26.08.: Le Monde Est En Flammes (Refpolk, Daisy Chain, Ben Dana)

Le Monde Est En Flammes (Die Welt Brennt) ist ein HipHop-Projekt, das im Sommer 2016 von Daisy Chain aus Athen, Ben Dana aus Bremen und Refpolk aus Berlin gegründet wurde. Jedes Mitglied rappt in eigener Sprache – auf Griechisch, Französisch und Deutsch. Ziel ist es, Aktivismus und Hip Hop zu verbinden. Le Monde Est En Flammes schreiben nicht nur politische Songs, sondern sind in einer Bewegung aktiv, die auf Solidarität und Selbstorganisierung setzt. Neben ihrer Musik sind sie Teil des Projekts In.Flammen, das zurzeit ein politisches Hip-Hop-Netzwerk zwischen Griechenland und Deutschland aufbaut. Die Musik von Le Monde Est En Flammes ist Widerstand und Angriff, um die Utopie zu leben.

Refpolk

Rapper, Aktivist und Mensch in Berlin. Schreibt Texte voller Zuversicht und Zweifel, rappt live in besetzten Häusern und linken Zentren und gibt Inputs zu Männlichkeit im Rap, auf der Suche nach den Rissen im Granit.

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Refpolk macht seine ersten vorsichtigen Rap-Schritte 2005 mit seiner Demo-CD “Rufmord”, die er zwischen Lüneburger Heide/Norddeutschland und Berlin aufnimmt und produziert. Richtig los geht’s dann aber erst nach seinem Umzug nach Berlin. Zusammen mit dem Rapper Kobito und dem Beatproduzenten MisterMo gründet er Ende 2006 die Rap-Crew Schlagzeiln. Ein Jahr später kommt DJ Kai Kani dazu.

Mit Tracks wie „Köpi Bleibt“, “Nur Angst, kein Respekt” (Berliner Melange, 2007), “Rosen” oder “Deutschland ist ein Athlet” (Der Complex, 2009) produzieren sie den Soundtrack so mancher linken, autonomen, emanzipatorischen (Reihenfolge und Begriffe beliebig) Aktivität. Schlagzeiln spielen in den folgenden Jahren über 150 Gigs in Berlin, Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz.

Gleichzeitig ist Refpolk auch solo und auf zahlreichen Features in den weiten Landschaften des Zecken-, Öko-, Hassbrenner- oder wie auch immer genannten Raps unterwegs (z.B. mit Tapete, Lea-Won, Johnny Mauser, Pyro One, sookee, Jk Indeed, Boykott, Lena Stoehrfaktor).

Im Sommer 2010 schließt sich Refpolk mit der Rapperin Sookee zusammen, um regelmäßig auf unterschiedlichsten Veranstaltungen Inputs zu Männlichkeitsentwürfen und (Hetero-)Sexismus im deutschsprachigen Rap zu geben. Ihr Input gibt, ausgehend von Theorien zur Konstruktion von Geschlecht und aus der kritischen Männerforschung, einen Einblick in die Entstehung, Potentiale und problematischen Aspekte von Rap. Refpolks Beitrag baut auf seine Untersuchung von “Männlichkeitskonstruktionen in deutschsprachigen Rap-Texten” (2010) auf.

Im Februar 2011 veröffentlicht Refpolk seine EP “Momente” als Free-Download. “Momente” ist der Versuch, politische und persönliche Momente, Augenblicke und Erinnerungen auf einer EP zusammenzubringen. Das eigene Ding machen, dieses gleichzeitig in Frage stellen, wütend, aber mitfühlend sein… Die Beats kommen von Tapete, der auch den Großteil der Tracks von “Momente” produziert hat, und MisterMo.

Im Dezember 2012 veröffentlicht Refpolk seine erstes Solo-Album “Über mich hinaus”.

Daisy Chain

Daisy Chain is a rap artist from Greece. She is member and voice of Arma di Scelta, a rap project that released the album ‘Όπλο επιλογής’ in 2012. Her lyrics are about social-political matters, and focus on how to get back the control of our lives through our own ‘weapons of choice’. The last few years she has been participating mainly in live concerts that are cause oriented and in gigs that exist ‘for a reason’.

Ben Dana
ist ein Rapper und Aktivist aus Bremen. Seine ersten Rapschritte machte er in Mali Mitte der 90ger Jahre mit den Rapcrews Nesby Brothers und Procesus Verbal. Als er Anfang der 00er Jahre nach Bremen/Deutschland zog lernte er die damaligen HipHop-Partisan Mitglieder Kaos Kanji und Tetsuo kennen, mit denen er 2004 die Punkrapcrew Radical Hype formierte. Dieses Projekt versuchte Aktivismus mit Rap zu verbinden, und legte großen Wert darauf solidarische Strukturen (d.i.y.) zu nutzen und supporten. Radical Hype spielte fast ausschließlich auf Soli-Veranstaltungen in autonomen und selbstverwalteten Zentren, Squads, auf Demos und Antifaschistischen Festivals. Darüber hinaus organisierten sie auch selber Konzerte, Workshops oder Vorträge, und halfen aktiv beim Aufbau verschiedener kultureller und politischer Netzwerke und Räume, die teilweise über Europa hinaus reichten. Radical Hype löste sich ende 2015 auf.

Doors: 20:00 Uhr
Entry: 5 Euro