30.06.: Drunk Motorcycle Boy // Kollapse [DNK] // El Pendejo

Drunk Motorcycle Boy

Der erste Impuls: Da fällt es ein paar Typen knapp über dreißig offenbar nicht ganz leicht, dass die Zeit zunehmend voranschreitet. Wie sonst ließe es sich erklären, dass sich vier Männer, deren Adoleszenz unübersehbar schon ein paar Jahre zurückliegt, unter dem Pseudonym »Drunk Motorcycle Boy« zusammentun? Was da alles mitschwingt: Eskapismus, ein Hauch von Midlife-Crisis, Abenteuersehnsucht und, tja, natürlich jede Menge erotisches Heimweh.

Aber ist ja kein Geheimnis, dass Melancholie ein ausnehmend starkes Gefühl ist, das selten folgenlos bleibt, insbesondere wenn man es auf künstlerischer Ebene auslebt. Und wenn sich, wie hier, versierte Handwerker mit einer dezidierten Mission ins Studio begeben, dann folgt daraus etwas, das sicher nicht jedermanns Tasse Tee ist, aber dessen emotionaler Sogkraft man sich dennoch nur schwer entziehen kann.

Kurz: Das eigenartige Entree ins Universum von »DMB«, für das der Bandname sorgt, verflüchtigt sich in affenartiger Geschwindigkeit, sobald man die Nadel in die Rillen ihrer neuen 12“ setzt.

Die Gründe dafür sind schnell erzählt:

1. Die Mission ist klar
Der treibende Beat. Gitarrenwände so brachial, dass Joe Sacco beim Kritzeln seiner Kiffer-Comics der Pinsel aus der Hand gefallen wäre. Monsterdickhosige Shouter-Attitüde auf den ersten Blick, ehe sich dann auf den zweiten glockenklare Melodien aus dem Noisemorast herausschälen, als hätten die Herren Bob Mould und Grant Hart ihre Jahrzehnte währende Zickigkeit ad acta gelegt und sich endlich zu einer Wiedervereinigung bequemt.
So wie Frank Sinatra noch im Rentenalter wie ein Latin Lover klang, wie Paul Stanley immer noch brüllt, als sei gerade der Bus an der Haltestelle vor seiner Haustür in Queens an ihm vorbeigerauscht, so jungbrunnenartig kultivieren »DMB« hier den Geist von Hüsker Dü und frühen Sugar, frisch aufgeschäumt mit den besten Momenten der The Get Up Kids, fein abgeschmeckt mit einer Prise Wipers und einem Hauch des Gesamtwerks von Dinosaur Jr.

2. Ein Vierteljahrhundert deutsche Indierock- und Emocore-Historie
DMB-Sänger Rocky »the boy« Meyer (Ex-El Mariachi) und Bassist Matti Rock haben erst vor geraumer Zeit ihre Kult-Band Balboa Burnout beerdigt, nachdem sie eine gefühlte Ewigkeit durch die alternativen Zentren und Clubs Westeuropas getingelt waren. Schlagzeuger K. Earnest trommelte in grauer Vorzeit bei der Auricher Indie-Rock-Legende “The Subway Surfers” (1988 – 1996), die einst zeitgleich mit den Miracle Workers, Bullet Lavolta, Mudhoney und Green River beim verdienstvollen Glitterhouse Records Label veröffentlichten. Und Gitarrist H. Earnest kennt rote Teppiche mindestens genauso gut wie die verlausten Trainingsjacken an den Bartresen der besetzten Häuser, eine gesellschaftliche Bandbreite die sich in jedem seiner brillant-wabernden Riffs widerspiegelt.

3. Gestern ist das neue Morgen
Den Kollegen von »DMB« einen überbraten, von wegen innovationsarm und nicht das Ei des Kolumbus, wäre kein Problem. Solche teils nicht ganz unberechtigten Anmerkungen der Musik-Journaille federt die Band, deren Mitglieder sich irgendwo im Bermudadreieck zwischen Hamburg, Bremen und Göttingen verorten, mit einem kalten Lächeln ab. In ihrem Alter geht es nicht mehr darum, ideenlosen Musikkritikern Schweißperlen der Begeisterung auf die Stirn zu treiben, wie es vielleicht irgendwelchen Mitte-Hipster gelingt, die mit zwei linken Händen auf der Farfisa-Orgel herumdrücken und einen Rückwärtsbeat darunter legen. Nein, beim »DMB« geht es darum, den Motor anzuschmeißen, aufs Gas zu gehen und dann … gib ihm.

Zugegeben, das ist schon reichlich breitbeinig für die Generation Latte Macchiato, aber in der Weltanschauung der besoffenen Motorrad-Jungs fühlt es sich nun mal schlicht und einfach gut an. It’s too late to stop them now. Also: Nehmen Sie auf dem Sozius Platz. Sie werden die Fahrt nicht bereuen. Aber nicht vergessen: If you are alone on your bike at night, don’t forget to wear white! –
But: They all wear black, tonight!

kollapse

kollapse is a catalyst and an outlet. It is a pure thing with no filters. The band is often loud, sometimes fragile, but always honest and emotionally driven.

El Pendejo

Vor langer, langer Zeit begab es sich, dass eine Gruppe Wissenschaftler ein gewagtes Experiment vornahm. Sie nahmen die Gene von ELVIS PRESLEYJames BrownDean Martin und des Inka-Herrschers Manqu Qhapaq und kreuzten sie. So sollte der größte Rock-Star aller Zeiten geschaffen werden.
Doch das Experiment ging schief. Eine missgestaltete Kreatur entschlüpfte dem Gen-Labor und wurde jahrzehntelang zum Schutze der Menschheit unter Verschluss gehalten. Einer Gruppe bolivianischer Freiheitskämpfer gelang es, die menschliche Missgestalt ihrem Gefängnis zu entreißen. Nun kommt er, um seine Bestimmung und sein Schicksal zu erfüllen: Viva El Pendejo! Rock’n’Roll primitivo.

Doors: 20:00 Uhr
Entry: 5 Euro

21.06.: Not Scientists [FRA] & 2 Sick Monkeys [UK]

Im Rahmen der Punkkneipe haben wir spontan am Mittwoch noch was Feines für euch:

NOT SCIENTISTS // frankreich
https://www.facebook.com/pg/notscientists

2 SICK MONKEYS // england
https://www.facebook.com/2sickmonkeys

Super kurzfristig, aber zu gut um euch das vorzuenthalten.
Nicht verpassen und weitersagen!

Eintritt wie immer mittwochs frei, Spende erwünscht.
Free Entry, donations welcome.

Start ab 21h nach dem Plenum.
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10.05.: Radical Radio [ARG]

RadicalRadio

Radical Radio wurde im Frühjahr 2011 in Rosario, Argentinien, gegründet. Die Musik der Band ist eine Fusion von Einflüssen aus Punk Rock, Classic Rock und Rockabilly. Unverwechselbar, kraftvoll und pur – gepaart mit rasender Geschwindigkeit. Die Texte sind von zeitgenössischen sozialen und politischen Fragen geprägt.
Nachdem Radical Radio ihre erste Demo-CD mit 5 Songs aufgenommen hatte, schaffte sich die Band mit ersten Shows in Rosario, gefolgt von Konzerten in ganz Argentinien, einen Platz in der argentinischen Punkszene. Zusammen mit den argentinischen Punkgrößen Argies, Zona 84 und ALL THE HATS gelang der Durchbruch. Inzwischen stand Radical Radio auch schon mit den deutschen Bands Church Of Confidence und den RENDERINGS auf der Bühne.
Ihr erstes Album „Es Tiempo“ wurde 2015 beim unabhängigen Zona 84-Label Despabila aufgenommen und veröffentlicht. Die 12 Songs spiegeln die starke musikalische Entwicklung der Band wieder. Einige der Songs wie “Cuantas veces”, “Hey Hey” und “Los días contados” tragen die Handschrift von Guillermo Rodriguez (Zona 84) und David Balbina (Argies).
Radical Radio hat inzwischen an zwei internationalen Wettbewerben teilgenommen, dem “Venimos de Garageland” (2014), einem Tribut an The Clash von Ander OIQP & MED Records und dem “Atravesando límites” (2016), einem Wettbewerb von Krang Records – Difusión, an dem sich auch Bands aus Argentinien, Chile, Peru, Paraguay und Mexiko beteiligt haben.
Radical Radio arbeiten derzeit an ihrem neuen Album und kommen im April/Mai nach Europa, um ihr zweites Album vorzustellen

Doors: 21:00 Uhr

Eintritt, wie immer Mittwochs, umsonst.
Spenden sind natürlich gerne gesehen.
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Free Entry
Donations are welcome

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03.05.: Jake & The Jellyfish [GBR] & Same Old Steve

Jake & The Jellyfish

Jake and the jellyfish are a four piece hailing straight outta Leeds. Armed with foot stomping folk tunes, “sing your heart out” punk anthems and a hint of ska, they’ve toured extensively in a beat up old post office van bringing an energetic atmosphere and drunken sing alongs to venues across the UK and Mainland Europe. Playing festivals like Rebellion, Kendal Calling and The Beat-Herder Festival and sharing stages with bands such as The Skints, Random Hand and Beans on Toast they’ve definitely carved their own foothold in the DIY music scene.

Same Old Steve

Acoustic fuelled energy driven folk punk from Sheffield UK… An amalgamation of recycled sounds keeping the world spinning in its orbit.

Doors: 21:00 Uhr

Eintritt, wie immer Mittwochs, umsonst.
Spenden sind natürlich gerne gesehen.
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Free Entry
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29.04. Bitter Verses // United & Strong + Nerd Attack!

Bitter Verses – Hardcore/Metal
from Senftenberg, eastern Germany since 2007.

United And Strong – DIY Hardcore
// since 2001
Put aside every trend in hardcore music you have encountered the past years, this band is still doing its thing and following the same reasons why they started in 2001. They prove that DIY, hard work, an antifascist attitude, integrity and relevant lyrics are still worth something in today’s hardcore scene.

United And Strong toured 21 countries on the whole european continent between the arctic circle in Russia, Turkey’s Bosporus, the atlantic coast of Portugal and left europe for an 11 day tour in Brazil and 3 shows in North African Morocco.

Danach gibt’s: Nerd Attack!

Doors: 20:00 Uhr
Entry: 5 Euro

26.04.:Ska Against Racism #23: The Delirians [USA] + The Steady 45s [USA]

The Delirians are LA’s number one number Ska & Reggae group out of Californias ever growing traditional ska and reggae scene. Based out of East Los Angeles, founders Angel Salgado (vox,guitar) and Tony “teclado” Medina (organ,vox) strive to keep that vintage reggae sound alive. With tracks like “Walkie Talkie” and “Leave This Town” you’ll be sure to hear reflections of that the vintage 60′s era sound adding their own flavour to create a genuinely unique sound. The Delirians will keep you skanking with original ska tunes and keep you grooving to some heavy rocksteady.

With the approval of artists such as Pat Kelly, Stranger Cole, The Jamaicans, the Pioneers to name a few, the Delirians are thee band to continue following on their ongoing rise to stardom.

The Steady 45s

Rocksteady and traditional ska music from a 7-piece band of hooligans

Doors: 21:00 Uhr

Eintritt, wie immer Mittwochs, umsonst.
Spenden sind natürlich gerne gesehen.
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19.04.: Ottone Pesante [ITA]

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Ottone Pesante

One year after they released their first EP, which was the first step, Ottone Pesante (Heavy Brass) release the first album. That confirms that was not a joke, neither a divertissement.

Trumpet, trombone and drums can be together really heavy. Ottone Pesante makes a step beyond the traditional idea of Extreme Metal, based on the sound of Bass and Guitar. They do this after 90 gigs in the last year, playing all around Italy and in Europe.

“Brassphemy set in stone” is the evolution of Ottone Pesante. Music has become heavier, more extreme and more technical but also melodic in the same time. The album is very fast and brutal, really impressive especially for brass players. “Trombstone” is the only exception, a doom track that lets the listener breath.

The album was recorded live, during 4 days between May and June 2016, in the only moment that Ottone Pesante tour stopped.

Doors: 21:00 Uhr

Eintritt, wie immer Mittwochs, umsonst.
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