kultureller Treffpunkt, musste aufgrund von privaten Interessen Seitens der Vermieter zu September aus der Frankenstra\u00dfe ausziehen. Damit ist die Besetzung eine direkte Reaktion auf die Verdr\u00e4ngung aus diesem wichtigen Ort. Die Besetzenden fordern eine Legalisierung ihrer Aktion sowie die \u00dcbergabe des Hauses an die langj\u00e4hrigen Nutzenden. Das SubstAnZ solidarisiert sich mit den Aktivist*innen im besetzten Geb\u00e4ude.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir nehmen uns den Raum, den wir brauchen,\u201c erkl\u00e4rt eine Sprecherin der Besetzenden. \u201eDas SubstAnZ wurde uns als wichtiger politischer und kultureller Treffpunkt genommen. Es wurde verdr\u00e4ngt und wir stehen jetzt ohne Alternative da. Eine Stadtgesellschaft braucht gerade in Zeiten des Rechtsrucks antifaschistische Freir\u00e4ume.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besetzenden verstehen sich als eine Gruppe von Menschen, die den Erhalt des SubstAnZ als zentralen Treffpunkt f\u00fcr politische Arbeit und gesellschaftlichen Austausch unterst\u00fctzen. Ihr Ziel ist es, Verdr\u00e4ngung sichtbar zu machen und ein klares Zeichen dagegen zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unerfreulich war, wie die Besetzenden das Haus vorfanden. Im Inneren wurden mehrere Graffiti-Schriftz\u00fcge \u00fcbermalt. So wurde die antifemistische Haltung der Menschen deutlich, die das ehemalige SubstAnZ nun kommerziell nutzen wollen. Aus dem Wandbild \u201eHowever I dress, wherever I go, YES MEANS YES AND NO MEANS NO\u201c (Wie auch immer ich angezogen bin, wo auch immer ich hingehe, Ja hei\u00dft Ja und Nein hei\u00dft Nein) wurde ein \u201eNO MEANS YES\u201c. Nein hei\u00dft Ja ist dabei ein klassisch patriarchales Gewaltph\u00e4nomen, bei dem das Nein von Frauen ignoriert wird. Da stellt sich die Frage, wieso die Firma eines Clubs wie das Br\u00fccks ein Interesse daran hat, ein solches Bild zu \u00fcbermalen, wo es doch gerade im Kontext von Partys h\u00e4ufig zu sexualisierten \u00dcbergriffen kommt. Eine klare Absage an sexistisches Verhalten sollte doch eigentlich von jedem Club zu erwarten sein. Das \u00dcbermalen der feministischen Wandbilder ist demnach sehr schockierend und hart zu verurteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage, warum gerade dieses Haus und nicht ein leerstehendes Geb\u00e4ude besetzt wurde, erkl\u00e4rt die Gruppe der Besetzenden: \u201eWir werden aktiv von diesem Ort verdr\u00e4ngt und haben keinen anderen Ort. Seit 15 Jahren ist dies ein Lebensmittelpunkt f\u00fcr viele Menschen. Hier machen wir gemeinsam Politik, lernen voneinander und kn\u00fcpfen Freund*innenschaften. Hier finden soziale und kulturelle Veranstaltungen statt. Nun soll es kommerziellen Interessen weichen, und damit verlieren von der Stadt marginalisierte Menschen einen sicheren Ort. Es braucht diesen nicht-kommerziellen Raum als einfachen<strong> <\/strong>Zugang zu kulturellen und politischen Angeboten, besonders f\u00fcr junge Menschen<strong>.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das SubstAnZ teilt diese Sicht. Es wurde sich lange Zeit bem\u00fcht, dass Haus an der Frankenstra\u00dfe zu erhalten bzw. einen Ersatz zu finden. Der Auszug am vergangenen Wochenende stellte f\u00fcr den Verein und seine Mitglieder eine gro\u00dfe Herausforderung und emotionale Belastung dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Forderungen der Besetzenden geh\u00f6rt auch ein Ende der Gentrifizierung und Kommerzialisierung in Osnabr\u00fcck. Sie verlangen einen langfristig nutzbaren Raum, der von gemeinn\u00fctzigen Initiativen und Vereinen genutzt werden kann, sowie Ressourcen, die eine nachbarschaftliche Organisierung erm\u00f6glichen. Ihr Motto: \u201eH\u00e4user denen, die darin leben!\u201c. Die Besetzung ist auf unbestimmte Zeit angelegt. \u201eWir gehen nicht. Wir bleiben hier, solange es geht,\u201c betonen die Besetzenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Forderungen der Besetzenden sind sehr nachvollziehbar. Gerade in eben diesen Zeiten des starken Rechtsrucks ist die Verdr\u00e4ngung besonders kritisch zu sehen. Freir\u00e4ume f\u00fcr antifaschistische Arbeit sind wichtiger denn je. Dies geschah im SubstAnZ an der Frankenstra\u00dfe unter anderem durch die Kampagne \u201eDen Rechten die R\u00e4ume nehmen\u201c bestehend aus verschiedenen Initiativen, sowie durch viele weitere Gruppierungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das SubstAnZ, welches mittlerweile f\u00fcr den \u00dcbergang in die Parkstra\u00dfe gezogen ist, solidarisiert sich mit der Besetzung und ruft zur Unterst\u00fctzung direkt vor dem Haus in der Frankenstra\u00dfe auf. Kommen Sie auch gerne vorbei!<\/p>\n\n\n\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br>SubstAnZ Osnabr\u00fcck<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"859\" height=\"121\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1314\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer.png 859w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer-300x42.png 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer-768x108.png 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>\u201eGegen Verdr\u00e4ngung und f\u00fcr antifaschistische Freir\u00e4ume\u201c<\/strong><br>vom 7.9.2024<br>https:\/\/os-rundschau.de\/os-und-umzu\/lokalkultur\/besetzung-des-ehemaligen-autonomen-zentrums-substanz\/<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/OS-Rundschau-7.9.24.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2522\" width=\"343\" height=\"481\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/OS-Rundschau-7.9.24.png 728w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/OS-Rundschau-7.9.24-214x300.png 214w\" sizes=\"(max-width: 343px) 100vw, 343px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Seit Freitagnacht besetzen Aktivist*innen das Haus SubstAnZ in Osnabr\u00fcck, um gegen die Verdr\u00e4ngung und Kommerzialisierung st\u00e4dtischer R\u00e4ume zu protestieren. \u201eWir nehmen uns den Raum, den wir brauchen\u201c, erkl\u00e4rt eine Sprecherin der Gruppe. \u201eDas SubstAnZ war seit 15 Jahren ein wichtiger politischer und kultureller Treffpunkt. Jetzt wurde es verdr\u00e4ngt und wir stehen ohne Alternative da. Das akzeptieren wir nicht! Eine Stadtgesellschaft braucht gerade in Zeiten des Rechtsrucks antifaschistische Freir\u00e4ume. Doch die Stadt Osnabr\u00fcck zeigt keinerlei Interesse, solche R\u00e4ume zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Besetzenden ist das Haus mehr als ein Ort. \u201eHier machen wir gemeinsam Politik, lernen voneinander und kn\u00fcpfen Freundschaften. Nun soll dieser Raum kommerziellen Interessen weichen, und damit verlieren von der Stadt marginalisierte Menschen einen sicheren Ort\u201c, erkl\u00e4rt die Gruppe weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Ziel ist es, Freir\u00e4ume zu sch\u00fctzen, die den Menschen geh\u00f6ren, die sie nutzen, sowie auf allgemeine Verdr\u00e4ngung durch Kommerzialisierung und Gentrifizierung aufmerksam zu machen. \u201eWir k\u00e4mpfen daf\u00fcr, dass Freir\u00e4ume nicht einfach f\u00fcr Profit geopfert werden. R\u00e4ume sollten den Menschen zustehen, die darin leben und ihn nutzen, den gemeinn\u00fctzigen Initiativen und Vereinen. Daf\u00fcr braucht es ein Aufbrechen der vorherrschenden Machtverh\u00e4ltnisse und eine Stadt, die sich an den Bed\u00fcrfnissen der Bewohner*innen orientiert, nicht an denen von Investoren. Utopisch formuliert w\u00fcnschen wir uns eine Welt ohne Schl\u00f6sser, Gartenz\u00e4une und Grenzen\u201c, so die Sprecherin. Nach dem Motto: \u201eH\u00e4user denen, die darin leben!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besetzung soll fortgesetzt werden, solange es m\u00f6glich ist. \u201eWir gehen nicht. Wir bleiben hier, solange es geht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>NOZ ONLINE 7.9.2024 von Thomas W\u00fcbker<br>https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/ehemaliges-autonomes-zentrum-substanz-in-osnabrueck-ist-besetzt-47706334<br><strong>Ehemaliges autonomes Zentrum in Osnabr\u00fcck ist besetzt<\/strong><br><strong>Aktivisten protestieren an bisherigem Geb\u00e4ude des autonomen Zentrums an der Frankenstra\u00dfe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-9.9.24-953x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2518\" width=\"354\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-9.9.24-953x1024.png 953w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-9.9.24-279x300.png 279w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-9.9.24-768x826.png 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-9.9.24.png 986w\" sizes=\"(max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Eigentlich hatte es so ausgesehen, als ob die lange Suche des autonomen Zentrums Substanz nach einem neuen Standort ein gutes Ende gefunden h\u00e4tte: Im Stadtteil W\u00fcste, an der Parkstra\u00dfe, sollte das selbstverwaltete Zentrum k\u00fcnftig residieren \u2013 zumindest \u201e\u00fcbergangsweise\u201c, wie das Zentrum Ende August auf seinem Instagram-Kanal bekanntgab und gegen\u00fcber unserer Redaktion best\u00e4tigte.<br>Doch nun haben am Samstag Aktivisten den ehemaligen Standort an der Frankenstra\u00dfe 25a besetzt. Die Gruppe will damit gegen Kommerzialisierung und Gentrifizierung von St\u00e4dten protestieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hausbesetzung soll friedlich sein<\/strong><br>Zwei Frauen betonen im Gespr\u00e4ch mit unserer Redaktion, dass die Hausbesetzung friedlich vonstattengehen soll. Sie seien aber nicht vom Substanz e.V., sondern erkl\u00e4ren sich lediglich solidarisch mit dem autonomen Zentrum. Am Samstag waren mehrere Aktivisten im und vor dem Geb\u00e4ude. Die Polizei war ebenfalls vor Ort.<br>In der Vergangenheit haben sich im Substanz mehrere hundert Menschen getroffen, um zu feiern, auf Konzerte zu gehen, aber auch um Info-Veranstaltungen und politische Arbeit durchzuf\u00fchren. \u201eManche Menschen empfinden durch die Schlie\u00dfung eine Perspektivlosigkeit und wollen durch die Besetzung ein Zeichen setzen\u201c, sagt beispielsweise Hedwig, die ihren Nachnamen nicht nennen m\u00f6chte.<br>Der Raum an der Parkstra\u00dfe sei nur eine \u00dcbergangsl\u00f6sung, erkl\u00e4rt eine Frau mit dem Aktivisten-Namen Lou. Ihre Mitstreiterin Hedwig erg\u00e4nzt, dass das Haus an der Frankenstra\u00dfe ein wichtiger subkultureller und antifaschistischer Raum gewesen sei. Gerade angesichts der j\u00fcngsten Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Th\u00fcringen, wo die Partei als gesichert rechtsextrem gilt, sei es unverst\u00e4ndlich, dass der antifaschistischen Arbeit die R\u00e4ume genommen werden, so Lou.<br><br><strong>Kompromiss mit Polizei und Vermietern<\/strong><br>Hedwig sagt, durch die Gentrifizierung, also der Vermietung von Geb\u00e4uden an eine zahlungskr\u00e4ftige Klientel, und die Kommerzialisierung bestimmter Viertel ver\u00e4ndere die Stadt ihr Gesicht. Auch darauf wollen die Aktivisten durch die Besetzung aufmerksam machen.<br>Mit der Polizei und den Vermietern der Immobilie an der Frankenstra\u00dfe 25a handelten die Aktivisten schlie\u00dflich den Kompromiss aus, dass sie das Geb\u00e4ude bis Sonntag, 18 Uhr, besetzen d\u00fcrfen. Anschlie\u00dfend sollten sie das Geb\u00e4ude friedlich verlassen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"247\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-1024x247.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-1311\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-1024x247.webp 1024w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-300x72.webp 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-768x185.webp 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost.webp 1120w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Osnabr\u00fccker autonomes Zentrum SubstAnZ ist besetzt<\/strong><br>vom 7.9.24 <br>https:\/\/www.hasepost.de\/osnabruecker-autonomes-zentrum-substanz-ist-besetzt-512157\/<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor Ende des von den Hauseigent\u00fcmern gek\u00fcndigten Mietvertrags schien es Ende August, als g\u00e4be es eine Zukunft f\u00fcr das selbstverwaltete autonome Zentrum SubstAnZ in der Frankenstra\u00dfe im Osnabr\u00fccker Fledder. Berichte \u00fcber neue R\u00e4umlichkeiten im Stadtteil W\u00fcste wurden ver\u00f6ffentlicht, und noch in der vergangenen Woche war auf der Homepage des SubstAnZ zu lesen: \u201eGoodbye Frankenstra\u00df<strong>e\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doch nun gibt es ein weiteres Kapitel f\u00fcr den Standort, an dem das SubstAnZ rund 15 Jahre lang beheimatet war. \u201eWir nehmen uns den Raum, den wir brauchen\u201c, erkl\u00e4rt die Sprecherin der Gruppe. Sie betont, dass gerade vor dem Hintergrund der j\u00fcngsten Wahlerfolge der AfD in Sachsen und Th\u00fcringen sowie eines allgemeinen \u201eRechtsrucks\u201c in der Gesellschaft \u201eantifaschistische Freir\u00e4ume\u201c besonders wichtig seien. Von Seiten der Stadt Osnabr\u00fcck habe es keine Unterst\u00fctzung bei der Suche nach neuen R\u00e4umlichkeiten gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Erzwungener Umzug wird als \u201eGentrifizierung\u201c wahrgenommen<\/p>\n\n\n\n<p>Die seit Freitagnacht laufende Besetzung des alten Geb\u00e4udes h\u00e4ngt insbesondere mit den Problemen zusammen, die sich durch den Umzug in die W\u00fcste ergeben haben. Die neuen R\u00e4umlichkeiten seien nur ein Provisorium und viel zu klein, um die bisherige Nutzung des Hauses im Fledder fortzusetzen. Weder gr\u00f6\u00dfere Treffen, Informationsveranstaltungen noch Konzerte, f\u00fcr die das SubstAnZ bekannt sei, k\u00f6nnten dort stattfinden. Die alten R\u00e4umlichkeiten seien \u201edem Profit geopfert\u201c worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umzug erfolgte im Rahmen von Pl\u00e4nen der WLH Immobiliengesellschaft, die das Areal zu einem Party- und Veranstaltungsviertel umgestalten m\u00f6chte. Deshalb wurde der Mietvertrag f\u00fcr das SubstAnZ nicht verl\u00e4ngert. Die bisherigen Besucher des SubstAnZ kritisieren dies als \u201eGentrifizierung\u201c, also die Verdr\u00e4ngung bestehender Nutzer zugunsten wirtschaftlicher Interessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Stadt f\u00f6rdert nur mit kleinem Betrag und selbst den kritisiert die AfD<\/p>\n\n\n\n<p>Ein F\u00f6rderbeitrag der Stadt Osnabr\u00fcck hatte im vergangenen Jahr die &nbsp;Kritik der Osnabr\u00fccker AfD auf sich gezogen. Die AfD beanstandete, dass der Stadtrat dem \u00fcberwiegend durch Mitgliedsbeitr\u00e4ge und Spenden finanzierten SubstAnZ in diesem Jahr einen Zuschuss von 11.200 Euro gew\u00e4hrt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Protestbanner fordert Verantwortliche zum Handeln auf<\/p>\n\n\n\n<p>Die neuen R\u00e4umlichkeiten an der Parkstra\u00dfe seien \u00fcberwiegend \u201eeine Abstellm\u00f6glichkeit\u201c f\u00fcr das Inventar aus dem alten SubstAnZ, beschreibt eine Sprecherin der Besetzer die Motivation hinter der Hausbesetzung. Die Namen auf einem gro\u00dfen Banner an der Fassade seien die derjenigen, die f\u00fcr die aktuelle Situation verantwortlich gemacht w\u00fcrden. Der Text \u201eDas ist unser Haus \u2026\u201c auf dem Banner ist eine Hommage an die Band Ton Steine Scherben und ihren S\u00e4nger <em>Rio Reiser<\/em>, die mit dem \u201eRauch-Haus-Song\u201c Anfang der 70er Jahre eine Hausbesetzung in Berlin bekannt machten.<\/p>\n\n\n\n<p>Besetzung soll langfristig fortgesetzt werden<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besetzerinnen und Besetzer planen, so lange wie m\u00f6glich in den R\u00e4umlichkeiten zu bleiben. \u201eWir gehen nicht. Wir bleiben hier, solange es geht\u201c, betonen sie in einer am Samstagmorgen ver\u00f6ffentlichten Pressemitteilung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p>NOZ vom 31.8.2024 von Sandra Dorn und Eva Marie Stegmann<br><strong>Neuen Standort in der W\u00fcste gefunden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOU-31.8.24.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2513\" width=\"405\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOU-31.8.24.jpg 957w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOU-31.8.24-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOU-31.8.24-768x538.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 405px) 100vw, 405px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Als die Anlieger im neuen Osnabr\u00fccker Ausgeh-Kiez zwischen Dammstra\u00dfe und Frankenstra\u00dfe vorigen Sonntag das Dammstra\u00dfenfest feierten, nahm eine zentrale Einrichtung in der Nachbarschaft nicht teil: das soziokulturelle selbstverwaltete Zentrum Substanz. An diesem Wochenende l\u00e4uft der Mietvertrag f\u00fcr die Substanz-Heimat in der Frankenstra\u00dfe 25a aus, dann m\u00fcssen die Aktiven raus. Bis vor kurzem war noch offen, ob das Substanz \u00fcberhaupt rechtzeitig eine neue Unterkunft findet. Nun zieht das soziokulturelle Zentrum an diesem Wochenende in den Stadtteil W\u00fcste, wie ein Mitglied unserer Redaktion best\u00e4tigte. Wohin genau, wollte es noch nicht sagen. Seit Wochen schon seien die Mitglieder des Substanz am Ausmisten und Ausr\u00e4umen. Voriges Wochenende fand die letzte gro\u00dfe Veranstaltung in der Frankenstra\u00dfe statt. Der Andrang sei so gro\u00df gewesen, dass man sogar einen Einlass-Stop verh\u00e4ngen musste. Es seien sowohl Bier als auch Tr\u00e4nen geflossen. Die Stimmung sei sehr melancholisch gewesen. \u201eTrotzdem habe ich das Gef\u00fchl, dass uns das zusammengeschwei\u00dft hat\u201c, sagt Felix. In Wahrheit hei\u00dft er anders, aber die Substanz-Mitglieder treten in der \u00d6ffentlichkeit ungern mit ihrem richtigen Namen in Erscheinung. \u201eWir schauen positiv in die Zukunft\u201c, so Felix.Der bisherige Vermieter in der Frankenstra\u00dfe ist die WLH Immobiliengesellschaft um Gesellschafter Martin W\u00fcst, die das Szene-Areal vor einigen Jahren erworben hatte. W\u00fcst hatte schon Anfang 2022 angek\u00fcndigt, den Mietvertrag mit dem Substanz-Tr\u00e4gerverein nicht verl\u00e4ngern zu wollen. Das Autonome Zentrum f\u00fchlt sich zugunsten kommerzieller Veranstalter verdr\u00e4ngt. Martin W\u00fcst sagt auf Anfrage unserer Redaktion: \u201eIch freue mich nat\u00fcrlich, dass alles geklappt hat f\u00fcr das Substanz und sie einen neuen Ort gefunden haben.\u201c Dar\u00fcber, dass am Noch-Standort Plakate gegen ihn als Vermieter h\u00e4ngen, ist er weniger begeistert. \u201eSchade\u201c, lautet sein kurzes Statement. Das Ger\u00fccht, dass der Club Br\u00fccks nun in den Bau an der Frankenstra\u00dfe ziehen werde, habe er auch schon geh\u00f6rt. \u201eDas ist eine Falschinformation\u201c, sagt Martin W\u00fcst. Im Substanz treffen sich Gruppen aus dem linken politische Spektrum wie No Lager, und die Anti-AfD-Gruppe \u201eDen Rechten die R\u00e4ume nehmen\u201c, feministische Gruppen, Lesekreise und viele weitere. Regelm\u00e4\u00dfig wurde an der Frankenstra\u00dfe auch mit und f\u00fcr Menschen gekocht, die wenig Geld haben. Die Mitglieder hatten Angst, dass sich ohne festen Standort f\u00fcr Treffpunkte langsam alles aufl\u00f6sen k\u00f6nnte. Die Mitglieder organisieren sich basisdemokratisch in regelm\u00e4\u00dfigen \u201ePlenums\u201c-Sitzungen.\u201eWir haben \u00fcber den Sommer viel Solidarit\u00e4t erfahren\u201c, sagt Felix. \u201eJetzt haben wir etwas Geeignetes zur Miete gefunden.\u201c In den neuen R\u00e4umen in der W\u00fcste seien Gruppentreffen, Lesungen und Workshops m\u00f6glich, auch eine K\u00fcche sei drin, sagt Felix. Gr\u00f6\u00dferen Musikveranstaltungen wie in der Frankenstra\u00dfe k\u00f6nnten dort aber nicht stattfinden. Im alten Substanz fanden viele Partys und Konzerte statt, manche ein Mitglied lernte dort erstmalig, gr\u00f6\u00dfere Events zu organisieren.Auf der Substanz-Website ist bislang noch von Pl\u00e4nen zu lesen, ein Geb\u00e4ude zu kaufen, wo auch solche lauteren Veranstaltungen wieder m\u00f6glich w\u00e4ren. F\u00fcr die Finanzierung des Tr\u00e4gervereins spielen Einnahmen aus Veranstaltungen eine wichtige Rolle. Es ist also durchaus denkbar, dass der Stadtteil W\u00fcste nur f\u00fcr den \u00dcbergang gedacht ist, aber dazu will sich das Substanz-Mitglied nicht n\u00e4her \u00e4u\u00dfern. Corona und der Wegzug eines Untermieters in der Frankenstra\u00dfe rissen vor zwei Jahren ein derartig gro\u00dfes Loch in die Kasse, dass das autonome Zentrum \u00fcber seinen Schatten sprang und die Stadt um finanzielle Hilfe bat. 11.200 Euro betrug der st\u00e4dtische Zuschuss in 2024 \u2013 CDU, BOB, FDP und UWG hatten im Rat dagegen gestimmt. Dieses Wochenende findet laut Felix nun der gro\u00dfe Umzug in die W\u00fcste statt, Anfang der n\u00e4chsten Woche sei die Schl\u00fcssel\u00fcbergabe in der Frankenstra\u00dfe. In den n\u00e4chsten Tagen wolle der Tr\u00e4gerverein dann auch offiziell machen, wo genau sich der neue Standort befindet.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p>NOZ vom 31.7.2024 von Thomas W\u00fcbker<br><strong>Abiturienten streiten \u00fcber Spenden-Empf\u00e4nger<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-31.7.24.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2512\" width=\"137\" height=\"261\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-31.7.24.jpg 538w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-31.7.24-157x300.jpg 157w\" sizes=\"(max-width: 137px) 100vw, 137px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Den Vorwurf, junge Menschen seien egoistisch, will der Abi-Jahrgang des Gymnasiums \u201eIn der W\u00fcste\u201c entkr\u00e4ften. 6100 Euro haben die Absolventen an soziale Institutionen wie die Tafel und das Kinderhospiz gespendet. Auch das Autonome Zentrum Substanz wurde mit einer Spende bedacht \u2013 und dar\u00fcber wurde unter den Abiturienten l\u00e4nger diskutiert.Im Alando haben die Abschlusssch\u00fcler des Gymnasiums ihren Abiball gefeiert, und daf\u00fcr brauchten sie Geld. Das haben sie selbst erwirtschaftet: durch die Einnahmen aus einem Schulkiosk, bei einem Ehemaligen-Fest und anderen Feierlichkeiten wie dem Weihnachtsmarkt in der Schule.Doch die Sch\u00fcler des diesj\u00e4hrigen Abi-Jahrgangs haben gut gewirtschaftet. Am 21. Juni \u00fcberwies Carla Kremer alle Rechnungen f\u00fcr den Ball. \u201eDabei habe ich festgestellt, dass 6100 Euro \u00fcbriggeblieben sind\u201c, sagt die 19-J\u00e4hrige.Schnell war klar, dass der \u00dcberschuss gespendet werden sollte. Aus der Sch\u00fclerschaft kamen Vorschl\u00e4ge, wer als Empf\u00e4nger infrage k\u00e4me. Schlie\u00dflich wurde abgestimmt. Und so stand fest, dass das ambulante Kinderhospiz, die Osnabr\u00fccker Tafel und die Kindertafel, \u00c4rzte ohne Grenzen und terre des hommes und eben das Substanz jeweils 1000 Euro erhalten sollen. Dem Tierheim Osnabr\u00fcck wollen die jungen Leute Sachspenden in H\u00f6he von 100 Euro zukommen lassen.\u00dcber die Empf\u00e4nger herrschte gr\u00f6\u00dftenteils Konsens. Nur das Autonome Zentrum Substanz sorgte f\u00fcr einen Disput. Ein Pluspunkt, der ins Feld gef\u00fchrt wurde, war die Obdachlosenhilfe. Einige Sch\u00fcler bem\u00e4ngelten aber auch die politische Ausrichtung des Zentrums, berichten Carla Kremer und ihre Schulkameradinnen Amira Hauer und Mia Holtkamp. In der Abstimmung aber sprach sich schlie\u00dflich eine Mehrheit daf\u00fcr aus, auch dem Substanz Geld zukommen zu lassen. \u201eUns war wichtig, dass wir Geld an regionale und internationale Organisationen spenden, die auch Kindern helfen, weil wir selbst fast noch Kinder sind\u201c, sagen die drei 19-J\u00e4hrigen. \u201eWichtig war uns auch das Denken, dass wir abgeben k\u00f6nnen.\u201c Die Arbeit der bedachten Institutionen haben die Abiturientinnen bei der Geld\u00fcbergabe im Kinderhospiz am 19. Juli und bei der Osnabr\u00fccker Tafel am 25. Juli kennengelernt. Der Vorsitzende der Tafel, Hermann Gro\u00dfe-Marke, f\u00fchrte sie durch die Lagerr\u00e4ume an der Schlachthofstra\u00dfe und die Lebensmittelausgabe.Gro\u00dfe-Marke zeigte den Absolventinnen, wof\u00fcr die Spenden genutzt werden. Neueste Errungenschaft der Tafel ist ein Wasserspender: Damit k\u00f6nnen die wartenden Kunden der Tafel an hei\u00dfen Tagen ihren Durst l\u00f6schen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p>NOZ vom 24.6.2024 von Sandra Dorn<br><strong>Dem Substanz l\u00e4uft die Zeit davon<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-24.6.24.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2511\" width=\"304\" height=\"298\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>So langsam geht es ans Packen. Ende August l\u00e4uft der Mietvertrag f\u00fcr das soziokulturelle Zentrum Substanz in der Frankenstra\u00dfe 25a aus, zum 1. September m\u00fcssen die Aktiven das Haus ger\u00e4umt haben. An den M\u00f6beln im Inneren haben die Leute vom Substanz schon Klebestreifen angebracht: Auf einem Sofa steht \u201ebehalten\u201c, auf einem alten Regal steht \u201eweg\u201c. Doch die Chancen, dass sie alles, was sie behalten wollen, bald in ein neues Geb\u00e4ude tragen k\u00f6nnen, schwinden mit jedem Tag. Wie es aussehe mit der Raumsuche? \u201eNicht gut\u201c, sagt Lou. Bislang hat das Substanz keinen neuen Standort gefunden. \u201eEntweder die R\u00e4ume sind zu teuer oder zu marode oder es passt nicht.\u201c Eigent\u00fcmerin des Substanz-Geb\u00e4udes ist die WLH Immobiliengesellschaft, die das Szeneareal zwischen Dammstra\u00dfe und Frankenstra\u00dfe vor einigen Jahren erworben hatte. 2022 teilten die Besitzer um Gesellschafter Martin W\u00fcst dem Tr\u00e4gerverein des Substanz mit, dass sie den Mietvertrag im September 2024 nicht erneut verl\u00e4ngern wollen.Zwei Jahre hatte das Substanz damit Zeit f\u00fcr die Suche nach neuen R\u00e4umen, doch bislang haben die Aktiven aus dem Tr\u00e4gerverein \u201eFreundeskreis f\u00fcr ein selbstverwaltetes Zentrum, Bildung und Kultur\u201c nichts gefunden. Zurzeit w\u00fcrden sie an der Frankenstra\u00dfe 4000 Euro Miete zahlen, sagen sie. F\u00fcr die linke Szene in Osnabr\u00fcck ist das autonome Zentrum in der Frankenstra\u00dfe ein wichtiger Treffpunkt, den beispielsweise Gruppen wie \u201eNo Lager\u201c, feministische Gruppen oder die Anti-AfD-Gruppierung \u201eDen Rechten die R\u00e4ume nehmen\u201c nutzen. Im Dezember hatte der Osnabr\u00fccker Rat dem Substanz erneut einen Betriebskostenzuschuss in H\u00f6he von 11 200 Euro f\u00fcr 2024 gew\u00e4hrt \u2013 gegen die Stimmen von CDU, BOB, FDP und UWG. In dem Geb\u00e4ude veranstalten diverse Gruppen Lesungen, politische Diskussionen oder kochen f\u00fcr Menschen mit wenig Geld. Junge Leute veranstalten dort aber auch Partys und Konzerte, bei denen es mal lauter wird. Immobilien mitten in Wohngebieten fallen damit schon mal raus, erl\u00e4utern Lou und Felix. Sie sind beide Mitglieder im Tr\u00e4gerverein und k\u00fcmmern sich mit um die Raumsuche. Die beiden hei\u00dfen eigentlich anders, wollen aber mit ihren richtigen Namen nicht in der Berichterstattung auftauchen.Sie w\u00fcrden seit zwei Jahren vor allem \u00fcber das Online-Portal Kleinanzeigen suchen \u2013 sowohl zur Miete als auch zum Kauf. Unter all den Immobilien, die sie sich angesehen h\u00e4tten, seien vier gewesen, die aus ihrer Sicht h\u00e4tten passen k\u00f6nnen. Doch es sei bislang nichts daraus geworden. Entweder, weil die Vermieter sich gegen das Substanz entschieden h\u00e4tten \u2013 \u201eaus politischen Gr\u00fcnden\u201c, wie die beiden sagen. Oder weil ihnen letztlich die Miete zu hoch erschien und sie von Baum\u00e4ngeln erfahren h\u00e4tten. K\u00fcrzlich habe im Substanz noch eine gro\u00dfe Party stattgefunden \u2013 eine Solidarit\u00e4tsveranstaltung f\u00fcr die Gruppe \u201eDen Rechten die R\u00e4ume nehmen\u201c. Der Erl\u00f6s der Party sei daf\u00fcr gedacht, die Geldauflage zu begleichen, die ein Aktivist nach einem Beschluss des Amtsgerichts an Pro Asyl zahlen muss. Er und eine Mitstreiterin mussten sich unl\u00e4ngst vor Gericht daf\u00fcr verantworten, dass sie am Haarmannsbrunnen mit Spr\u00fchkreide ihrem Protest gegen die AfD Ausdruck verliehen hatten. Diese \u201eSoli-Party\u201c sei wohl eine der letzten gro\u00dfen Veranstaltungen gewesen, sagen Lou und Felix. Die Stimmung: \u201eMelancholisch.\u201c Es sei schwierig, die Menschen noch zu motivieren, sich zu engagieren, sagt Lou. Die Hoffnung h\u00e4tten sie noch nicht aufgegeben, doch sie stellen sich langsam darauf ein, ab September ohne Bleibe dazustehen. Lagerr\u00e4ume f\u00fcr das Inventar h\u00e4tten sie schon besichtigt, sagt Felix. Sie bef\u00fcrchten, dass der Verein sich ohne Treffpunkt irgendwann aufl\u00f6sen w\u00fcrde. \u201eWir haben es bei Corona gesehen\u201c, sagt Felix: \u201eWenn man sich nicht an einem fixen Ort treffen kann, brechen einem die Leute weg.\u201c Lou und Felix betonen, wie wichtig ein Ort wie das Substanz sei \u2013 gerade in einer Zeit, in der eine Partei wie die in Teilen von Verfassungsschutz als \u201egesichert rechtsextrem\u201c eingestufte AfD so gro\u00dfen Zulauf erf\u00e4hrt wie zuletzt bei der Europawahl. \u201eWir haben hier einen Raum, der seit 15 Jahren was gegen Rechte tut, und das geht jetzt fl\u00f6ten\u201c, sagt Lou. \u201eEs gibt schon einen Diskurs dar\u00fcber, was passiert, wenn wir hier Ende August rausm\u00fcssen\u201c, sagt Felix. Was hei\u00dft das? Wollen sie das Haus besetzen? \u201eDas k\u00f6nnen wir nicht sagen\u201c, bleibt er vage. An die Fassade hat jemand \u201eWir bleiben\u201c gesprayt. Das \u201en\u201c ist in einem Kreis mit Pfeil nach oben dargestellt \u2013 ein Zeichen der Hausbesetzerszene.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p>NOZ vom 12.6.2024 von Eva Marie Stegmann<br><strong>&#8222;Konzerthalle kommt, doch wo wird geparkt?&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-12.6.24.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2510\" width=\"344\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-12.6.24.jpg 970w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-12.6.24-300x218.jpg 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/NOZ-12.6.24-768x558.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 344px) 100vw, 344px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit Ver\u00e4nderungen ist es so eine Sache. Sie k\u00f6nnen gro\u00dfe Vorfreude ausl\u00f6sen. Und Sorgen. Wie im Fall der Osnabr\u00fccker Konzerthalle \u201eBotschaft\u201c, die Ende des Jahres im Kulturkiez zwischen Franken- und Dammstra\u00dfe er\u00f6ffnen soll. Anwohner und Vermieter Marius Meinert etwa fragt sich, wo die bis zu 1500 angek\u00fcndigten Besucher parken sollen und l\u00f6ste damit j\u00fcngst eine Debatte im B\u00fcrgerforum Innenstadt aus. Die wichtigsten Fragen und Antworten im \u00dcberblick. Im Zuge eines Bauantrages sind Stellpl\u00e4tze f\u00fcr R\u00e4der und Pkw nachzuweisen. Es gibt eine kommunale Stellplatzsatzung, die jeder einsehen kann. Die beruft sich auf die Nieders\u00e4chsische Bauordnung. Darin hei\u00dft es f\u00fcr \u201eVersammlungsst\u00e4tten von \u00fcber\u00f6rtlicher Bedeutung\u201c, wozu zum Beispiel Konzerthallen z\u00e4hlen: Auf f\u00fcnf Sitzpl\u00e4tze kommt ein Autostellplatz, der angeboten werden muss, auf vier Sitzpl\u00e4tze ein Radstellplatz. Wichtig: Die Stellpl\u00e4tze m\u00fcssen sich nah am Gel\u00e4nde befinden \u2013 nicht weiter als 500 Meter entfernt f\u00fcr Pkw, nicht weiter als 50 Meter f\u00fcr Fahrr\u00e4der. Die Stadt hat ihre eigene Satzung im Zuge des politischen Bestrebens, den motorisierten Individualverkehr in der Innenstadt und in innenstadtnahen Bereichen zu verringern, zuletzt im Jahr 2022 ge\u00e4ndert. F\u00fcr die innenstadtnahe Zone, zu der auch das Areal zwischen Frankenstra\u00dfe und Dammstra\u00dfe geh\u00f6rt, muss nur noch die H\u00e4lfte an Pkw-Fl\u00e4chen vorgehalten werden. Das neue Konzerthaus \u201eBotschaft\u201c ist angemeldet f\u00fcr bis zu 1500 Besucher. Aber: Die Berechnung nach der Stellplatzordnung richtet sich nicht nach Besuchern, sondern nach m\u00f6glichen Sitzpl\u00e4tzen. Davon soll es 530 geben. Nach Nieders\u00e4chsischer Bauordnung br\u00e4uchte es 106 Pkw-Abstellm\u00f6glichkeiten, nach der ge\u00e4nderten Osnabr\u00fccker Version aber nur 53. Auf Anfrage sagt Simon Vonstein, ein Sprecher der Stadt Osnabr\u00fcck: \u201eFaktisch sind diese bereits heute vorhanden.\u201c Denn: Auf dem Gel\u00e4nde befinden sich insgesamt 146 Parkpl\u00e4tze. Die anderen genehmigten Nutzungen, so Vonstein, w\u00fcrden ihre Stellpl\u00e4tze auch aus diesen 146 beziehen. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel die Boulderhalle sowie die Clubs \u201eKleine Freiheit\u201c, \u201eHoly Poly\u201c und \u201eBr\u00fccks\u201c. Theoretisch gibt es laut Stadt vor Ort ausreichend M\u00f6glichkeiten, das Auto abzustellen. Das Parkhaus am Hauptbahnhof sei nicht weit entfernt, auch dort f\u00e4nden Konzertbesucher M\u00f6glichkeiten. Au\u00dferdem k\u00e4men, wie Pressesprecher Simon Vonstein anmerkt, erfahrungsgem\u00e4\u00df viele mit dem Fahrrad zu Osnabr\u00fccker Kulturangeboten. Die Sorge, dass der Parkdruck steigen wird, ist trotzdem nicht unberechtigt. Die Besucher der \u201eBotschaft\u201c k\u00f6nnen nicht gezwungen werden, ihren Pkw genau dort abzustellen und nicht in einer der Stra\u00dfen rundherum. Denn, wie Simon Vonstein ausf\u00fchrt: \u201eStellpl\u00e4tze im \u00f6ffentlichen Raum stehen grunds\u00e4tzlich allen zur Verf\u00fcgung.\u201c Es geh\u00f6re zum Wesen des \u00f6ffentlichen Parkraums, dass dieser genutzt werden k\u00f6nne. Oder, wie Oberb\u00fcrgermeisterin Katharina P\u00f6tter beim B\u00fcrgerforum sagte: \u201eEs gibt kein Recht auf einen Parkplatz.\u201c Beim B\u00fcrgerforum Innenstadt gab es den Vorschlag, das Anwohnerparken auf die sp\u00e4ten Abendstunden auszudehnen. Die Oberb\u00fcrgermeisterin sagte zu, dies wohlwollend pr\u00fcfen zu lassen. Auf Anfrage unserer Redaktion best\u00e4tigte Simon Vonstein: \u201eAufgrund der aktuellen Diskussion wird die Verwaltung das pr\u00fcfen. Dabei findet eine Abw\u00e4gung statt, die alle Seiten einbezieht. Grunds\u00e4tzlich muss man bei der Diskussion aber auch im Auge behalten, dass Anwohnerparken am Abend und Nachts auch f\u00fcr die Anwohner nicht nur Vorteile hat.\u201c So k\u00f6nne etwa Besuch in den Zonen nicht parken, was auch f\u00fcr pflegende Angeh\u00f6rige gelte. Viele Projekte in der Stadt werden in politischen Gremien vorher debattiert und abgestimmt. Die neue Konzerthalle war bisher kein Thema im Stadtentwicklungsausschuss oder im Stadtrat. Das liegt daran, dass die \u201eBotschaft\u201c keine Fragen aufwirft, f\u00fcr die eine \u00c4nderung des Planungsrechts n\u00f6tig w\u00e4re. Es handelte sich \u201enur\u201c um einen Bauantrag und Bauantr\u00e4ge z\u00e4hlen meist zu den Gesch\u00e4ften der laufenden Verwaltung. Sprich: Weder politische noch \u00f6ffentliche Beteiligung ist notwendig. Ausnahme w\u00e4re, wenn, wie Simon Vonstein sagt, nachbarschaftliche Interessen gew\u00fcrdigt werden m\u00fcssten. Dies war hier nicht der Fall. <strong>Rund um die \u201eBotschaft\u201c gibt es zwei offene Fragen: Erstens, was passiert mit dem Geb\u00e4ude, in dem das autonome Kulturzentrum Substanz residiert? Das Substanz muss im September des Jahres ausziehen, weil der Vertrag vom Vermieter, der WLH Immobiliengesellschaft, nicht verl\u00e4ngert wurde. WLH geh\u00f6rt das gesamte Areal. Gesellschafter Martin W\u00fcst hatte gegen\u00fcber unserer Redaktion schon 2022 von Pl\u00e4nen f\u00fcr das Geb\u00e4ude gesprochen. Momentan h\u00e4lt er sich bedeckt. Das n\u00e4hrt die Ger\u00fcchtek\u00fcche: Mal ist von einem Parkhaus die Rede, dann von einer Kultkneipe, dann einer Erweiterung der \u201eBotschaft\u201c. Oder bleibt das Substanz, das mit vielen Aktionen um seinen Erhalt k\u00e4mpft und auch von W\u00fcst 2016 selbst als wichtiges subkulturelles Zentrum bezeichnet wurde, am Ende doch?<\/strong> Zweite offene Frage: Wird es Open-Airs mit bis zu 3000 Besuchern auf dem \u201eBotschaft\u201c-Gel\u00e4nde geben, wie es die zuk\u00fcnftigen Betreiber der Halle, die Agentur Zukunftsmusik, noch Ende 2023 ank\u00fcndigten? Das d\u00fcrfte nicht nur Konzertfans interessieren, die sich auf eine neue Location in Osnabr\u00fcck f\u00fcr Musik an lauen Sommerabenden freuen, sondern auch die motorisierten Anwohner. Denn mit der Gr\u00f6\u00dfenordnung 3000 w\u00fcrde sich die Parkplatzfrage neu stellen. Im st\u00e4dtischen Bauamt liegt jedoch bislang kein Antrag dazu vor.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p>NOZ vom 1.3.2024 von Ralf D\u00f6ring<br><strong>\u201eWir werden verdr\u00e4ngt\u201c<br>Reicht ein autonomes Zentrum? Vertreter von \u201eSubstanz\u201c \u00fcben Kritik nach Pl\u00e4nen f\u00fcr \u201eDie Botschaft\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/NOZ-1.3.2024.png\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/NOZ-1.3.2024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2249\" width=\"183\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/NOZ-1.3.2024.png 733w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/NOZ-1.3.2024-230x300.png 230w\" sizes=\"(max-width: 183px) 100vw, 183px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Botschaft\u201c kommt, das autonome Zentrum \u201eSubstanz\u201c muss gehen. Einen direkten Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen gibt es nicht; trotzdem formulieren Vertreter des \u201eSubstanz\u201c Kritik \u2013 nicht an der Agentur Zukunftsmusik, die den Umbau des ehemaligen Postgeb\u00e4udes durchf\u00fchrt und \u201eDie Botschaft\u201c betreiben wird. Die Kritik richtet sich vielmehr gegen die WLH Immobiliengesellschaft. Ihr geh\u00f6rt das Areal zwischen Damm- und Frankenstra\u00dfe und damit auch das Geb\u00e4ude, in dem das \u201eSubstanz\u201c seit 2010 residiert.<br>Im September 2024 muss das \u201eSubstanz\u201c ausziehen. Dabei betont WLH-Gesellschafter Martin W\u00fcst, das autonome Zentrum habe es \u201emir zu verdanken, dass es noch drin bleiben durfte\u201c, sagt er. \u201eEs ist wichtig, dass die Stadt so einen alternativen Treffpunkt hat, nachdem Subkultur ja zwischenzeitlich gezielt vom G\u00fcterbahnhof vertrieben worden ist\u201c, hatte W\u00fcst dieser Redaktion im Januar 2016 gesagt. Eine Verl\u00e4ngerung hatte W\u00fcst mit dem zuletzt abgeschlossenen Mietvertrag ausgeschlossen. Vor anderthalb Jahren hat W\u00fcst nach seinen Worten die Nichtverl\u00e4ngerung erneut ausgesprochen; \u201eich habe klar kommuniziert\u201c, sagt er.<br>Das bestreiten Vertreter des \u201eSubstanz\u201c auch gar nicht. Trotzdem f\u00fchlen sie sich aus dem Areal gedr\u00e4ngt, und zwar, \u201eweil wir einer kommerziellen Nutzung im Weg sind\u201c, sagen sie. \u201eWir haben das Areal mitentwickelt, und jetzt braucht man uns nicht mehr.\u201c<br>Damit spielen die \u201eSubstanz\u201c-Vertreter auf die einigerma\u00dfen lange Geschichte des Zentrums in der Frankenstra\u00dfe an: 2010 sind die Autonomen dort eingezogen, lange bevor die WLH das gesamte Areal erworben hat. \u201eWir haben das ,Substanz\u2018 mitgekauft\u201c, sagt W\u00fcst.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><strong>B\u00fcros oder Parkhaus statt \u201eSubstanz\u201c<\/strong><br>Mittlerweile hat W\u00fcst andere Pl\u00e4ne f\u00fcr das Haus. Welche das sind, will er noch nicht sagen \u2013 das h\u00e4nge unter anderem vom Zustand des Geb\u00e4udes ab. Das n\u00e4hrt Spekulationen: Laut einem \u201eSubstanz\u201c-Vertreter spricht \u201eder Buschfunk\u201c von einem m\u00f6glichen B\u00fcrogeb\u00e4ude oder einer wie auch immer gearteten kulturellen Nachnutzung.<br>Au\u00dferdem kursieren Ger\u00fcchte \u00fcber ein Parkhaus \u2013 etwa f\u00fcr die Besucher der \u201eBotschaft\u201c? 200 Parkpl\u00e4tze anstatt autonomer Soziokultur: Das w\u00e4re f\u00fcr die Betreiber des \u201eSubstanz\u201c eine zutiefst bittere Pointe.<br>Denn die Betreiber des Hauses verfolgen und verwirklichen hehre Ziele: Asylsuchende, Obdachlose und homo- und transsexuellen Menschen begegnen und vernetzen sich im \u201eSubstanz\u201c und das ohne Konsumzwang. Im Gegenteil: Regelm\u00e4\u00dfig wird dort gekocht, um Bed\u00fcrftige mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen. Zu diesem sozialen Aspekt kommt der kulturelle: Das \u201eSubstanz\u201c bietet neuen Bands Auftrittsm\u00f6glichkeiten und den Besuchern den kosteng\u00fcnstigen Besuch der Konzerte.<br>Damit tr\u00e4gt das \u201eSubstanz\u201c zur kulturellen Vielfalt der Stadt bei und erf\u00fcllt soziale Aufgaben. Und das bemerkt nicht nur die Stadt: Erst vergangenen Herbst hat Kulturstaatsministerin Claudia Roth den Preis f\u00fcr die \u201eBeste kleine Spielst\u00e4tte\u201c \u00fcberreicht \u2013 wieder einmal \u2013 sowie den Awareness-Preis, der f\u00fcr besonderes Engagement gegen Diskriminierung und Gewalt, vor allem auch sexualisierte Gewalt, verliehen wird.<br>Die Frankenstra\u00dfe ist f\u00fcr all das ideal: Obwohl zentrumsnah st\u00f6rt sich in dem Gewerbegebiet niemand, wenn es nachts mal laut zugeht. Verst\u00e4ndlich, dass das Substanz diese Quadratur des Kreises auch f\u00fcr die neue Wirkungsst\u00e4tte sucht. Doch genau das macht die Suche schwierig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zukunftsmusik als Betreiber sei Nutznie\u00dferin<\/strong><br>Und das alles wegen der \u201eBotschaft\u201c? Verantwortlich machen die Vertreterinnen des Autonomen Zentrums deren Betreiberin, die Agentur Zukunftsmusik, daf\u00fcr nicht. \u201eAber Zukunftsmusik ist Nutznie\u00dferin der Entscheidung von Martin W\u00fcst\u201c, hei\u00dft es.<br>Was hatte der einst gesagt? \u201eEs ist wichtig, dass die Stadt so einen alternativen Treffpunkt hat.\u201c Der Satz stimmt immer noch. Aber W\u00fcst setzt seine Priorit\u00e4ten jetzt eben anders.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"Presse-aus-2023\"><strong>Presse aus 2023<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>NOZ online vom 7.12.2023 von Sandra Dorn <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/NOZ-7.12.2024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1952\" width=\"385\" height=\"477\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/NOZ-7.12.2024.png 749w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/NOZ-7.12.2024-242x300.png 242w\" sizes=\"(max-width: 385px) 100vw, 385px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Dienstag (5.12.) hat der Osnabr\u00fccker Rat mit den Stimmen von Gr\u00fcnen, SPD, Volt und Linken beschlossen, dem Autonomen Zentrum \u201eSubstanz\u201c auch 2024 einen finanziellen Zuschuss zu gew\u00e4hren. Die Entscheidung ist umstritten. Wer trifft sich dort eigentlich? Was findet dort statt? Wir haben uns umgesehen.<br><br>Um das soziokulturelle Zentrum in der Frankenstra\u00dfe 25a hat sich eine heftige Debatte entz\u00fcndet, seit der Tr\u00e4gerverein die Stadt Anfang des Jahres um Hilfe bat und der Rat im April beschloss, ihm mit 12.800 Euro als Betriebskostenzuschuss unter die Arme zu greifen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die komplett ehrenamtlich betriebene Einrichtung steckt seit der Corona-Zeit finanziell in der Klemme und muss noch dazu bis September 2024 das Geb\u00e4ude an der Frankenstra\u00dfe verlassen, da der Eigent\u00fcmer neue Pl\u00e4ne mit dem Gel\u00e4nde hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt um Hilfe zu bitten, sei dem Tr\u00e4gerverein nicht leichtgefallen, wie er damals in seinem F\u00f6rderantrag an die Stadt schrieb. Autonomie und Unterst\u00fctzung mit \u00f6ffentlichen Mitteln? Das passt nur schwer zusammen. Dass das Substanz \u00fcber seinen Schatten sprang, zeigt, wie gro\u00df die Not gewesen sein muss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie links ist das Substanz Osnabr\u00fcck?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nun hat der Osnabr\u00fccker Rat f\u00fcr 2024 erneut 11.200 Euro f\u00fcr das Substanz bewilligt &#8211; gegen die Stimmen von CDU, BOB, FDP und UWG.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt hat die AfD behauptet, die Stadt unterst\u00fctze mit dem Zuschuss f\u00fcrs Substanz den N\u00e4hrboden eines teilweise \u201eterroristischen linken Netzwerks\u201c in Osnabr\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Osnabr\u00fccker Polizeiinspektion best\u00e4tigte auf NOZ-Anfrage keinen vom Substanz ausgehenden Linksextremismus. Eine solche Szene, die politisch motivierte Straftaten plane und ver\u00fcbe, sei in der Region nicht bekannt, hie\u00df es.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadtverwaltung hatte sich Anfang des Jahres selbst f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung ausgesprochen, unter anderem mit dem Argument, dass im Substanz eine Demokratiebildung stattfinde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Darum bleiben Mitglieder des Substanz-Tr\u00e4gervereins anonym<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir treffen uns mit zwei Mitgliedern des Tr\u00e4gervereins \u201eFreundeskreis f\u00fcr ein selbstverwaltetes Zentrum, Bildung und Kultur\u201c, kurz \u201eFrAZ\u201c. Ihre vollst\u00e4ndigen Namen sind der Redaktion bekannt, aber sie m\u00f6chten hier anonym bleiben und nennen sich Lou und Felix. Sie sind Anfang 20 und Ende 30.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber warum anonym? Tats\u00e4chlich m\u00fcssen sich die Substanz-Aktiven die Frage gefallen lassen, ob sie etwas zu verbergen haben. Die Anonymit\u00e4t diene dem Selbstschutz, erkl\u00e4ren Lou und Felix. Schon \u00f6fters seien Scheiben des Substanz eingeschlagen worden. Und nach den AfD-Vorw\u00fcrfen seien von einem Auto aus Eier auf Menschen geworfen worden, die gerade das Geb\u00e4ude verlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie w\u00fcrden selbst den Zwiespalt zwischen diesem Selbstschutz und der Gefahr sehen, in die extremistische Ecke gesteckt zu werden, r\u00e4umen sie ein. \u201eAber wir halten es einfach f\u00fcr klug, m\u00f6glichst anonym zu bleiben\u201c, so Felix.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das findet im Osnabr\u00fccker Substanz statt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit 15 Jahren hat das Substanz seinen Sitz in der Frankenstra\u00dfe. Herzst\u00fcck ist der Veranstaltungsraum: B\u00fchnenecke, Bar, genderneutrale Toiletten und je nach Nutzung Biertischgarnituren oder Platz zum Tanzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diverse Gruppen nutzen das soziokulturelle Zentrum als Treffpunkt und organisieren in Eigenverantwortung Lesekreise, Vortr\u00e4ge, Konzerte oder Lesungen. T\u00e4glich finde dort etwas statt, so Felix. Das Substanz stelle die R\u00e4umlichkeiten und gebe als Regel vor, dass Menschenfeindlichkeit nicht geduldet werde. Der Rest ist den Gruppen \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber Fridays for Future zum Substanz Osnabr\u00fcck gekommen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lou ist vor einigen Jahren \u00fcber Fridays for Future zum Substanz gekommen und hat dort beispielsweise Techno-Partys organisiert. Auch studentische Gruppen nutzen das Substanz f\u00fcr ihre Partys. Die Teilnehmerzahl reicht nach Angaben von Lou und Felix von f\u00fcnf Personen bei einzelnen Lesekreisen bis hin zu mehr als 300 bei einigen Konzerten \u2013 die meisten in der Altersspanne zwischen 20 und 40 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Harter Alkohol wird nicht ausgeschenkt. \u201eWir wollen nicht, dass sich die Leute hier abschie\u00dfen\u201c, sagt Lou. Die Flasche Bier und Malzbier gibt es schon f\u00fcr 1,50 Euro, der Eintritt ist bei 5 Euro gedeckelt. \u201eStudierende und \u00c4rmere sollen sich das leisten k\u00f6nnen\u201c, erl\u00e4utert die Studentin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bundeskulturpreis \u201eApplaus\u201c 2023 gewonnen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcrzlich erst hat das Substanz den Bundeskulturpreis \u201eApplaus\u201c in den Kategorien \u201eBeste kleine Spielst\u00e4tten und Konzertreihen\u201c sowie \u201eAwareness\u201c gewonnen. \u201eAwareness\u201c bezeichnet&nbsp;die Aufmerksamkeit f\u00fcr Situationen, in denen die Grenzen \u00fcberschritten werden. Bei jeder gr\u00f6\u00dferen Veranstaltung tragen einige Leute gelbe Buttons an der Kleidung und k\u00f6nnen von jedem, der sich unwohl f\u00fchlt, angesprochen werden, erl\u00e4utert Lou. \u201eMan soll hier angstfrei feiern k\u00f6nnen\u201c, so Felix.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Noch keine neuen R\u00e4ume in Osnabr\u00fcck gefunden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Suche nach einer neuen Bleibe war bislang nicht erfolgreich. Zentral soll sie sein \u2013 und gleichzeitig so gelegen, dass keine Anwohner gest\u00f6rt werden, wenn es einmal lauter ist. \u201eIm Sommer sitzen einfach viele Leute drau\u00dfen im Hof und sind laut\u201c, sagt Felix.<\/p>\n\n\n\n<p>Am liebsten w\u00fcrden sie ein Geb\u00e4ude kaufen. Im Umfeld des Tr\u00e4gervereins gebe es gen\u00fcgend Leute, die einen zinslosen Kredit gew\u00e4hren w\u00fcrden, so Felix. Auch Objekte zur Miete h\u00e4tten sie sich schon angesehen, doch bislang sei nichts Passendes dabei gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diese Gruppen treffen sich im Osnabr\u00fccker Substanz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lou und Felix z\u00e4hlen auf, wer sich unter den rund 20 Gruppen befindet, die sich regelm\u00e4\u00dfig im Substanz treffen: Unter anderem die Fl\u00fcchtlingsinitiative \u201eNo Lager\u201c, die zuletzt wegen Rassismus-Vorw\u00fcrfen gegen die Osnabr\u00fccker Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde in der Kritik stand. Au\u00dferdem feministische Gruppen, eine Gruppe, die sich mit toxischer M\u00e4nnlichkeit auseinandersetzt, \u201elibert\u00e4re Kommunist*innen\u201c und antifaschistische Gruppen \u2013 \u00fcbrigens auch die \u201eantifaschistische Mitmach-Kampagne\u201c, die den Protest gegen eine Stehtisch-Aktion der AfD am Harmannsbrunnen organisierte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Von den Gegnern des Substanz werde \u201egar nicht verstanden, dass hier kulturelle Arbeit geleitet wird und wir gegen diese Menschenfeindlichkeit angehen\u201c, betont Lou und meint damit das Agieren der AfD.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kochen f\u00fcr Menschen mit wenig Geld<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es einen veganen Mitbring-Treff, und w\u00f6chentlich bietet ein Koch-Kollektiv kostenloses \u201eEssen f\u00fcr Alle\u201c an. Au\u00dferdem gebe es regelm\u00e4\u00dfig eine \u201eQueer-Kneipe\u201c und eine Kleidertausch-Ecke. Die W\u00e4nde im Innenhof d\u00fcrfen ganz legal von Sprayern genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal pro Woche trifft sich das \u201ePlenum\u201c und spricht dann beispielsweise \u00fcber Anfragen von Gruppen &#8211; hat aber auch nach Felix\u2018 Auskunft sehr lange und intensiv dar\u00fcber diskutiert, ob man als autonomes Zentrum denn tats\u00e4chlich die Stadt um Hilfe bitten k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alle W\u00e4nde bemalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf einer Niedersachsen-Flagge im B\u00fchnen-Bereich hat jemand aus dem Pferd im Wappen ein Einhorn gemacht und in Glitzerschrift geschrieben: \u201eEinh\u00f6rner gegen Nazis\u201c. Die W\u00e4nde im Eingangsbereich und im Treppenhaus sind voller Bilder und mit Edding aufgetragenen Schriftz\u00fcgen \u2013 darunter h\u00e4ufig das Anarchie-Zeichen und die sich gegen die Polizei richtende Abk\u00fcrzung \u201eACAB\u201c (\u201eAll Cops are Bastards\u201c), aber ebenso das Statement \u201eMy Body \u2013 my rules\u201c, frei \u00fcbersetzt \u201eMein K\u00f6rper geh\u00f6rt mir\u201c.<br>\u201eAuch die W\u00e4nde sind ein Freiraum\u201c, sagt Lou. Vieles w\u00fcrde rasch wieder \u00fcbermalt. Auch hier gelte die Regel, betont Felix: \u201eMenschenfeindliche \u00c4u\u00dferungen wollen wir nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"201\" height=\"93\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/TAZ.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1901\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>von Harf-Peter Sch\u00f6nherr (11.11.2023)<br>https:\/\/taz.de\/Ehrung-fuer-autonomes-Zentrum\/!5970428\/<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Preisgekr\u00f6nte Linke<br>Das Osnabr\u00fccker Soziokultur-Zentrum \u201eSubstAnZ\u201c ist Preistr\u00e4ger des Applaus-Awards 2023. Die schlechte Nachricht: Das Projekt ist gef\u00e4hrdet.<\/h3>\n\n\n\n<p>OSNABR\u00dcCK <em>taz<\/em> | Wenn Bundeskulturpreise vergeben werden, stehen nichtkommerzielle, selbstverwaltete Soziokultur-Zentren wie das Osnabr\u00fccker Substanz nicht oft auf der B\u00fchne. Aber manchmal eben doch. Als Claudia Roth (Die Gr\u00fcnen), Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Kultur, Ende Oktober in Hannover die Preistr\u00e4ger des Applaus-Awards 2023 bekannt gibt, wird das Substanz gleich zweifach geehrt: in der Hauptkategorie \u201eBeste kleine Spielst\u00e4tten und Konzertreihen\u201c und durch den Sonderpreis \u201eAwareness\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u201eAwareness\u201c-Preis ist dabei der wichtigere, denn in den Hauptkategorien von \u201eApplaus\u201c werden jedes Jahr Dutzende Preise vergeben \u2013 \u00fcber 90 sind es diesmal. 18.000 Euro sp\u00fclen die beiden Preise dem \u00adSubstanz aufs Konto \u2013 deutlich mehr, als die Stadt Osnabr\u00fcck ihm pro Jahr an Zuschuss zahlt. Geld, das es gut gebrauchen kann, denn im Herbst 2024 l\u00e4uft sein Mietvertrag aus, und ein neues Objekt ist nicht in Sicht. Ideal w\u00e4re eine eigene Immobilie.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKann sein, dass es uns schon bald so nicht mehr gibt\u201c, sagt Chris der taz. Das klingt d\u00fcster. Die k\u00e4mpferische, quadratmetergro\u00dfe Botschaft \u201eSquat The World\u201c direkt neben der B\u00fchne, eine ironische Piraten-Adaption des Dreimasters des Hansa-Bier-Etiketts, k\u00e4me dann auch weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Chris, Substanz-Aktivist der ersten Stunde, ist Roth in Hannover begegnet. \u201eWir waren \u00fcberrascht und erfreut!\u201c, sagt er \u00fcber die Auszeichnung. Er wei\u00df: Nicht alle SubstanzlerInnen sehen das so positiv. Spr\u00fcche wie \u201eDeutschland du mieses St\u00fcck Spargel\u201c stehen hier an den W\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zentrum, rund 700 Quadratmeter gro\u00df, existiert seit 2009, getragen durch den gemeinn\u00fctzigen Verein \u201eFreundeskreis f\u00fcr ein selbstverwaltetes Zentrum, Bildung und Kultur\u201c. Aber seine Geschichte reicht bis 1972 zur\u00fcck. Damals besetzen Jugendliche nach einem Konzert, auf dem auch \u201eTon Steine Scherben\u201c spielen, ein leer stehendes Haus. Ein jahrzehntelanger Kampf um ein autonomes Zentrum beginnt, der Demos, Solikonzerte und Gerichtsprozesse nach sich zieht, auch weitere Besetzungen, Osnabr\u00fccks Ratssitzungssaal inklusive.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Ort mit Geschichte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dass das Substanz aus seinem Haus am G\u00fcterbahnhof ausziehen muss, ist ein unersetzlicher Verlust, denn es ist ein Ort mit Geschichte, ein Gesamtkunstwerk. Schwarzt\u00f6ne dominieren; das Erdgeschoss um Theke, B\u00fchne, Kickertisch und Sofaecke hat heimeligen H\u00f6hlencharakter. Die Fenster sind beklebt, \u00fcbermalt. \u00dcberall Sticker und Plakate, dicht an dicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Nutzer haben hier Spuren hinterlassen. \u201eSupport your local girlgang not Polizeistaat\u201c steht auf einem St\u00fcck Pappkarton. Auf einer Treppenstufe steht \u201eAlles f\u00fcr alle\u201c. Das Antifa-Logo ist zu sehen, in Glitzergold. Auf W\u00e4nden stehen Sachen wie \u201eNo border, no nation\u201c und \u201eSteine f\u00fcr die Schweine\u201c, der Feminismus-Schlachtruf \u201eYour body your choice, raise your voice\u201c. Manches ist augenzwinkernd, vieles tiefernst. Es gibt Grenzen daf\u00fcr, aber die sind weit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfes Regenbogen-Mural verk\u00fcndet Passanten: \u201eThe 1st pride was a riot\u201c. Vor zwei Fenstern flattert ein schwarzes Banner: \u201eWer gegen die Nazis k\u00e4mpft, der kann sich auf den Staat \u00fcberhaupt nicht verlassen\u201c. Im Hof gibt es eine Open Wall \u2013 jeder kann hier sprayen. Die Regeln daf\u00fcr stehen an einem Rolltor. \u201eAuf dem war so viel Farbe drauf, das lie\u00df sich schon gar nicht mehr \u00f6ffnen\u201c, lacht Substanz-Aktivistin Lu der taz. \u201eDas mussten wir dann alles runterkratzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann erz\u00e4hlen Lu und Chris. Dass hier alles ehrenamtlich ist. Dass das g\u00fcnstigste Getr\u00e4nk 50 Cent kostet. Dass sich hier 20 Gruppen treffen, von queer bis migrantisch. Dass zu den Plena bis zu 40 Leute kommen. Dass hier jeden Donnerstag \u201eEssen f\u00fcr Alle\u201c ist, Motto: \u201eGegen die kalten Verh\u00e4ltnisse, f\u00fcr das sch\u00f6ne Leben f\u00fcr alle\u201c. Und dass hier niemand besondere Rechte hat, auch der Tr\u00e4gerverein nicht: \u00fcber Bands, die gegen Kost und Logis auftreten. \u00dcber Vortr\u00e4ge und Workshops; \u00fcber kontroverse Diskussionen bis zum Konsens; \u00fcber die Punk- und die Flinta-Kneipe, \u00fcber das Antifa-Caf\u00e9, das vegane Mitbringtreffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zentrum versteht sich als \u201eFreiraum\u201c, als Ort f\u00fcr gesellschaftliche Ver\u00e4nderung, f\u00fcr emanzipatorische Politik. \u201eWir sind sehr empowernd\u201c, beschreibt Lu. \u201eMan kann sich hier viel erlauben.\u201c Eins allerdings nicht: diskriminierendes Verhalten. \u201eDa gibt es keine Toleranz\u201c, sagt Chris. Das steht auch gleich am Eingang: Antisemitismus, Sexismus, Homophobie, Rassismus, Faschismus und Fremdenfeindlichkeit haben hier keine Chance.<\/p>\n\n\n\n<p>Un\u00fcbersehbar ist auch, wof\u00fcr das Substanz den Awareness-Preis bekommen hat. \u00dcberall h\u00e4ngt das Safe-Space-Konzept aus, sogar auf den Klos. Das Awareness-Team tr\u00e4gt gelbe Buttons \u2013 un\u00fcbersehbar in einem Raum, der schon mit 50 Personen voll wirkt. Fotos und Videos, auch Selfies, sind nicht erlaubt. Und nat\u00fcrlich schreibt das Substanz Awareness so: \u201eawAreness\u201c. Das deckt sich mit dem Herzchen auf der Theke: Dr\u00fcber steht \u201eWe\u201c, drunter \u201eAnarchie!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan kann hier sorgloser feiern als anderswo\u201c, sagt Lu. \u201eAber ein diskriminierungsfreier Raum ohne \u00fcbergriffiges Verhalten sind auch wir nicht.\u201c Kommt es zum Konflikt, hat die Sicht der Betroffenen Priorit\u00e4t, ihre \u201eDefinitionsmacht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Arbeit an einer gerechteren Welt<\/h6>\n\n\n\n<p>Hinter der Theke gibt es einen Umsonstladen, von der Kleidung bis zum Buch. In Gruppenr\u00e4umen liegen halbfertige Transparente. Auf einem Treppenabsatz stapeln sich Lautsprecherboxen. Ein Einhorn in Rosa ist zu sehen, ein gewaltiger Aufblas-Orca. Im skurrilen \u201eGr\u00fcnen Salon\u201c h\u00e4ngen superkitschige \u00d6lbilder, die noch aus der Zeit des Vorbesitzers stammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Selbstverst\u00e4ndnis des \u00adSubstanz, an einer gerechteren Welt zu arbeiten, ein Ort daf\u00fcr zu sein, \u201eProtest zu organisieren\u201c, wie Chris und Lu sagen, ruft nat\u00fcrlich auch Gegner auf den Plan. Der Stadtverband der \u00f6rtlichen AfD sieht in ihm eine Quelle f\u00fcr ein \u201eterroristisches linkes Netzwerk\u201c und forderte j\u00fcngst seine Schlie\u00dfung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Solidarit\u00e4t, die das Zentrum danach erfuhr, war gro\u00df. Mit dabei: Nicole Verlage, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der DGB-Region Osnabr\u00fcck-Emsland-Grafschaft Bent\u00adheim. Sie sprach von \u201eHass und Hetze\u201c, von einer \u201eungeheuerlichen Attacke der gef\u00e4hrlichen Populisten von rechts und deren Ideologie\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch ohne die AfD k\u00f6nnte dem Substanz bald das Aus drohen. Trotz seines kreativen, diskriminierungssensiblen Programms. Das w\u00e4re fatal. \u201eGerade jetzt\u201c, sagt <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/taz.de\/Claudia-Roth-als-Kulturstaatsministerin\/!5815441\/\" rel=\"noreferrer noopener\">Staatsministerin Roth<\/a> \u00fcber die Preistr\u00e4ger, \u201ebrauchen wir solche Orte mehr denn je.\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"107\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1839\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>SOLIERKL\u00c4RUNG DES FOKUS e.V. VOM 16.9.2023:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><a href=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"183\" data-id=\"1834\"  src=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1-300x183.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1834\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1-300x183.jpeg 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1-1024x626.jpeg 1024w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1-768x469.jpeg 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1.jpeg 1080w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><a href=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1a.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"295\" height=\"300\" data-id=\"1835\"  src=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1a-295x300.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1835\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1a-295x300.jpeg 295w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1a-1007x1024.jpeg 1007w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1a-768x781.jpeg 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-1a.jpeg 1080w\" sizes=\"(max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><a href=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FOKUS-2.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"228\" data-id=\"1836\"  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300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>NOZ ONLINE VOM 13.9.2023:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"644\" height=\"734\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-online-vom-13.9.23.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1827\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-online-vom-13.9.23.png 644w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-online-vom-13.9.23-263x300.png 263w\" sizes=\"(max-width: 644px) 100vw, 644px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Gewerkschaften positionieren sich Nach AfD-Breitseite gegen das \u201eSubstanz\u201c: Solidarit\u00e4t mit Osnabr\u00fccker Linken-Zentrum<\/p>\n\n\n\n<p>Forderungen der AfD Osnabr\u00fcck, das autonome Zentrum \u201eSubstanz\u201c geh\u00f6re als Ort linker Gegenwehr \u201eaus dem Bild der Friedensstadt endg\u00fcltig getilgt\u201c, emp\u00f6ren die Gewerkschaften im DGB. Sie sprechen von einer \u201eungeheuerlichen Attacke der gef\u00e4hrlichen Populisten von rechts\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorstand des AfD-Stadtverbands hatte dem \u201eSubstanz\u201c in Osnabr\u00fcck \u00f6ffentlich vorgeworfen, N\u00e4hrboden zu sein f\u00fcr ein teilweise \u201eterroristisches linkes Netzwerk\u201c \u2013 und deshalb die dauerhafte Schlie\u00dfung des soziokulturellen Zentrums verlangt. Das \u201eSubstanz\u201c-Hausplenum bekannte sich daraufhin in einer Pressemitteilung dazu, Widerstand gegen eine \u201efaschistische Partei\u201c wie die AfD zu unterst\u00fctzen, indem es den Organisatoren R\u00e4ume zur Verf\u00fcgung stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in der Region Osnabr\u00fcck\u2013Emsland\u2013Grafschaft Bentheim springt dem \u201eSubstanz\u201c nun demonstrativ zur Seite. Es sei \u201eTeil der Stadtgesellschaft\u201c und m\u00fcsse als einer der wenigen Osnabr\u00fccker \u201eFreir\u00e4ume f\u00fcr ein demokratisches Gemeinwesen\u201c erhalten bleiben, hei\u00dft es in einer am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Stellungnahme.<\/p>\n\n\n\n<p>DGB-Regionalchefin: AfD von Hass und Hetze getrieben<\/p>\n\n\n\n<p>Allein der Ausspruch, das \u201eSubstanz\u201c aus dem Stadtbild \u201etilgen\u201c zu wollen, zeige die Gesinnung der AfD. Ihre Vertreter seien \u201evon Hass und Hetze getrieben\u201c. DGB-Regionalgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Nicole Verlage: \u201eDagegen aufzustehen, gebietet die Vernunft derer, die diesem Land eine bessere Zukunft g\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Hintergrund: Nach einem Ratsbeschluss von April bezuschusst die Stadt Osnabr\u00fcck das Substanz im laufenden Jahr mit 12.800 Euro. 2024 k\u00f6nnten noch einmal 11.200 Euro dazukommen. Der Mietvertrag f\u00fcr das autonome Zentrum, das seinen Sitz seit 2009 an der Frankenstra\u00dfe 25a im Stadtteil Fledder (nahe dem fr\u00fcheren G\u00fcterbahnhof) hat, l\u00e4uft in zw\u00f6lf Monaten aus. Eine neue Bleibe ist nicht in Sicht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"354\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DGB-Solierklaerung-1024x354.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1828\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DGB-Solierklaerung-1024x354.png 1024w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DGB-Solierklaerung-300x104.png 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DGB-Solierklaerung-768x265.png 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DGB-Solierklaerung.png 1042w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>PRESSEMITTEILUNG DES DGB VOM 12.3.2023:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Deutscher Gewerkschaftsbund<br>Region Osnabr\u00fcck &#8211; Emsland \u2013 Grafschaft<strong> <\/strong>Bentheim<\/p>\n\n\n\n<p><em>Im Zuge der aktuellen Berichterstattung zu einer neuerlichen Entgleisung rechtspopulistischer Parteig\u00e4nger bedarf es eine Kl\u00e4rung, wo Grenzen zu ziehen sind:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Erkl\u00e4rung<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freir\u00e4ume f\u00fcr ein demokratisches Gemeinwesen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Stadt braucht viele Freir\u00e4ume, in denen Menschen selbstbestimmt zusammenkommen, sein k\u00f6nnen. Es gibt davon zu wenige und die stehen permanent unter Druck. Dabei muss uns nicht gefallen, was dort gemacht, wie dort gefeiert wird. Allerdings tut die Vielfalt gut. Zumindest der Zivilgesellschaft in G\u00e4nze.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass solch eine zutiefst demokratische Grundhaltung der AfD fremd ist, zeigt ein weiteres Mal, mit wem wir es zu tun haben. Ausgrenzung und Diffamierung sind deren Gesch\u00e4ftsmodel. Mit Dreck schmei\u00dfen aber macht diese Welt nicht besser. Wohl aber der Erhalt, das Schaffen von Freir\u00e4umen (oder Save-Places), wo Menschen sich selbstbestimmt ausprobieren, ausleben k\u00f6nnen. Dies zu unterst\u00fctzen ist die angemessene Entscheidung f\u00fcr die Vielfalt die demokratisch gesinnten Zivilgesellschaft in dieser Region!<\/p>\n\n\n\n<p>Das einzige selbstbestimmte Zentrum in Osnabr\u00fcck, in dem verschiedenste Gruppen ganz nach eigenen Regeln arbeiten und feiern k\u00f6nnen, ist Teil der Stadtgesellschaft. Schon der Ausspruch, die aus dem Stadtbild tilgen zu wollen, zeigt die Gesinnung. Unsere Geschichte kennt solche Haltung und Wortwahl zur Gen\u00fcge.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgerechnet die AfD erdreistet sich, zu bestimmen, was und wer strafrechtlich Relevantes tut, vorverurteilt auf hetzerische Weise. Gleichzeitig sind diese Leute schnell mal emp\u00f6rt, wenn Strukturen der Gewaltenteilung ihrem Auftrag nachkommen. Selbst bietet die AfD n\u00e4mlich reichlich Anlass dazu. Wof\u00fcr die \u201eSauberm\u00e4nner\u201c der AfD in ihrer zutiefst autorit\u00e4ren \u201eOrdnung\u201c stehen, m\u00fcndet wieder einmal nur in Hetze. Man nutzt das Recht, Meinung zu \u00e4u\u00dfern, um es zu missbrauchen. Mit dem Diffamieren und der Verletzung der W\u00fcrde Andersdenkender. Als st\u00fcnden sie \u00fcber dem Recht. Deswegen gibt es diejenigen, die dem entschieden entgegentreten, Achtung zu zollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die von Hass und Hetze getriebenen Leute der AfD wollen Armut bestrafen, soziale Verantwortung ausmerzen und mit Zwang und Druck Arbeitsleben bestimmen. So beschreibt sich die Programmatik dieser Leute f\u00fcr jene, die genauer hinsehen. Und f\u00fcr diejenigen, die gelegentlich auch ihre W\u00e4hler*innen sind. Dagegen aufzustehen, gebietet die Vernunft derer, die diesem Land eine bessere Zukunft g\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Gewerkschaften und ihrem Dachverband, dem DGB, haben Rassismus, Ausgrenzung, Hass und Hetze keinen Platz. Eine bessere, eine sozialere, eine humanere Gesellschaft werden wir nur solidarisch. Miteinander und auch streitbar gestalten wir unsere vielf\u00e4ltige, demokratische Zivilgesellschaft. Deswegen sind wir nat\u00fcrliche Gegner*innen auch dieser ungeheuerlichen Attacke der gef\u00e4hrlichen Populisten von rechts und deren Ideologie. Deswegen wollen wir Freir\u00e4ume sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicole Verlage<br>DGB Region OS-EL-GrB<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>NEUE OSNABR\u00dcCKER ZEITUNG VOM 11.9.2023:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"532\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-11.9.2023-1024x532.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1823\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-11.9.2023-1024x532.png 1024w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-11.9.2023-300x156.png 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-11.9.2023-768x399.png 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-11.9.2023.png 1312w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Osnabr\u00fccker Substanz: Ja, wir f\u00f6rdern den organisierten Widerstand gegen die AfD<\/p>\n\n\n\n<p>(Sebastian Stricker) Der AfD-Stadtverband wirft dem \u201eSubstanz\u201c in Osnabr\u00fcck vor, N\u00e4hrboden zu sein f\u00fcr ein teilweise \u201eterroristisches linkes Netzwerk\u201c \u2013 und fordert die \u201eendg\u00fcltige\u201c Beseitigung des soziokulturellen Zentrums. Der von der Stadt bezuschusste Szenetreff sieht darin den Versuch, seine \u201ekontinuierliche Aufkl\u00e4rungs- und Bildungsarbeit\u201c gegen rechts gezielt zu verhindern.<br>Eine \u201efaschistische Partei\u201c wie die AfD m\u00fcsse mit Widerspruch und Widerstand rechnen, hei\u00dft es in einer Stellungnahme des Substanz-Hausplenums. \u201eWir unterst\u00fctzen und begr\u00fc\u00dfen es daher, dass sich Gruppen in unserem Haus treffen, um beides zu organisieren.\u201c<br>Der AfD-Stadtverband habe die Einrichtung in einer \u00f6ffentlichen Mitteilung vom 23. August als \u201eDreh- und Angelpunkt des organisierten Gegenprotests\u201c in Osnabr\u00fcck ausgemacht. W\u00f6rtlich warnte der Vorstand sogar vor dem Heranwachsen einer \u201eneuen RAF-Generation\u201c.<br>Dazu veranlasst sah sich die Partei vor Ort offenbar wegen mehrerer, mutma\u00dflich gegen sie gerichtete Straftaten und Ordnungswidrigkeiten in den Jahren seit 2017 \u2013 unter anderem vier Butters\u00e4ure-Anschl\u00e4ge sowie diverse Sachbesch\u00e4digungen. Dass ein vom Substanz ausgehender Linksextremismus dahintersteckt, konnte die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion allerdings nicht best\u00e4tigen. Das Hausplenum stellt klar: \u201eWir leugnen nicht, dass es auch r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte oder autorit\u00e4re Gruppen gibt, die sich als links bezeichnen. Diese werden von uns ebenfalls kritisiert.\u201c<br>Man halte es aber \u201egrunds\u00e4tzlich f\u00fcr wichtig und legitim, einer faschistischen Partei die R\u00e4ume zu nehmen\u201c. Die AfD sei eine solche Partei, unter anderem wegen ihrer \u201eengen Verbindungen ins neonazistische Lager\u201c. Deshalb k\u00e4men im Substanz auch regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmer der Antifa-Mitmachaktion \u201eDen Rechten die R\u00e4ume nehmen\u201c zusammen.<br>Weiter hei\u00dft es, die AfD versuche, die seit 2009 an der Frankenstra\u00dfe im Stadtteil Fledder ans\u00e4ssige Einrichtung wegen des von ihr ausgehenden \u201eGegenwinds\u201c \u00f6ffentlich in Verruf zu bringen \u2013 ja sogar loszuwerden. \u201eAufkl\u00e4rungs- und Bildungsarbeit soll gezielt verhindert werden, damit rechten Parolen nicht widersprochen wird.\u201c F\u00fcr ein \u201ekontinuierliches Engagement\u201c gegen rechts brauche es aber soziokulturelle \u201eFreir\u00e4ume\u201c wie das Substanz.<br>Verbrieft ist in diesem Zusammenhang die Forderung des AfD-Stadtverbands, das autonome Zentrum geh\u00f6re mitsamt seinem Tr\u00e4gerverein \u201eaus dem Bild der Friedensstadt endg\u00fcltig getilgt\u201c. Auch mit der Bezuschussung des Substanz durch die Stadt Osnabr\u00fcck hat die Partei nach eigenen Angaben ein Problem. 2023 flie\u00dfen 12 800 Euro an das Haus, 2024 k\u00f6nnten noch einmal 11 200 Euro dazukommen. Der Mietvertrag f\u00fcr das Zentrum l\u00e4uft in einem Jahr aus. Eine neue Bleibe scheint nicht in Sicht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>NEUE OSNABR\u00dcCKER ZEITUNG VOM 9.9.2023:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"826\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-9.9.2023-1024x826.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1822\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-9.9.2023-1024x826.png 1024w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-9.9.2023-300x242.png 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-9.9.2023-768x620.png 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-9.9.2023.png 1362w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>(Markus P\u00f6hlking) Die Stadt Osnabr\u00fcck bezuschusst nach einem Ratsbeschluss das \u201eSubstanz\u201c. Die AfD betrachtet das Kulturzentrum an der Frankenstra\u00dfe als Keimzelle linksextremer Aktivit\u00e4ten und als Ausgangsort f\u00fcr politische Straftaten. Sie warnt in dem Zusammenhang vor einer neuen \u201eRAF-Generation\u201c.<br>So steht es wortw\u00f6rtlich in einem Schreiben, das der Vorstand des AfD-Verbandes Osnabr\u00fcck-Stadt in der vergangenen Woche ver\u00f6ffentlichte. Ein zentraler Vorwurf darin: Die Stadt Osnabr\u00fcck unterst\u00fctze den N\u00e4hrboden eines teilweise \u201eterroristischen linken Netzwerks\u201c in Osnabr\u00fcck. Florian Meyer, Vorsitzender des im vergangenen April neu gegr\u00fcndeten AfD-Ortsverbandes Osnabr\u00fcck, bekr\u00e4ftigt auf Anfrage unserer Redaktion die Vorw\u00fcrfe.<\/p>\n\n\n\n<p>AfD beklagt Butters\u00e4ure-Anschl\u00e4ge<\/p>\n\n\n\n<p>Die nehmen Bezug auf einen Ratsbeschluss vom April. Gegen die Stimmen von CDU und BOB hatte der Rat damals entschieden, das klamme Substanz mit 12 800 Euro zu f\u00f6rdern. Der mittlerweile ausgeschiedene Linken-Ratsherr Chris Determann enthielt sich bei der Abstimmung \u2013 wie auch der ebenfalls ausgeschiedene AfD-Mann Viktor Jersch.<br>Dessen Partei betrachtet das Substanz unterdessen als Ausgangsort von fragw\u00fcrdigem Protest, von Ordnungswidrigkeiten und von politisch motivierten Straftaten. Sie spricht von \u201elinksextremen Aktionen\u201c, die immer wieder auch die AfD selbst zum Ziel h\u00e4tten.<br>Dazu listet sie eine Reihe von Straftaten auf, die sie offenbar in einem Zusammenhang mit Aktivit\u00e4ten im Substanz sieht: An zwei Kleinwagen mit einer AfD-Folierung seien Ende September 2017 jeweils alle Reifen zerstochen worden. In der Zeit von September 2019 bis Mai 2020 soll es vier Butters\u00e4ure-Anschl\u00e4ge im unmittelbaren Umfeld der damaligen stellvertretenden Kreisvorsitzenden gegeben haben. Zudem berichtet die AfD von zwei k\u00f6rperlichen \u00dcbergriffen auf Mitglieder.<br>Die Polizei Osnabr\u00fcck best\u00e4tigt auf Nachfrage unserer Redaktion, im Fr\u00fchjahr 2020 wegen der Anschl\u00e4ge mit Butters\u00e4ure ermittelt zu haben. Sie seien als \u201epolitisch motivierte Kriminalit\u00e4t\u201c eingestuft und vom Staatsschutz bearbeitet worden. Verd\u00e4chtige habe man dabei nicht ermittelt. Zu etwaigen Ermittlungen hinsichtlich der zerstochenen Reifen seien Aussagen nicht ohne Weiteres m\u00f6glich, teilt die Polizei mit. Der Grund: Delikte wie Sachbesch\u00e4digung unterliegen nach einer Frist von f\u00fcnf Jahren strengeren Datenschutzrichtlinien.<br>Zum Substanz erk\u00e4rt die Polizei, das Kulturzentrum sei ihr \u201eals Anlaufpunkt der \u00f6rtlichen und teilweise der \u00fcber\u00f6rtlichen linken Szene bekannt\u201c. Dass die in der Region auch eine organisierte linksextreme Str\u00f6mung umfasse, die politisch motivierte Straftaten plane und ver\u00fcbe, best\u00e4tigt die Polizei indes nicht. Eine Szene in einem derartigen Kontext sei nicht bekannt, so ein Sprecher der Polizeiinspektion Osnabr\u00fcck.<br>Die AfD unterdessen f\u00fchrt als Indiz f\u00fcr die erhobenen Vorw\u00fcrfe Aktionen ins Feld, die fraglos einen Bezug zum Substanz haben. Da ist etwa der Aufruf zu einer Mitmachkampagne unter der Losung \u201eden Rechten die R\u00e4ume nehmen\u201c: Im Vorfeld eines geplanten AfD-Infoabends im August in einem Osnabr\u00fccker Restaurant hatte unter anderem eine Gruppe libert\u00e4rer Kommunisten ins Substanz geladen, um dort Protest zu planen, und sp\u00e4ter, um Transparente zu gestalten.<br>\u201eDu m\u00f6chtest dich in Osnabr\u00fcck antifaschistisch gegen die AfD engagieren? Komm zum Auftakttreffen!\u201c, hei\u00dft es in einem Aufruf.<br>Die AfD sagte ihren Info-Abend letztlich ab \u2013 aus \u201eSicherheitsgr\u00fcnden\u201c, wie sie schreibt. Der Gegenprotest habe sich unter anderem auch in Parolen wie \u201eOb flauschig oder militant \u2013 wichtig ist der Widerstand\u201c und \u201eNazis gibt\u2019s in jeder Stadt \u2013 bildet Banden, macht sie platt\u201c ge\u00e4u\u00dfert. Es werde \u201eunmissverst\u00e4ndlich dazu aufgerufen, die AfD (deren Mitglieder) plattzumachen\u201c, konstatiert die AfD. Militante Mittel w\u00fcrden zumindest gebilligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Tr\u00e4gerverein k\u00fcndigt Stellungnahme an<br>Aus Sicht der AfD ist daher fragw\u00fcrdig, dass die Stadt das Substanz \u2013 und damit mittelbar auch Aktivit\u00e4ten und Proteste gegen eine \u201edemokratisch gew\u00e4hlte Partei\u201c \u2013 f\u00f6rdert. Es sei zudem unverst\u00e4ndlich, dass der betreibende Verein offenbar Geld f\u00fcr Flugbl\u00e4tter und Plakate habe, zugleich die Stadt aber um Mietzusch\u00fcsse bitten m\u00fcsse.<br>Dabei ist nicht gesagt, dass der hinter dem Substanz stehende Verein tats\u00e4chlich entsprechende Propagandamittel in Auftrag gegeben hat. Der \u201eFreundeskreis f\u00fcr ein selbstverwaltetes Zentrum Bildung und Kultur\u201c (FrAZ) teilt auf Anfrage unserer Redaktion mit, sich in der kommenden Woche zu den Vorw\u00fcrfen \u00e4u\u00dfern zu wollen.<br>Ein Sprecher der Stadt unterdessen erkl\u00e4rt, das Substanz werde von verschiedenen Gruppierungen genutzt. In der Stadt kursierende Plakate oder Flyer mit Bezug zum Substanz seien nicht zwangsl\u00e4ufig mit den Verantwortlichen des Tr\u00e4gervereins in Zusammenhang zu bringen. Der wiederum sei ein anerkannter Tr\u00e4ger der Jugendhilfe. Dieser Status erfordert ein unstrittiges Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die Stadt habe das abgeklopft.<br>\u201eDie Verwaltung hat sich mit dem Thema F\u00f6rderung des Vereins eingehend befasst, bevor die entsprechende Vorlage den politischen Gremien zur Beratung und Abstimmung vorgelegt wurde\u201c, erkl\u00e4rt der Stadtsprecher. Die votierten bekannterma\u00dfen dann mehrheitlich f\u00fcr die F\u00f6rderung.<br>Ein Vorgang, den die AfD als problematisch auch im Hinblick auf das Image der \u201eFriedensstadt\u201c betrachtet: \u201eDas Substanz inklusive des Tr\u00e4gers geh\u00f6rt aus dem Bild der Friedensstadt endg\u00fcltig getilgt\u201c, fordert der Osnabr\u00fccker Ortsverband.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"247\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-1024x247.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-1311\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-1024x247.webp 1024w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-300x72.webp 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-768x185.webp 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost.webp 1120w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>HASEPOST VOM 8.9.2023:<\/strong><br><br>\u201cKeine Tulpenz\u00fcchterpartei\u201d: SubstAnZ wehrt sich gegen AfD-Kritik<\/p>\n\n\n\n<p>Ende August beklagte der AfD Ortsverband Osnabr\u00fcck-Stadt in Form einer Pressemitteilung (PM), dass die \u201cGegner aus dem linksextremen Spektrum\u201d von der Stadt Osnabr\u00fcck gef\u00f6rdert w\u00fcrden (HASEPOST berichtete). Als Dreh- und Angelpunkt machte die Partei dazu das SubstAnZ aus. In einem Statement wehrt sich das sozio-kulturelle Zentrum nun gegen die Vorw\u00fcrfe.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cDiese PM ist ein \u2013 unfreiwilliger \u2013 Arbeitsnachweis daf\u00fcr, dass unser Tr\u00e4gerverein seinen Zwecken gem\u00e4\u00df Satzung angemessen nachkommt. Dort hei\u00dft es, dass sich u.a. der \u2018F\u00f6rderung der Hilfe f\u00fcr politisch und rassistisch Verfolgte und Geflohenen sowie die F\u00f6rderung der Gleichberechtigung von Frauen, M\u00e4nnern und anderen Geschlechtern\u2019 verschrieben wurde. Eine Partei, die nachweislich u.a. rassistische, homophobe, sexistische und faschistische Phantasien und Praktiken hegt, muss mit Widerspruch und Widerstand rechnen\u201d, schreibt das SubstAnZ. Man unterst\u00fctze und begr\u00fc\u00dfe es daher, \u201cdass sich Gruppen in unserem Haus treffen, um beides zu organisieren\u201d.<br>AfD keine \u201cganz normale Partei\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Darin, dass die AfD im Rahmen der Berichterstattung als \u201cganz normale Partei\u201d dargestellt werde, sieht das Zentrum eine Gefahr. In besagter PM hatte die Rechtsau\u00dfen-Partei unter anderem kritisiert, dass sich im Umfeld des SubstAnZ ein \u201eterroristische[s] linke[s] Netzwerk in der Stadt Osnabr\u00fcck\u201c gebildet habe, \u201e[t]eilweise k\u00f6nnte man sagen, eine neue \u201aRAF-Generation\u2018 w\u00e4chst heran\u201d. Das SubstAnZ wehrt sich: \u201cHier geht es ganz offensichtlich um eine gezielte Abwertung und Provokation durch die AfD. Selbst die Polizei, deren Struktur und Arbeit wir regelm\u00e4\u00dfig kritisch kommentieren, bezeichnet diesen Vorwurf [\u2026] als haltlos.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Der Appell an die Medien: \u201cMenschenverachtende und falsche Behauptungen m\u00fcssen von Medien als solche kenntlich gemacht werden. Nur so kann rechtem Gedankengut medial Einhalt geboten werden.\u201d Die politischen Angriffe der AfD dienten schlie\u00dflich \u201cnicht der ehrlichen Diskussion, sondern der Verunsicherung sowie Delegitimierung und sollen nachhaltig linke und demokratische Strukturen in der Gesellschaft schw\u00e4chen.\u201d<br>\u201cKeine Tulpenz\u00fcchterpartei\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Im Folgenden positioniert sich das Zentrum weiter deutlich gegen die AfD: \u201cDie AfD ist keine Tulpenz\u00fcchterpartei, sondern eine faschistische Partei. Nachweislich hat der faschistische \u2013 offiziell aufgel\u00f6ste \u2013 \u2018Fl\u00fcgel\u2019 dort das Sagen. Nachweislich gibt es \u00dcberschneidungen und enge Verbindungen ins neonazistische Lager. Nachweislich rufen Mitglieder der AfD zu Gewalt auf.\u201d Dass die Partei dennoch laut aktueller Sonntagsumfrage bundesweit auf 22 Prozent der Stimmen komme, zeige noch einmal deutlich, \u201cdass Widerstand gegen die Rechte keine trendige Freizeitveranstaltung ist, sondern eines kontinuierlichen Engagements bedarf\u201d. Auch deshalb brauche es sozio-kulturelle Freir\u00e4ume wie das SubstAnZ.<\/p>\n\n\n\n<p>Kritik richtet das SubstAnZ derweil nicht nur an die Partei, sondern auch an \u201cOrte, die der AfD und deren Unterst\u00fctzerumfeld R\u00e4ume bieten\u201d. \u201cAusdr\u00fccklich haben wir Kritik an den gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnissen (Klimakrise, Patriarchat, Kapitalismus, Soziale Ungleichheit, Rassismus etc.) und k\u00f6nnen nachvollziehen, dass die gegenw\u00e4rtigen Krisen massiv verunsichern\u201d, so das Zentrum. Es sei \u201cjedoch unertr\u00e4glich, dass eine faschistische Partei von diesen Sorgen und \u00c4ngsten profitiert und sich regelm\u00e4\u00dfig in der Osnabr\u00fccker Innenstadt pr\u00e4sentiert\u201d. \u201cUmso mehr braucht es jetzt Freir\u00e4ume, in denen Menschen zusammen kommen und gemeinschaftlich eine Vision einer gerechteren Gesellschaft entwickeln, die ohne die oben genannten Zumutungen auskommt und das gute Leben f\u00fcr alle zum Ziel hat\u201d, hei\u00dft es vom SubstAnZ abschlie\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"247\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-1024x247.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-1311\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-1024x247.webp 1024w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-300x72.webp 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-768x185.webp 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost.webp 1120w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>HASEPOST VOM 23.8.2023:<\/strong><br><br>Osnabr\u00fccker AfD beklagt angebliche F\u00f6rderung \u201clinksextremer Aktionen\u201d durch Verwaltung und Stadtrat<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die AfD ist es schwierig Veranstaltungen durchzuf\u00fchren oder auch nur geeignete R\u00e4ume zu bekommen \u2013 auch in Osnabr\u00fcck. Der AfD Ortsverband Osnabru\u00a8ck-Stadt beklagt in einer Pressemitteilung, dass die Gegner aus dem linksextremen Spektrum von der Stadt Osnabr\u00fcck gef\u00f6rdert w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cTeilweise ko\u00a8nnte man sagen, eine neue \u201eRAF-Generation\u201c wa\u00a8chst heran\u201d, hei\u00dft es von Seiten des Osnabr\u00fccker AfD-Ortsverbandes. Aus Sicht der AfD unterst\u00fctzt die Stadt Osnabr\u00fcck \u201cdiesen Na\u00a8hrboden des (teilweisen) terroristischen linken Netzwerkes in der Stadt Osnabru\u00a8ck\u201d. Dies sei \u201czum Schaden der Demokratie\u201d, beklagt die AfD.<br>AfD beklagt zahlreiche Attacken durch politische Gegner<\/p>\n\n\n\n<p>In der Vergangenheit hat der AfD Kreisverband Osnabru\u00a8ck mehrfach Veranstaltungen durchgefu\u00a8hrt. Dass es ein \u201cdemokratisches Recht\u201d der Gegner sei, dagegen zu demonstrieren, wird von der AfD nicht in Abrede gestellt. Allerdings habe es es auch \u201caktive Zwischenfa\u00a8lle\u201d, wie mehrere Buttersa\u00a8ure-Anschla\u00a8ge gegen ein Vorstandsmitglied gegeben . Insgesamt acht PKW-Reifen wurden zerstochen und in zwei Fa\u00a8llen wurden Mitglieder ko\u00a8rperlich angegangen, so die AfD.<br>Mehr Attacken auf die AfD nach Neugr\u00fcndung eines Ortsverbands<\/p>\n\n\n\n<p>Da es in den letzten drei Jahren um die AfD im Stadtgebiet ruhig wurde, gab es f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum keine nennenswerten Geschehnisse. Seit der Gru\u00a8ndung des Ortsverbandes Osnabru\u00a8ck-Stadt im April 2023 habe sich die \u201elinke Szene\u201c allerdings \u201eerneut gesammelt, um ihren Protest neu zu ordnen\u201c.<br>Nach Einsch\u00e4tzung der Osnabr\u00fccker AfD treffen sich die Gegner der Partei, zu denen die Antifa und die Liberta\u00a8re Kommunist_innengez\u00e4hlt werden, im selbstverwalteten Zentrum \u201eSubstAnZ\u201c in der Frankenstrasse nahe dem G\u00fcterbahnhof.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom SubstAnZ aus w\u00fcrden auch Aktionen, wie gegen einen Infostand am Haarmansbrunnen Anfang August oder gegen einen Infoabend in einem griechischen Restaurant geplant, so die AfD.<br>Aus Sicherheitsgru\u00a8nden wurde der Infoabend abgesagt, nachdem bekannt wurde, dass es Proteste geben w\u00fcrde. Da die AfD-Gegner nicht mitbekommen h\u00e4tten, dass der Infoabend abgesagt wurde, gab es dennoch eine Gegenveranstaltung, bei der Flyer verteilt wurden, in denen als presserechtlich verantwortlich eine Frau mit Anschrift in Berlin genannt wurde.<br>Geld vom Stadtrat um \u00fcber das SubstAnZ die AfD zu bek\u00e4mpfen?<\/p>\n\n\n\n<p>Finanziert, nach Ansicht der Osnabr\u00fccker AfD, w\u00fcrden diese \u201cMachenschaften\u201d auch durch den Rat der Stadt Osnabru\u00a8ck. Die Klientel des \u201eSubstAnZ\u201c w\u00fcrde die sta\u00a8dtische Jugend- und Gemeinschaftszentren deswegen nicht besuchen, so die Mutma\u00dfung der AfD, weil es in o\u00a8ffentlichen Einrichtungen schwieriger sei \u201ckriminelle Aktionen\u201d zu planen.<br>Die AfD kritisiert namentlich den st\u00e4dtischen Kulturvorstand Wolfgang Beckermann f\u00fcr Aussagen, in denen er dem SubstAnZ attestiert, ein Ort zu sein, an dem eine \u201cDemokratiebildung\u201d stattfindet.<br>Ferner werden Mitglieder der Gr\u00fcnen und der SPD kritisiert, die sich besonders daf\u00fcr eingesetzt h\u00e4tten st\u00e4dtische Gelder zum Erhalt des SubstAnZ zu verwenden.<br>AfD-Ratsmitglied enthielt sich bei Abstimmung \u00fcber F\u00f6rdergeld<\/p>\n\n\n\n<p>Dass der eigene Vertreter der AfD sich bei einer Ratssitzung, bei der es um eine F\u00f6rderung in H\u00f6he insgesamt 12.800\u20ac ging, tats\u00e4chlich enthalten habe (Gegenstimmen gab es von der CDU und BOB) begr\u00fcndet die AfD damit, dass er sich \u201cnicht gegen die Fo\u00a8rderung der Jugendarbeit stellen\u201d wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuk\u00fcnftige F\u00f6rderantr\u00e4ge (fu\u00a8r 2024 m\u00f6chte \u201eSubstAnZ\u201c weitere 11.200 Euro von der Stadt), will die AfD mit ihrem einzelnen Vertreter \u201cklar mit NEIN entscheiden\u201d. Dar\u00fcberhinaus wolle man eine Aufschlu\u00a8sslung verlangen, in der detailliert aufgeza\u00a8hlt wird, wofu\u00a8r das Geld im einzelnen gebraucht wird.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>NEUE OSNABR\u00dcCKER ZEITUNG VOM 17.3.2023:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"876\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-online-17.3.2023-876x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1821\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-online-17.3.2023-876x1024.png 876w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-online-17.3.2023-257x300.png 257w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-online-17.3.2023-768x898.png 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/NOZ-online-17.3.2023.png 976w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Stadt Osnabr\u00fcck will das selbstverwaltete Zentrum \u201eSubstAnZ\u201c finanziell unterst\u00fctzen<\/p>\n\n\n\n<p>Das soziokulturelle Zentrum \u201eSubstAnZ\u201c hat die Stadt erstmals um finanzielle Hilfe gebeten. September 2024 l\u00e4uft der Mietvertrag in der Osnabr\u00fccker Frankenstra\u00dfe aus. Noch ist kein alternativer Standort gefunden \u2013 und der Tr\u00e4gerverein k\u00e4mpft immer noch mit den Corona-Folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als R\u00fcckzugsort f\u00fcr alternative Konzerte, Osnabr\u00fccker Jugendkultur und linke politische Organisationen k\u00e4mpft das \u201eSubstAnZ\u201c ums \u00dcberleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Tr\u00e4gerverein in seinem Antrag an die Stadt schildert, hat die Coronazeit mit nur sehr wenigen Veranstaltungen dazu gef\u00fchrt, dass die finanziellen R\u00fccklagen aufgebraucht seien. \u201eZudem wurden wir bei vielen staatlichen Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen nicht ber\u00fccksichtigt, weil gemeinn\u00fctzige Vereine ohne feste Mitarbeiter*innen h\u00e4ufig durchs Raster fielen\u201c, schreibt der \u201eFreundeskreis f\u00fcr ein selbstverwaltetes Zentrum f\u00fcr Bildung und Kultur e.V.\u201c (FrAZ).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSie k\u00f6nnen sich sicher sein, dass es uns nicht leicht f\u00e4llt, um Unterst\u00fctzung zu bitten\u201c, schreibt der Verein.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst Corona, dann Inflation und K\u00fcndigung des Mietverh\u00e4ltnisses<\/p>\n\n\n\n<p>Inflation und gestiegene Energiekosten machen dem Verein zu schaffen. Zudem ist wegen des auslaufenden Mietverh\u00e4ltnisses ein Start-up als Untermieter weggezogen, das nach Auskunft des st\u00e4dtischen Fachdienstleiters Jugend, Nils Bollhorn, einen Gro\u00dfteil der Mietkosten getragen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktuell bel\u00e4uft sich das Defizit laut Tr\u00e4gerverein auf monatlich rund 2000 Euro. Und dann ist ja auch noch offen, wo das \u201eSubstAnZ\u201c ab September 2024 \u00fcberhaupt unterkommen soll. Die Eigent\u00fcmer planen, aus dem Areal an der Dammstra\u00dfe einen \u201eKulturhof\u201c zu formen \u2013 mit mehr Gastronomie, Konzerten und Events, aber ohne das \u201eSubstAnZ\u201c.<br>Lieber im \u201eSubstAnZ\u201c als in den Osnabr\u00fccker Jugendzentren<\/p>\n\n\n\n<p>2007 hatte sich der Tr\u00e4gerverein gegr\u00fcndet, 2009 zog er in die Frankenstra\u00dfe 25a. Im \u201eSubstAnZ\u201c veranstalten junge Leute Konzerte, Kunstausstellungen, Tanzevents, Workshops, Gruppentreffen und Vortr\u00e4ge, z\u00e4hlt der Tr\u00e4gerverein auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Urspr\u00fcnge hat das selbstverwaltete Zentrum in der Osnabr\u00fccker Hausbesetzerszene. Heute nutzen unter anderem Initiativen wie Fridays for Future, No Lager oder der Verein Exil das \u201eSubstAnZ\u201c &#8211; und zwar lieber das als etwa die st\u00e4dtischen Jugend- und Gemeinschaftszentren, schreibt die Stadtverwaltung in einer Beschlussvorlage f\u00fcr den Rat.<br>Osnabr\u00fccker Stadtverwaltung will das \u201eSubstAnZ\u201c nicht verlieren<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSollte das SubstAnZ am bisherigen Standort vorzeitig den Betrieb einstellen m\u00fcssen, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Stadt Osnabr\u00fcck dauerhaft ein autonomes Zentrum verliert\u201c, pl\u00e4diert der Osnabr\u00fccker Fachbereich f\u00fcr Kinder und Jugendliche f\u00fcr eine finanzielle Unterst\u00fctzung. \u201eInsbesondere im Kontext der Partizipation hat das \u201aSubstAnZ\u2018 als selbstverwaltetes Zentrum ein Alleinstellungsmerkmal in der Angebotsvielfalt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Konkret geht es zun\u00e4chst um 12.800 Euro f\u00fcr 2023. Das Geld ist da, da die Stadt \u00fcberraschend noch Restmittel von der EU f\u00fcr ihre Jugendwerkstatt bekommen hat. 2024 sollen nochmal 11.200 Euro flie\u00dfen. Dar\u00fcber hat der Rat dann im Zuge der Haushaltsberatungen f\u00fcr 2024 zu entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Osnabr\u00fccker CDU-Fraktion gegen Unterst\u00fctzung der \u201eSubstAnz\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die CDU-Fraktion im Osnabr\u00fccker Rat ist gegen eine solche Finanzhilfe. \u201ePolitische Bildung und Partizipation sind eindeutig linksgerichtet\u201c, sagte CDU-Ratsfrau Eva-Maria Westermann jetzt im Jugendhilfeausschuss. \u201eWir sind nicht daf\u00fcr, dass das st\u00e4dtisch gef\u00f6rdert werden sollte.\u201c Und sie sehe es \u201esehr, sehr kritisch, dass man jetzt die Hand aufh\u00e4lt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Wolfgang Beckermann, Osnabr\u00fccks Vorstand f\u00fcr Bildung, Kultur und Familie, hielt dagegen. \u201eDie jungen Leute haben immer versucht, das ohne Hilfe von au\u00dfen zu gestalten\u201c, sagte er. \u201eDort sind viele unterschiedliche Gruppierungen t\u00e4tig, die dazu beitragen, dass eine Demokratiebildung stattfindet, die ich vom Grundsatz her als unterst\u00fctzenswert ansehe im Sinne eine Vielfalt der Stadt \u2013 ob man nun mit der politischen Ausrichtung einverstanden ist oder nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Eine vor\u00fcbergehende Unterst\u00fctzung gebe dem Tr\u00e4gerverein zudem den Freiraum, nach alternativen R\u00e4umlichkeiten zu suchen.<br>SPD und Gr\u00fcne wollen \u201eSubstAnZ\u201c unterst\u00fctzen<\/p>\n\n\n\n<p>Vertreter von SPD und Gr\u00fcnen sicherten im Jugendhilfeausschuss bereits ihre Unterst\u00fctzung zu. \u201eF\u00fcr die Vielfalt Osnabr\u00fccks ist es wirklich sehr sehr wichtig\u201c, betonte Elena Moormann (SPD).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMir gef\u00e4llt auch nicht immer alles\u201c, sagte Martin B\u00fcker (Gr\u00fcne). Er habe sich etwa ge\u00e4rgert \u00fcber die Rassismusvorw\u00fcrfe der Fl\u00fcchtlingsinitiative No Lager gegen die Osnabr\u00fccker Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde. \u201eDas ist manchmal dr\u00fcber, aber eine Form von politischem Engagement, das in den g\u00e4ngigen politischen Strukturen keinen Platz hat\u201c, so B\u00fcker. \u201eOsnabr\u00fcck als Gro\u00dfstadt sollte auch diesen jungen Menschen einen Platz in der Gesellschaft geben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Da Gr\u00fcne und SPD zusammen mit dem Vertreter von Volt die Mehrheit im Rat stellen, d\u00fcrfte auch die Ratsentscheidung Ende April zugunsten des \u201eSubstAnZ\u201c ausfallen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"617\" height=\"108\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1317\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer.png 617w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-noz-quer-300x53.png 300w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><em><strong>Neue Osnabr\u00fccker Zeitung vom 10.8.2022<br>https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/streit-um-miete-steht-osnabruecker-substanz-bald-heimatlos-da-42695387<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Streit um Mietverl\u00e4ngerung: Steht Osnabr\u00fccker \u201eSubstAnZ\u201c bald heimatlos da?<br><br>Im Osnabr\u00fccker Szene-Areal zwischen Franken- und Dammstra\u00dfe soll Neues entstehen. Deshalb muss das selbstverwaltete Zentrum \u201eSubstAnZ\u201c im Jahr 2024 weichen. Die Ank\u00fcndigung droht das Verh\u00e4ltnis zwischen Verein und Vermietern zu zerr\u00fctten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eF\u00fcr uns war das ein Schlag ins Gesicht\u201c, sagt Daniel Katz, Mitglied des Vereins, der hinter dem \u201eSubstAnZ\u201c steht. Vor rund einem halben Jahr habe der Verein von seinen Vermietern erfahren, dass sie als Eigent\u00fcmer des Gel\u00e4ndes den im September 2024 auslaufenden Mietvertrag nicht verl\u00e4ngern wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte Juli habe man dann in einem Bericht unserer Redaktion von den neuen Pl\u00e4nen des Vermieter-Trios gelesen und sich gewundert, schildert Katz. Die Sichtweise des Vereins: Von den Eigent\u00fcmern werde vom Revival eines Kulturhof-Konzepts getr\u00e4umt. Nicht kommerzielle Kultur wie das \u201eSubstAnZ\u201c passe aber offenbar nicht ins Bild und solle weichen. \u201eDieser Traum (kann) nur in Erf\u00fcllung gehen, wenn bestehende Kultur verdr\u00e4ngt wird\u201c, hei\u00dft es in einer Stellungnahme des Vereins auf der Homepage des \u201eSubstAnZ\u201c. Der Text wurde auch auf Facebook ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist der R\u00fcckzugsort f\u00fcr alternative Kultur gef\u00e4hrdet?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verein bef\u00fcrchtet, als R\u00fcckzugsort f\u00fcr alternative Konzerte, Osnabr\u00fccker Jugendkultur und linke politische Organisationen gef\u00e4hrdet zu sein, wenn er den zugleich innenstadtnahen und dennoch gesch\u00fctzten Standort an der Frankenstra\u00dfe aufgeben m\u00fcsse. Anderswo gebe es kaum vergleichbare Immobilien zur Miete. Das \u201eSubstAnZ\u201c ging in Osnabr\u00fcck aus der Hausbesetzerszene hervor und gilt heute als wichtiger Bestandteil der alternativen Kulturlandschaft in der Stadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sollte es an der Frankenstra\u00dfe unumst\u00f6\u00dflich nicht weitergehen, sieht die Idealvorstellung des Vereins kein Mietverh\u00e4ltnis mehr vor. Stattdessen w\u00fcrde man f\u00fcr das \u201eSubstAnZ\u201c ein Geb\u00e4ude erwerben, um es \u201edauerhaft der privaten Spekulation und somit der kapitalistischen Verwertungslogik zu entziehen und als selbstverwalteten Freiraum ohne finanzielle Gewinnabsichten f\u00fcr politisch und kulturell aktive Menschen erreichbar zu machen\u201c. So hei\u00dft es in einer Pressemitteilung des Vereins.<\/p>\n\n\n\n<p>Kulturhof statt lose Hofnachbarschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeichen unweit des G\u00fcterbahnhofs stehen derweil auf Wandel. Das Gel\u00e4nde zwischen Franken- und Dammstra\u00dfe geh\u00f6rt seit 2015 der Eigent\u00fcmergemeinschaft Martin&nbsp;W\u00fcst, Michael&nbsp;Hefti&nbsp;und Andr\u00e9&nbsp;L\u00f6hr. Seit Zuzug der Kleinen Freiheit beherbergt das Areal unter anderem drei Clubs, die Boulderhalle Zenit, das Burger-Restaurant \u201eZauber von OS\u201c, das mehrst\u00f6ckige Geb\u00e4ude des \u201eSubstAnZ\u201c und ein Briefverteilungszentrum der Post.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil die Post aber in den Hasepark umzieht, steht deren zweist\u00f6ckiges Geb\u00e4ude mit mehr als 1000 Quadratmetern Nutzfl\u00e4che demn\u00e4chst leer. Den Eigent\u00fcmern bietet sich die Chance, eine Idee aus der Schublade zu holen, die es vor zehn Jahren f\u00fcr das Gel\u00e4nde schon einmal gab, n\u00e4mlich aus der losen Hofnachbarschaft besagten gemeinschaftlichen \u201eKulturhof\u201c zu formen. Mit mehr Gastronomie, Konzerten und Events, die G\u00e4ste an den s\u00fcdlichen Innenstadtrand locken. Das bisherige Briefverteilzentrum k\u00f6nnte zu einer Multifunktionshalle f\u00fcr Konzerte, Hochzeiten, Kabarettauff\u00fchrungen und andere Veranstaltungen werden, so stellte Miteigent\u00fcmer Martin W\u00fcst die Idee im Juli vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Pers\u00f6nlicher Angriff auf Vermieter<\/p>\n\n\n\n<p>Es gebe noch viele Fragezeichen, sagt W\u00fcst nun im August. F\u00fcr das Geb\u00e4ude des \u201eSubstAnZ\u201c bestehe noch \u00fcberhaupt kein konkreter Plan. Nicht auszuschlie\u00dfen sei aber, dass es abgerissen werden muss, um Raum f\u00fcr Stellpl\u00e4tze zu schaffen. Gerade deshalb habe er es mit seinen Mitstreitern zusammen fair gefunden, Mitgliedern des \u201eSubstAnz\u201c fr\u00fchzeitig zu signalisieren, dass sie sich nach Alternativen umschauen sollten. &nbsp;<br>An seiner Person entz\u00fcndet sich besonders massive Kritik des \u201eSubstAnZ\u201c. In der auf Webseite und Facebook ver\u00f6ffentlichten Stellungnahme wird W\u00fcst, der schon viele L\u00e4den im Raum Osnabr\u00fcck aus der Taufe gehoben hat, auch pers\u00f6nlich angegangen. \u201eDas hat mich entt\u00e4uscht und verletzt\u201c, sagt W\u00fcst.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem stimmten Vorw\u00fcrfe des \u201eSubstAnZ\u201c auch in der Sache nicht, betont Andr\u00e9 L\u00f6hr als Miteigent\u00fcmer der Fl\u00e4che. Der Verein spricht von fast 4000 Euro Miete, die er f\u00fcr die rund 700 Quadratmeter im dem Geb\u00e4ude an der Frankenstra\u00dfe zahle. Mit Verweis auf Datenschutz will L\u00f6hr zwar keine konkrete Summe nennen, stellt aber klar, dass der tats\u00e4chliche Mietpreis deutlich unter dem genannten liege. Als Eigent\u00fcmer h\u00e4tten sie zudem mehrfach hohe Summen in das \u201eSubstAnZ\u201c-Geb\u00e4ude gesteckt: etwa f\u00fcr eine neue Heizung, neue Fenster und die Neugestaltung der Fassade. Der Vorwurf, dass sie ein \u201eheruntergekommenes Geb\u00e4ude mit oft Wasser im Keller und maroder Bausubstanz\u201c vermieten w\u00fcrden, wie es das \u201eStubstAnZ\u201c behauptet, entspreche nicht der Wahrheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Von dem scharfen Tonfall des Vereins sei man \u00fcberrascht gewesen, sagen W\u00fcst und L\u00f6hr. Es sei nicht auszuschlie\u00dfen, dass das Verh\u00e4ltnis zu dessen Vorstand darunter leiden werde. In ihrem Sinne sei das nicht. Lieber w\u00fcrden sie wieder Gespr\u00e4che f\u00fchren \u2013 miteinander statt \u00fcbereinander.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"859\" height=\"121\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1314\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer.png 859w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer-300x42.png 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-os-rundschau-quer-768x108.png 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Osnabr\u00fccker Rundschau vom 16.8.2022<br>https:\/\/os-rundschau.de\/os-umzu\/13-jahre-selbstverwaltung-substanz-in-der-frankenstrasse-bald-ges<em>chichte\/<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2009 mietet der FrAZ e.V. (Freundeskreis f\u00fcr ein selbstverwaltetes Zentrum, Bildung und Kultur) das Haus in der Frankenstra\u00dfe 25a in Osnabr\u00fcck \u2013 das SubstAnZ.<\/p>\n\n\n\n<p>Das SubstAnZ steht als unkommerzielles, selbstverwaltetes Zentrum f\u00fcr gute Musik,<br>emanzipatorische Politik und bietet Freiraum f\u00fcr Bildung und kulturelle Aktivit\u00e4ten. Jetzt steht die endg\u00fcltige Beendigung des Mietverh\u00e4ltnises an und das SubstAnz sucht dringend ein neues Geb\u00e4ude.<\/p>\n\n\n\n<p>Mietenwahnsinn und Pandemie \u2013 wo bleibt die Perspektive?<\/p>\n\n\n\n<p>Der bestehende Mietvertrag des Hauses l\u00e4uft im Jahr 2024 aus. \u201eDie Vermieter haben uns<br>signalisiert, dass sie den Mietvertrag nicht verl\u00e4ngern werden\u201c, sagt Henrik Breuer (Sprecher des Vorstandes). Bereits zum 31.5.2015 nutzten die damals neuen Eigent\u00fcmer (WLH GmbH) eine Sonderk\u00fcndigungsklausel und k\u00fcndigten den bestehenden Vertrag. Z\u00e4hneknirschend wurde einem neuen und deutlich teureren Mietvertrag zugestimmt.<br>Selbst bei einer jetzigen Neuauflage des Mietvertrages w\u00e4re eine Mieterh\u00f6hung nicht verkraftbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar wurde vor der Pandemie immer zuverl\u00e4ssig die Miete gezahlt, aber schon ohne \u201eCorona\u201c war es zunehmend schwierig, die viel zu hohen Kosten f\u00fcr Miete und Nebenkosten zu decken und die Willk\u00fcr der Mieterh\u00f6hungen hinzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein neues Haus \u2013 Nie wieder Miete!<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Jahren schon spielt das SubstAnZ mit der Idee, zuk\u00fcnftig nicht mehr Mieter zu sein. \u201eWir haben keine Lust mehr auf Mieterh\u00f6hungen und die Abh\u00e4ngigkeit von Vermieter:innen.\u201c stellt Jessica Kellner (ebenfalls Sprecherin des Vorstandes) klar.<br>Daher besteht die Absicht, ein eigenes Geb\u00e4ude in Osnabr\u00fcck zu erwerben, dieses dauerhaft der privaten Spekulation und somit der kapitalistischen Verwertungslogik zu entziehen und als selbstverwalteten Freiraum ohne finanzielle Gewinnabsichten f\u00fcr politisch und kulturell aktive Menschen erreichbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Osnabr\u00fcck braucht Substanz<\/p>\n\n\n\n<p>Das SubstAnZ ist ein mehrfach preisgekr\u00f6ntes Kulturprojekt. Mit vielf\u00e4ltigen kulturellen Events bietet das Kulturzentrum stets auch unbekannteren und unkommerziellen K\u00fcnstler:innen und Bands eine B\u00fchne. \u201eF\u00fcr kleines Geld gibt\u2019s hier viel.\u201c sagt Emmi, die regelm\u00e4\u00dfig Vereinsveranstaltungen organisert. So ist das SubstAnZ auch seit einigen Jahren Kukuk-Partner:in, weil es ein Anliegen ist, dass Kultur und Bildung nicht abh\u00e4ngig vom Portemonnaie sein darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Juli 2022 k\u00fcndigte Martin W\u00fcst (WLH GmbH) seine Pl\u00e4ne f\u00fcr das Areal, auf dem derzeit das SubstAnZ angesiedelt ist, in einem NOZ-Artikel an. Dabei verk\u00fcndete W\u00fcst, dass er ein<br>ausgiebiges Kulturhofkonzept auf dem Gel\u00e4nde verwirklichen wolle; der \u201eauslaufende<br>Mietvertrag\u201c mit dem SubstAnZ erm\u00f6glicht offenbar, diese Ideen noch besser umzusetzen.<br>Wieso das SubstAnZ ausziehen muss, um diese Art \u201eKultur\u201c zu erm\u00f6glichen, dar\u00fcber kann nur spekuliert werden; naheliegend, dass Kultur oft nur unter kommerziellen Gesichtspunkten einen Raum finden darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Akteuer*innen, die sonst keinen \u201ePlatz\u201c in der Stadt haben, konnten und k\u00f6nnen im<br>SubstAnZ ihren Raum finden, wie z.B. FridaysForFuture, das B\u00fcndnis f\u00fcr bezahlbaren<br>Wohnraum, das Frauenstreik-B\u00fcndnis oder auch SCHLAU Osnabr\u00fcck(ehrenamtliche<br>Aufkl\u00e4rungsarbeit \u00fcber Vielfalt von Lebensweisen, insbesondere von Lesben, Schwulen,<br>Bisexuellen und Trans*personen). Als freier Tr\u00e4ger der Jugendhilfe bietet das SubstAnZ Raum zur Entfaltung und Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung junger Menschen. Seit einigen Jahren k\u00f6nnen sich daher unter anderem Jugendliche an der hauseigenen Open-Wall im Graffiti ausprobieren, ohne straff\u00e4llig werden zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben fanden und finden im SubstAnZ Vortr\u00e4ge und Lesungen zum Zweck der politischen Bildung statt. Der Verein beteiligt sich aktiv an der Erinnerungskultur und daran, die blinden Flecken gesellschaftlicher Perspektiven aufzudecken.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDen sich zuspitzenden gesellschaftlichen Krisenentwicklungen stehen wir kritisch gegen\u00fcber.\u201c sagt S\u00f6nke Albers, der sich politisch im Substanz engagiert. Das SubstAnZ versucht auch hier einen anderen Blickwinkel einzunehmen und Gefl\u00fcchtete solidarisch zu unterst\u00fctzen oder wohnungslosen Menschen, in Kooperation mit dem Solidarischen Aufbau, zumindest zeitweilig ein Dach \u00fcber dem Kopf zu bieten. Innerhalb der Initiative f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum war das SubstAnZ Treffpunkt und Ort der Vernetzung einzelner Akteur:innen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kultur braucht Raum<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Jahren steht das SubstAnZ f\u00fcr unabh\u00e4ngige unkommerzielle Bildung und Kultur in<br>Osnabr\u00fcck. Das soll auch so bleiben! Alternative Zentren und alternative Jugendhilfe brauchen unabh\u00e4ngige R\u00e4ume, in denen Menschen sich entfalten k\u00f6nnen. Um dies auch in Zukunft zu gew\u00e4hrleisten, stellt der Verein vier Forderungen an die Gesellschaft:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Mehr Aufmerksamkeit und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr nicht-kommerzielle und soziale<br>Einrichtungen<br>\u2022 Aufforderung an alle Osnabr\u00fccker:innen sich mit dem SubstAnZ und \u00e4hnlichen Projekten<br>zu solidarisieren und diese zu unterst\u00fctzen<br>\u2022 Umdenken bei der Stadt Osnabr\u00fcck, die sich nach Corona und vor Inflation \u00fcberlegen<br>sollte, ob sie sich eine zweite W\u00fcste, n\u00e4mlich eine kulturelle, leisten m\u00f6chte<br>\u2022 Ein Ende der Spekulationen! Die Stadt muss in Zukunft von ihrem Vorkaufsrecht<br>gebrauch machen um Geb\u00e4ude interessierten Institutionen zur Verf\u00fcgung zu stellen<\/p>\n\n\n\n<p>Nur eine vielf\u00e4ltig aufgestellte Gemeinschaft kann sich sicher sein, dass sie L\u00f6sungen f\u00fcr aktuelle und zuk\u00fcnftiger Probleme entwicklen wird und eine aktive, lebendige Kultur f\u00fcr alle Menschen bereitstellt!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"247\" src=\"http:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-1024x247.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-1311\" srcset=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-1024x247.webp 1024w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-300x72.webp 300w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost-768x185.webp 768w, https:\/\/www.substanz-os.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/logo-hasepost.webp 1120w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em><strong>Hasepost vom 10.8.2022<br>https:\/\/www.hasepost.de\/nach-13-jahren-bald-kein-substanz-mehr-in-der-frankenstrasse-322065\/<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2009 ist das selbstverwaltete Zentrum \u201eSubstAnZ\u201c an der Frankenstra\u00dfe 25a in Osnabr\u00fcck zu finden \u2013 unweit des Partyviertels rund um die Dammstra\u00dfe. Doch jetzt soll der Mietvertrag auslaufen, die neue Miete nicht mehr zahlbar sein. Was passiert dann mit dem Kulturzentrum?<\/p>\n\n\n\n<p>Der bestehende Mietvertrag l\u00e4uft 2024 aus. \u201eDie Vermieter haben uns signalisiert, dass sie den Mietvertrag nicht verl\u00e4ngern werden\u201c, sagt <em>Henrik Breuer<\/em> vom&nbsp;\u201eSubstAnZ\u201c. Bereits zum 31. Mai 2015 h\u00e4tten die damals neuen Eigent\u00fcmer, die WLH GmbH, eine Sonderk\u00fcndigungsklausel genutzt, um den bestehenden Vertrag aufzuk\u00fcndigen. Z\u00e4hneknirschend habe man einem neuen und deutlich teureren Mietvertrag zugestimmt.&nbsp;\u201eSelbst bei einer jetzigen Neuauflage des Mietvertrages w\u00e4re eine Mieterh\u00f6hung nicht verkraftbar\u201c, hei\u00dft es in der Mitteilung. Zwar habe man vor der Pandemie immer zuverl\u00e4ssig die Miete gezahlt, aber schon das sei zunehmend schwieriger geworden.<br><br>Seit Jahren schon spiele das selbstverwaltete Zentrum mit der Idee, eigene R\u00e4ume zu beziehen. \u201eWir haben keine Lust mehr auf Mieterh\u00f6hungen und die Abh\u00e4ngigkeit von Vermieter:innen\u201c, stellt <em>Jessica Kellner<\/em> vom \u201eSubstAnZ\u201c klar. Daher bestehe die Absicht, ein eigenes Geb\u00e4ude in Osnabr\u00fcck zu erwerben. Damit wolle man \u201edieses dauerhaft der privaten Spekulation und somit der kapitalistischen Verwertungslogik entziehen und als selbstverwalteten Freiraum ohne finanzielle Gewinnabsichten f\u00fcr politisch und kulturell aktive Menschen erreichbar machen\u201c, so der Wortlaut in der Mitteilung.<\/p>\n\n\n\n<p>Stadt soll von Vorverkaufsrecht Gebrauch machen<\/p>\n\n\n\n<p>Mit kulturellen Events bietet das Kulturzentrum auch unbekannten K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern sowie Bands eine B\u00fchne. Seit einigen Jahren ist es zudem Kukuk-Partner, da Kultur und Bildung nicht abh\u00e4ngig vom Portemonnaie sein d\u00fcrfe.&nbsp;Viele Akteuere, die sonst keinen Platz in der Stadt haben, konnten und k\u00f6nnen im SubstAnZ ihren Raum finden wie FridaysForFuture, das B\u00fcndnis f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum, das Frauenstreik-B\u00fcndnis oder auch SCHLAU Osnabr\u00fcck, die ehrenamtliche Aufkl\u00e4rungsarbeit \u00fcber Vielfalt von Lebensweisen, insbesondere von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen leistet. Zudem gibt es eine Open-Wall f\u00fcr Jugendliche, um Graffiti zu spr\u00fchen oder regelm\u00e4\u00dfig&nbsp;Vortr\u00e4ge und Lesungen.<br><br>\u201eSeit Jahren steht das SubstAnZ f\u00fcr unabh\u00e4ngige unkommerzielle Bildung und Kultur in Osnabr\u00fcck. Das soll auch so bleiben!\u201c, lautet die Forderung. Alternative Zentren und alternative Jugendhilfe br\u00e4uchten unabh\u00e4ngige R\u00e4ume \u2013 deshalb stelle der Verein vier Forderungen an die Gesellschaft: Man wolle mehr Aufmerksamkeit und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr nicht-kommerzielle und soziale Einrichtungen. Zudem sollten Osnabr\u00fcckerinnen und Osnabr\u00fccker sich&nbsp;mit dem \u201eSubstAnZ\u201c und \u00e4hnlichen Projekten solidarisieren und diese unterst\u00fctzen. Au\u00dferdem fordere man ein Umdenken bei der Stadt und dass sie k\u00fcnftig von ihrem&nbsp;Vorkaufsrecht Gebrauch mache, um Geb\u00e4ude Institutionen zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Martin W\u00fcst<\/em>, der derzeitige Vermieter, m\u00f6chte ein ausgiebiges Kulturhofkonzept auf dem Gel\u00e4nde verwirklichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dieser Seite m\u00f6chten wir Presseberichte \u00fcber uns sammeln und ver\u00f6ffentlichen NOZ ONLINE 8.9.2024 von Thomas W\u00fcbkerhttps:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/hausbesetzung-in-osnabrueck-endet-am-sonntag-friedlich-47709683Ultimatum eingehaltenEhemaliges Substanz: Hausbesetzung in Osnabr\u00fcck endet am Sonntag friedlich Als Protest gegen den Auszug ist das autonome Zentrum Substanz am Samstag besetzt worden. Bis Sonntag, 18 Uhr, sollte das Geb\u00e4ude an der Osnabr\u00fccker Frankenstra\u00dfe ger\u00e4umt sein, drauf einigten &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.substanz-os.de\/?page_id=1301\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201ePressespiegel\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":7,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.substanz-os.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1301"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.substanz-os.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.substanz-os.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.substanz-os.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.substanz-os.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1301"}],"version-history":[{"count":44,"href":"https:\/\/www.substanz-os.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1301\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2539,"href":"https:\/\/www.substanz-os.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1301\/revisions\/2539"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.substanz-os.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/7"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.substanz-os.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}