11.03.: Hal Johnson + Great Escapes

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Hal Johnson

Lets celebrate, and drink, and die!“ – wenn man in einer westfälischen Kleinstadt wie Reckenfeld aufwächst, und keine Lust auf Schützenfest und Stammtisch hat, muss man sich seine Jugend selber gestalten. Partys, Freundschaften sowie der Hang zum Verrückten – All das fanden Felix, Max, Dave und Michel im Punkrock.

Nachdem man bereits seit 2007 zusammen Erfahrungen in Bands wieSnaresetUnder Hoods und Five Slaps Down sammelte, gründet sich HAL JOHNSON im Dezember 2015. Das Ziel war sofort klar: Das verschlafene Nest in der Nähe von Münster so oft wie möglich verlassen, um Shows in ganz Europa zu spielen, mit Songs die auch Stunden nach dem Auftritt noch im garantiert nassgeschwitzen Kopf hängen bleiben.

Man verlor keine Zeit und veröffentlichte fünf Monate nach der Gründung die 7-Song starke Debut-EP „Broken Empire“ über No Panic! Records, mit Songs zwischen Flatliners und Brand New, zwischen Euphorie und Melancholie. Gefühlvoller Gesang begleitet von cleanen Gitarren trifft auf mitreißende Hooklines, bei denen alle vier Bandmitglieder begleitet von mehrstimmigen Gitarrenwänden ihren Frust von der Seele singen – HAL JOHNSON beweisen hier ihr Gespür für überzeugendes Songwriting, wobei Textzeilen wie „And as long as I got you with me my friend, this world can come to an end.“ die Prioritäten der Band zeigen: Ist die Welt auch noch so abgefuckt, gemeinsam mit guten Freunden und der richtigen Musik lässt sich alles überstehen.

Great Escapes

Wenn man langsam die Uni abschließt, einen festen Job hat und regelmäßig seine Rechnungen bezahlt, ist man dann erwachsen? Und was heißt das überhaupt, wenn man Geburtstagen nicht mehr entgegenfiebert, weil man plötzlich Bier und Schnaps kaufen und Autofahren darf, sondern da einfach eine Zahl unnachgiebig wächst ohne irgendetwas anderes mit sich zu bringen als exponentiell wachsende Verantwortung?

Als Maik Pohlmann, Maik Osterhage und Frederik Tebbe 2014 in der Provinz des südlichen Emslands eine Band gründen und nach einem passenden Namen dafür suchen, fällt die Wahl auf Great Escapes. Ohne große Hintergedanken, nur, weil die eine Hälfte des The Lawrence Arms-Songs Great Lakes/Great Escapes irgendwie ansprechend klingt und das Lied zudem ziemlich super ist. Wenn Verantwortungen im Alltag aber immer größer und die Tage zunehmend grauer werden, bleibt es das Größte, in einer Band zu spielen, in der man all dem entfliehen kann: Egal, ob im Proberaum oder im PKW ohne Beinfreiheit auf dem Weg zu Jugendzentren, besetzten Häusern, im besten Fall Clubs oder Open Airs. Große Realitätsflucht, also, oder wie? Rückblickend wird klar: Die Band und ihr Name sind die Exit-Strategie, wenn einem der Rest von allem den Hals zuschnürt.

Als Great Escapes 2015 ihr Debütalbum To My Ruin I’ll Go Gladly veröffentlichen, gießen sie recht naiv alle ersten Ideen, die sie haben, in Form. Das Ergebnis ist ein stürmisch-charmanter Erstversuch melodischen Punkrocks, mit SamiamJawbreakerMuff Potter und Hot Water Music als Inspiration in der Brust, aber durchaus auf eigenen Beinen stehend. Die Produktion von Robin Völkert im Heavy Kranich Studio in Münster, dem Studio der DONOTS, in dem Great Escapes als erste außenstehende Band überhaupt aufgenommen haben, öffnet dem Trio erste Konzert-Türen, bundesweit, unter anderem mit Lieblingsbands wie Apologies, i have none,Adam Angst oder Idle Class.

Unterwegs lernen Great Escapes Bastian Hartmann und Lukas Kroll kennen. Ersteren als Tontechniker von Adam Angst, letzteren als Schlagzeuger von Rivershores. Gemeinsam nehmen sie im Frühjahr 2017 eine neue EP auf. Sie heißt Shivers And Shipwrecks und davon handelt sie auch. Fünf Lieder von drei jungen Menschen, die ihre Teenage Angst auch noch in ihre Zwanziger mitgenommen haben, in eine Welt, die zunehmend Schiffbruch erleidet, sowohl in den Wachstumsschmerzen des Privatlebens als auch in zunehmendem Populismus, offen gelebtem Rassismus und blinder Hetze, die die Öffentlichkeit heimsuchen und deren dunkelbraune Vertreter inzwischen auch noch in den Bundestag eingezogen sind. Die Songs auf Shivers And Shipwrecks sind mit all dem aufgeladen und suchen die Antwort auf die alte Polar Bear Club-Frage: „Do your twenties suck until twenty-nine?“

Hartmann und Kroll helfen dabei, den Sound der Band zu rekalibrieren. Ideen werden gemeinsam hinterfragt, Songs dekonstruiert, neu zusammengesetzt. Am Ende der Aufnahmesession in Iserlohn stehen Great Escapes mit fünf neuen Liedern da, die zwar immer noch klar im Emo-Punk verwurzelt sind, aber mindestens zwei kleine Zehen auch in Postpunk und Alternative tauchen. Im März 2018 erscheint Shivers And Shipwrecks über das Münsteraner Label Uncle M als einseitig bespielte Twelve-Inch-Vinyl. Von da aus wird weiter an der Exit-Strategie gefeilt. Always on the run.

Doors: 17:00 Uhr
Start: 18:00 Uhr
Entry: 5 Euro

Solidarität mit der HASI und WABOS

Einige von euch haben es vielleicht schon bemerkt: Aus den Fenstern des SubstAnZ wurde ein Transpi gehängt. Worum es geht, lässt sich schon ganz gut darauf erkennen, dennoch wollen wir an dieser Stelle noch kurz ein paar Worte dazu sagen, Hintergründe erklären und deutlich machen, was uns dazu motiviert hat. Weiterlesen

06.03.: Vortrag “Rechte Aufmärsche in Europa – what’s the difference?”

 

Ein Vortrag von Sören Kohlhuber im Rahmen des Café Resistance – offener antifaschistischer Treff.

Rechte und neonazistische Aufmärsche gibt es nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen Staaten. Manche sind größer, manche kleiner. Es gibt vieles was sich natürlich gleicht, doch auch starke Unterschiede.
Im Vortrag geht es vor allem um die Unterschiede im Vergleich zu den Aufmärschen hierzulande.
Wie zeigen sich die Neonazis? Wie viel Freiheiten genießen sie? Wie agieren antifaschistische Counterparts? Und wie reagieren staatliche Strukturen, allen voran die Polizei auf solche Aufmärsche und Gegenbewegung?

Sören Kohlhuber beobachtet seit mehr als sechs Jahren rechte Aufmärsche in Deutschland und zuletzt auch in Europa. Er wird Beispiele aus Ungarn, der Schweiz, Schweden und Finnland anbringen, um zu zeigen wie breit sich Proteste und staatliches Handeln aufstellen können.

Eintritt frei.
Das SubstAnZ ist ab 19 Uhr geöffnet.
Vortragsbeginn: 19:30 Uhr.

Der Neujahrsempfang

Freunde und Freund*innen der befreiten Gesellschaft
Likos präsentiert: Der Neujahrsempfang

In gemütlicher Atmosphäre wird wieder ein glamouröses Programm zum besten gegeben:
Von Powerpoint-Karaoke über Berichte die Karl Marx Wohnzimmer betreffen bis hin zu den Bierkrawallen und was Friedrich Engels darüber dachte, sowie weiteren belustigenden Überraschungen.
Das Ganze selbstverständlich bei angenehmer Musik, Sekt, Wein, Bier, Schnittchen und vielleicht noch weiteren Genussmitteln.
Außerdem wollen wir natürlich zur Diskussion einladen und eine Reihe an Infomaterialien präsentieren.

Der Veranstaltungsort hat einen barrierearmen Zugang, sowie eine barrierearme Toilette.

SubstAnZ (Frankenstraße 25a), 02.02.18, Beginn 20:00 Uhr

27.01.18: Die BloodyMaries laden ein #3 -Sunna Huygen & Los Bitchos Bartos

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Am Samstag den 27. Januar 2018 laden wir ins SubstAnZ zu Kabarett und Tanz.

Beginnen wird Sunna Huygen, sie schafft es Zwischenräume zwischen Politik und Poesie zu schaffen, Verbindungen zu kreieren und zu zeigen, wie sehr Sexismus, Rassismus, Kapitalismus, Antifeminismus und Homophobie unser aller Lebensbereiche beeinträchtigen. Diese Vorstellung wird eine ihrer ersten in neuem Jahr sein, so dürfen wir uns über einige Neuerungen freuen!

https://sunna-huygen.de/programme/
https://youtu.be/iUD5uo3X4AY
https://youtu.be/FcpgvWN_33A

Nach einer kurzen Pause zum Warmtrinken an der Bar (Limos und Bier ab 1€ ♥) und Solitresen geht es ums Tanzen, Lachen und Spaß haben. Denn dann werden Los Bitchos Bartos mit Trashhymnen und Sprechgesang, Zitaten aus der Bild-Zeitung und verstümmelten Phrasen berühmter Philosoph*innen loslegen, also lehrt die Gläser und es beginnt die wilde Reise zu Candy Trees und Wolken aus Watte.

facebook.com/LBBmusic
losbitchosbartos.bandcamp.com

Wir freuen uns sehr, euch im SubstAnZ begrüßen zu dürfen!

PS: Wir werden den ganzen Abend für Fragen rund um unser Projekt zur Verfügung stehen!

15.12.: Ska Against Racism #30: Grenzwert // La Familia // Black Lining

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Grenzwert

Viel Konfetti, einen Hasen, Glitzerleggings und nebenbei auch noch ganz gute Musik – Grenzwert hat inzwischen eigentlich alles, was man für einen gelungenen Konzertabend braucht.

Herkulars (Gesang/Tenor-Sax), FaBierjan (Trompete), Sarah in the Corner (Alt-Sax), Klasse Typ (Gitarre), Thört (Bass), die Flüthöse (Trommelaffe), Hase (Hase) und der Kräuterhubert an der Flasche stellen die aktuelle Besetzung und liefern auf der Bühne neben einem Trash-Exzess vom Feinsten vor allem Ska-Punk mit verzerrter Gitarre, tanzbaren Offbeats und fetten Bläserlicks.

Dazu hört man Texte zu allen wirklich wichtigen Themen: Es geht um die Rettung der Welt, den Sinn des Lebens und manchmal auch einfach um Baguette und Bier.

Ende 2008 fanden im heimischen Keller im Emsland die ersten Proben der Combo statt, inzwischen ist die Band nach Osnabrück umgezogen. Seit den Anfängen wurden viele phänomenale Konzerte mit Szenegrößen wie Talco,Mark Foggo oder Feine Sahne Fischfilet gespielt. Ganz nebenbei wurde 2011 das erste, in Eigenproduktion aufgenommene Album „Lügen über Lügen“ veröffentlicht.

Das zweite Album kam im Herbst 2014 raus. Auch bei diesem Werk bleibt Grenzwert sich treu: Nicht schön, aber laut!

La Familia – Kick-Ass-Ska

Touring’s never boring & Ska Sucks!

Somewhere on the thin line between skapunk and skacore, Germany’s La Familia is rocking it hard. They are also secretly mobsters, so you’d better get dancing, capice? (Jason // El Topo Bookings ♥)

Black Lining

BLACK LINING aus Buenos Mayence aka Mainz spielen Punkrock, der musikalisch irgendwo zwischen ‘ner etwas poppigen Lookout-Version vonGreen Day und/oder Bad Religion mit Grungeeinschlag rumlungert. Das macht Spaß und auch wenn man nicht sofort die nächste Straßenschlacht anzetteln mag, dürfen Menschenfeinde und Grauzonen-Ottos trotzdem gerne wegbleiben. Die drei Typen, die dahinter stecken, machen nicht erst seit gestern Musik. Sänger Seba spielt, wenn er denn mal daheim in Argentinien ist, immer mal wieder mit seiner Poppunkband Euforia, Drummer Michael zerstört auch gerne mit seiner Screamo-Band MaskrosBecken und Bassist Cornelius scheffelt als DIY-Veranstalter Keep it a Secretmassig Kohle, um seine Vinylabhängigkeit zu finanzieren.

Doors: 20:00 Uhr
Start: 21:00 Uhr
Entry: 5 Euro

Café Résistance Weihnachtsfeier

Am Dienstag den 19.12 um 19:00 Uhr ist es wieder so weit. Das Café Résistance lädt zur Weihnachtsfeier (wahlweise auch Jahresendzeitfeier). Es gibt Glühwein, Kakao, Gebäck und weitere Leckerein und Getränke.
Außerdem wird es wieder mal ein Kneipenquiz geben. Die Regeln sind einfach: Ihr schließt euch zu drei- bis fünfköpfigen Teams zusammen, bekommt von uns Fragen gestellt, zu allen möglichen Themen und welches Team die meisten Fragen richtig beantwortet hat, hat gewonnen und bekommt etwas Schönes. Natürlich geht es bei den Fragen nicht bloß um Szenequatsch ;)

Neben dem ganzen Tam Tam wird es auch ein Café Klatsch geben. Das Café Klatsch ist ein offenes Antifa-Plenum im Café Résistance an dem jeder und jede teilnehmen und sich einbringen kann.

Die Kassengruppe macht Winterpause!

Zwischen dem 13.12.2017 und dem 10.01.2018 macht die Kassengruppe Winterpause. Deshalb wird in dieser Zeit keine Sprechstunde stattfinden.
Die letzte Kassengruppensprechstunde findet also nächste Woche statt, die erste wieder in der zweiten Januarwoche. Alles, was bis dahin nicht warten kann, müsst ihr persönlich mit uns abquatschen, aber bitte gönnt uns unseren Urlaub.
In Liebe, eure Kassengruppe.

09.12.: HörZu und Zerreißprobe

hörzu! (https://hoerzu.noblogs.org/sample-page)

hörzu! macht Straßenmusik, spielt Konzerte, erzählt Geschichten und ist Teil der Rotzfrechen Asphaltkultur (RAK).

Als Trio mit vielfältigen Klein- und Großinstrumenten und dem Willen nach besseren Verhältnissen bewaffnet, spielt hörzu! politische Straßenmusik, erzählt Geschichten und verortet sich irgendwo zwischen Kleinkunztpunx, Liedermachingoffbeats und performing melody. Ein sprachlicher Versuch von Humor ist dabei wesentlicher Bestandteil der Darbietungen, denn ohne ihn wird es weder jetzt noch nach der Revolution heiter.
In einer Ankündigung stand es mal so:
„Anarchistische Attitüde, keineswegs zu plakativ, sondern mit intelligenten Texten und Mucke die die Beine zucken lässt. Insgesamt ein absolutes Muss für jede*n, der auf ehrliche und ungeschminkte Musik steht.“

Dank eines Autonomen Jugendzentrums und zwecks Taschengeldaufbesserung fanden einst drei musikalisch ausbaufähige Musiker mit spärlichen Instrumenten zusammen. Die Einkaufszone unter dem Hintern, als Medium für ihre Texte und als Argument gegen das Ganze. Das Kleingeld der Menschen, als Wertschätzung für ihren Lärm. Daran hat sich heute nicht viel geändert, nicht mal das mit der Ausbaufähigkeit denn hörzu! wird immer noch noch besser, Veränderung heißt immer Reflexion und üben, wobei nach x Jahren Bandgeschichte inzwischen ein musikalisches und performatives Niveau erreicht ist, das auch Konzerte auf größeren Bühnen zu lohnenswerten Erlebnissen macht. Insgesamt hat sich aber nicht genug geändert und darum wird hörzu! auch weiter machen.
Musik ist ein Mittel auf die verschiedenen Aspekte der Gesamtkrankheit unserer Zeit aufmerksam zu machen. hörzu! sagt: Musik ist frei, unterliegt keinem Markt. Musik macht Spaß und berührt. Musik kann mit bewegenden Begleitungen eine Bewegung begleiten. Musik kann Geschichten erzählen und dir Vorstellungen geben, von denen du NOCH nicht träumst. Musik hält das Feuer am laufen, behält den Humor, unterbricht dich beim kaufen und konsumieren, geht direkt ins Ohr.
hörzu! spielt gerne überall auf, wo musikalische Subkultur gewünscht oder gebraucht wird.

Zerreißprobe (https://zerreiszprobe.noblogs.org/)

Zerreißprobe ist ein überregionales Musikkollektiv, eine musikalische Positionierung und eine Absage an die bestehenden Verhältnisse. Harmonie und Wut in Tönen. Sieben auf der Bühne rotierende Gestalten mit musikalischen Ansprüchen und theatralen Einlagen. Eine Stärkung und Irritation für die Zuhörenden.
Mit Geige, Kontrabass, Gitarren, Melodica, Akkordeon, Schlagzeug, Vielstimmigkeit und dem Spiel mit der Zerreißprobe darf getanzt, geträumt, revoltiert, gefeiert bedacht und gelacht werden. Zerreißprobe kann witzig sein und auch etwas weh tun. Mit Wurzeln in der Straßenmusik und als Teil der Rotzfrechen Asphaltkultur verfolgt das Kollektiv den emanzipatorischen Gedanken anderer Umstände.

Doors: 20:00 Uhr
Entry: 5 Euro