06.03.: Vortrag “Rechte Aufmärsche in Europa – what’s the difference?”

 

Ein Vortrag von Sören Kohlhuber im Rahmen des Café Resistance – offener antifaschistischer Treff.

Rechte und neonazistische Aufmärsche gibt es nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen Staaten. Manche sind größer, manche kleiner. Es gibt vieles was sich natürlich gleicht, doch auch starke Unterschiede.
Im Vortrag geht es vor allem um die Unterschiede im Vergleich zu den Aufmärschen hierzulande.
Wie zeigen sich die Neonazis? Wie viel Freiheiten genießen sie? Wie agieren antifaschistische Counterparts? Und wie reagieren staatliche Strukturen, allen voran die Polizei auf solche Aufmärsche und Gegenbewegung?

Sören Kohlhuber beobachtet seit mehr als sechs Jahren rechte Aufmärsche in Deutschland und zuletzt auch in Europa. Er wird Beispiele aus Ungarn, der Schweiz, Schweden und Finnland anbringen, um zu zeigen wie breit sich Proteste und staatliches Handeln aufstellen können.

Eintritt frei.
Das SubstAnZ ist ab 19 Uhr geöffnet.
Vortragsbeginn: 19:30 Uhr.

Café Résistance Weihnachtsfeier

Am Dienstag den 19.12 um 19:00 Uhr ist es wieder so weit. Das Café Résistance lädt zur Weihnachtsfeier (wahlweise auch Jahresendzeitfeier). Es gibt Glühwein, Kakao, Gebäck und weitere Leckerein und Getränke.
Außerdem wird es wieder mal ein Kneipenquiz geben. Die Regeln sind einfach: Ihr schließt euch zu drei- bis fünfköpfigen Teams zusammen, bekommt von uns Fragen gestellt, zu allen möglichen Themen und welches Team die meisten Fragen richtig beantwortet hat, hat gewonnen und bekommt etwas Schönes. Natürlich geht es bei den Fragen nicht bloß um Szenequatsch ;)

Neben dem ganzen Tam Tam wird es auch ein Café Klatsch geben. Das Café Klatsch ist ein offenes Antifa-Plenum im Café Résistance an dem jeder und jede teilnehmen und sich einbringen kann.

05.12.17: Vortrag: 1917 – Anfang und Ende des Kommunismus? feat. Daniel Kulla

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Kommunismus als Schlagwort der allgemeinen Emanzipation – durch Überwindung der Klassengesellschaft und die Herstellung eines gleichen Zugangs zum gesellschaftlichen Reichtum – datiert schon zurück ins 19. Jahrhundert. Die Kommunistischen Parteien hingegen formierten sich unter diesem Namen erst nach dem revolutionären Geschehen in Rußland im Jahr 1917 – und zwar als Vertreter einer ganz bestimmten Interpretation und ganz bestimmter Konsequenzen aus den Ereignissen dieses Jahres. Der Vergleich der verschiedenen Geschichtsschreibungen hilft zu entscheiden, inwieweit sich das Projekt der Überwindung von Kapitalismus und Herrschaft heute auf historische Positionierungen, äußere Erscheinung und konkrete Politikformen der Kommunistischen Parteien beziehen läßt. Ist die Distanzierung von der Vergangenheit bequem oder konsequent? Gibt es eine Entscheidung zwischen Kommunismus als Ziel und kommunistischer Bewegung?

Vor 100 Jahren brachen in weiten Teilen der Welt Revolutionen aus, die die herrschaftliche Ordnung zutiefst erschütterten. Wie in seinem Vortrag “LUTHER AUF DAS MAUL schauen” zeigt Daniel Kulla, wie in der Rückschau hinter einer Jahreszahl und einem großen Namen ein weitreichendes Aufstandsgeschehen verschwunden ist. Übrig blieb die Siegergeschichtsschreibung der verschiedenen Strategien, diese Aufstände und Aneignungsbewegungen zu zerschlagen, zu vereinnahmen oder sich zumindest an ihre Spitze zu setzen. Von den landesweiten Enteigungen und den überall sich bildenden Räten in Rußland blieb das historische Datum der Machtübernahme der Leninschen Fraktion der Sozialdemokratie (vom März 1919 in Deutschland blieben die sozialdemokratischen und kommunistischen Vereinnahmungsgeschichten und die faschistische Propaganda). Von den erbitterten Auseinandersetzungen über den richtigen Weg zum Kommunismus und die Führung der Bewegung blieben die bis heute untereinander aufs Messer verfeindeten reformistischen, stalinistischen, maoistischen, trotzkistischen, anarchistischen und rätekommunistischen Traditionen.

Wie läßt sich die revolutionäre Geschichte, die in all diesen Erzählungen wie abseits von ihnen zu finden ist, in diesem oder in den kommenden Jahren auf den Tisch bringen? Historical reenactment der Kämpfe, Streiks und Besetzungen an jedem Ort, wo sich das organisieren läßt? Oder doch erst die Schaffung von Zusammenschlüssen, die mehr Interesse an dieser Geschichte wecken?

Danie Kulla ist deutscher Schriftsteller und Journalist. Er war kurz Chefredakteur der sächsischen Jugendzeitschrift SPIESSER und veröffentlicht u. a. Bücher über Rausch und Verschwörungsideologien. Außerdem schreibt er für die Zeitschrift Konkret.
https://www.classless.org/

Eine Veranstaltung der Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS}. In Kooperation mit der Hochschulinitiative Infoladen.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Café Résistance – offener antifaschistischer Treff Osnabrück.
Die Veranstaltung findet im Rahmen unserer Vortragsreihe:
“Zurück in die Zukunft. Zur Geschichte der radikalen Linken” statt

Veranstaltungsort:
SubstAnz Osnabrück
Frankenstr. 25a
49082 Osnabrück
Der Veranstaltungsort hat einen barrierearmen Zugang, sowie eine barrierearme Toilette. Der Raum ist rauchfrei

05.09.: Wie wähle ich als Linke*r? Diskussionsveranstaltung

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Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Innerhalb der Linken gibt es immer wieder kontroverse Diskussionen und Zerwürfnisse zu dem Thema „Wähle ich als Linke*r“? und falls ja, wie und natürlich wen? Gibt man damit sein grundsätzliches Einverständnis mit diesen Verhältnissen zu Protokoll oder kann dadurch die Gesellschaft verändert werden?
Wir wollen dieses Thema einmal im Rahmen einer Diskussionsrunde behandeln. Es wird einen kurzen Input geben um sich anschließend mit den Thema auseinanderzusetzen. Vorwissen ist nicht nötig.

Die Organisator*innen sind von den Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS}.

15.08.: 3 Monate fürs Schubsen von Cops?! – eine Infoveranstaltung

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Am 29.05.2017 wurde das Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuchs – Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften verkündet. Es beinhaltet neben einer drastischen Verschärfung der Paragraphen 113 und 125a StGB eine Neufassung des Paragraphen 114 StGB.
Paragraph 113 bezieht sich dabei auf ‘Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte’. Wer in Zukunft gegen einen Amtsträger der Polizei bzw. einen Soldaten der Bundeswehr bei Räumungen, Festnahmen etc. Widerstand leistet, muss mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren rechnen. Die Neufassung des Paragraphen 114 bezieht sich auf sogenannte ‘tätliche Angriffe’ gegen Amtsträger. Ausreichend für einen solchen ‘tätlichen Angriff’ ist dabei bereits das Schubsen eines Polizeibeamten etwa bei Demonstrationen oder anderen Situationen, in denen Körperkontakt mit Amtsträgern Gang und Gebe ist. Verstöße gegen Paragraph 114 werden künftig ebenfalls mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren sanktioniert. In Paragraph 125a wurde schließlich eine Verschärfung erwirkt, die sich auf ‘Landfriedensbruch’ bezieht. Dieses Vergehen ist bei Aktionen, die aus Gruppen heraus passieren der übliche Anhang in der Strafverfolgung und landet nicht selten in Anklageschriften, welche aus Beteiligung an Demonstrationen resultieren.
Neben weiteren Gesetzesverschärfungen gibt es auch sehr relevante Veränderungen im Strafverfahrensrecht (beispielsweise Erscheinenspflicht für Zeugen bei der Polizei, der Einsatz von Staatstrojanern der Polizei u.a.).
Am Dienstag, den 15. August 2017 wird ab 19:00 Uhr Rechtsanwalt Thilo Schäck (Fachanwalt für Strafrecht) im Rahmen des Café Résistance zu den Änderungen referieren und einige Verhaltensempfehlungen aussprechen. Hierzu laden wir euch herzlich ein.

27.06.: NO-Border-Camp in Thessaloniki. Infoveranstaltung & Erfahrungsbericht

Der Neoliberalismus hat sich heute weltweit durchgesetzt. Es wird immer deutlicher, dass sich die kapitalistischen Verhältnisse auf diese Art zugespitzt und dass Nationalismus und das Patriarchat sich gleichzeitig verstärkt haben. Zäune und Grenzen werden sowohl im physischen Raum, wie auch in den sozialen Beziehungen und entlang der Identitäten der Menschen errichtet. Trotz alledem produzieren die Bewegungen und grenzüberschreitenden Kämpfe der Migrant*innen ständig Brüche im System.
Vor dem Hintergrund sich zuspitzender militarisierter Konflikte und der aktuell starken Fluchtbewegung über die sogenannte Balkanroute reagiert Festung Europa mit Abschottung: Grenzschließungen im Schengenraum. Massive Militarisierung der EU-Außen- und Binnengrenzen. Massensterben im Mittelmeer. Ausufernder Repressionen gegen Menschen auf der Flucht und solidarische Aktivist*innen. Asylrechtsverschärfungen am laufenden Band. Inhaftierungen. Abschiebungen.
Die sozialpolitische Situation in Griechenland ist derzeit noch prekärer, als ohnehin schon durch die Austeritätspolitik. Nachdem Mazedonien Mitte April die Grenze komplett dicht gemacht hat, sitzen nun über 50 000 Menschen in Griechenland fest. Die seit Ende Mai geräumte Schienenbesetzung in Idomeni stellte dabei monatelang einen Kristallisationspunkt dar, an dem Grenzregime, Repression und Polizeigewalt sichtbar wurde. Auch jetzt noch schaffen es viele, unter Lebensgefahr Grenzen zu überwinden; noch vielmehr jedoch werden inhaftiert, in Abschiebezentren gesteckt und in die Türkei abgeschoben – auf gesetzlicher Grundlage des Türkei-EU-Deals.

No Border Camps sind schon lange Teil der Protestbewegung gegen Grenzregime und anderen Unterdrückungsmechanismen. Es kann eine Gelegenheit bieten, Rassismus, soziale Ausgrenzung, Partriachat, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus etc. eine Opposition entgegenzubringen.

In Thessaloniki werden Menschen aus verschiedenen, transnationalen sozialen und politischen Kämpfen und mit unterschiedlichen gesellschaftlich geprägten Hintergründen zusammenkommen. In selbstorganisierten, horizontalen, basisdemokratischen Strukturen soll transnationale Vernetzung, Diskussionen, Workshops, Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen an Grenzen, Abschiebeknästen, der Innenstadt und weiteren Schauplätzen stattfinden.
Solidarische Begegnungen und Kämpfe müssen gestärkt, stabile Strukturen aufgebaut und den herrschenden Verhältnissen Widerstand entgegengebracht werden.

Am 27.06 wird es eine Infoveranstaltung zum Camp geben. Es wird über die aktuelle Situation, die Ziele des Camps und über die Möglichkeiten einer gemeinsamen Anreise informiert und diskutiert werden. Außerdem wird es einen Erfahrungsbericht vom Beyond Europe Camp geben, welches vergangenes Jahr ebenfalls in Griechenland stattfand.

Eine Veranstaltung von:

Libertäre Kommunist*innen Osnabrück [LIKOS] & Open Border Osnabrück.
In Kooperation mit der Hochschulinitiative Antifaschismus

Informiert Euch, unterstützt die Organisation des Camps, fahrt hin!

contact@noborder2016.com
noborder2016.espivblogs.net noborder.beyondeurope.net

Veranstaltungsort:
Der Veranstaltungsort hat einen barrierearmen Zugang, sowie eine barrierearem Toilette. Der Raum ist rauchfrei.

07.06.: Vortrag: Von der Wiege bis zur Bahre. Die Menschenfeindlichkeit des Hartz IV Systems

Ankündigungstext:
Von der Wiege bis zur Bahre – die Menschenfeindlichkeit des Hartz IV Systems

Seit Januar 2005 wird das als „Hartz IV“ bekannt gewordene staatliche Verarmungs- und Unterdrückungsprogramm gegen arbeitslose Lohnabhängige und deren Familien durchgesetzt, eingebettet in viele weitere sogenannte „Sozialreformen“ aus dem als „Agenda 2010“ bezeichneten Gesetzespaket der damaligen Rot/Grünen Regierung.

Mehr als zehn Jahre später preisen die Herrschenden und ihre Harmoniker in Presse und Wissenschaft diese brutale Maschinerie, die Menschen zwischen den Mühlsteinen der amtlichen Zurichtung und dem von ihr geschaffenen prekären Arbeitsmarkt zermalmt, als „großen Erfolg für Deutschland“ und als Exportartikel für andere europäische Staaten.

Den hinter diesen Lobeshymnen stehenden Wahrheiten über die deutsche Gesellschaft soll in diesem Vortrag ebenso nachgegangen werden wie den historischen Bedingungen, aus denen das Hartz – Regime hervorging, und den durchgehend negativen Auswirkungen für die dem System unterworfenen Menschen.

Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussion.

Der Veranstaltungsort hat einen barrierearmen Zugang, sowie eine barrierearem Toilette. Der Raum ist rauchfrei.

In Kooperation mit der Hochschulinitiative Antifaschismus

03.05.: Vortrag: Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigungsstrategien im Fußball

Der Zusammenschluss f_in – Frauen im Fußball (Homepage: http://www.f-in.org/) halten im Rahmen der Vortragsreihe “Fight for Feminism. Bildet euch, bildet andere, bildet Banden!” und dem Café Résistance, einen Vortrag.

Kompletter Titel des Vortrags (Facebook wollte die vielen Sonderzeichen nicht):
“Schwule Fotzen?!” Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigungsstrategien im Fußball

Obwohl Gleichberechtigung heute kein Fremdwort mehr ist und Frauen scheinbar ihren Platz im Stadion gefunden haben, zeigt sich oft genug ein anderes Bild: Der Vortrag wird sich anhand verschiedener Beispiele mit der Problematik von Sexismus im Fußball- und Stadionkontext beschäftigen. Es wird den Fragen nachgegangen, in welcher Form Frauen an unterschiedlichsten Standpunkten mit Vorurteilen und Abwertungen begegnet wird, wie und warum aber auch gegnerischen Fans, Teams oder Schiris gerne sexistische und homophobe Sprüche an den Kopf geknallt werden. Was das alles mit gesellschaftlichen Bildern von Geschlecht zu tun hat und welche Möglichkeiten Fans bereits gefunden haben, um Beleidigungen, Abwertungen und einem unangenehmen Klima entgegenzuwirken, wird an diesem Abend herausgearbeitet.

19.04.: 1. Infoabend: Grundlagen des Strafprozesses. Rechtsberatung mit Anwalt

Vor anderthalb Jahren klingelte es früh morgens bei sieben Genoss_innen an der Tür und die Polizei dursuchte ihre Wohungen, bohrte Schlösser auf, kassierte alles was irgendwie elektronisch ist ein und überzog die Leute mit Anzeigen unter anderem auch wegen schwerer Körperverletzung. Begründet wurde das Ganze lediglich mit einer Funkzellenauswertung in der Innenstadt. Mittlerweile sind die Verfahren eingestellt. Nichts desto trotz sollten wir uns immer wieder vorbereiten.
Nur wer seine Rechte kennt und weiß, was die Polizei darf und was nicht, kann sich erfolgreich gegen polizeiliche Maßnahmen wehren. Nichts ist wirkungsvoller, als die Polizei mit ihren eigenen Waffen – den Gesetzen – zu schlagen.
Der erste Abend erklärt allgemein den Ablauf eines Strafprozesses, hier werden die Grundlagen vermittelt. Am zweiten Abend geht es dann zur Sache: Es werden konkrete Situationen wie beispielsweise die Hausdurchsuchung besprochen. Da der zweite Abend auf dem ersten aufbaut, wäre es gut, wenn möglichst viele an beiden Abenden teilnehmen. An beiden Abenden wird es genug Zeit für Erfahrungsaustausch geben. Euch erwartet kein langweiliger Vortrag.

Themen des ersten Infoabends:
Ablauf des Strafprozesses, Befugnisse von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht, Einstellung, Strafbefehl, Urteil Einträge im Bundeszentralregister, Führungszeugnis
Rechtsbehelfe, Fristen Kosten
Fragen / Erfahrungsaustausch

Start: 19:00 Uhr
Dozent: Thilo Schäck (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht)

05.04.: Frauen in der extremen Rechten

Im Rahmen unserer Vortragsreihe “fight for feminism: Bildet euch, bildet andere, bildet Banden!” präsentieren wir, die feministische Antifa Osnabrück, den nächsten Vortrag. Dieser findet im Rahemn des Café Résistance statt.

Frauen in der extremen Rechten
Der Vortrag soll zunächst Frauen, Organisationen von Frauen, welche auf unterschiedliche Art und Weise in der extremen Rechten aktiv sind oder waren und deren Bedeutung für die Szene beleuchten, um sich dann der Frage zu nähern, ob und warum Frauen in der extremen weniger als Gefahr wahrgenommen werden. Abschließend könnte sich in einer Diskussion die Frage gestellt werden, was dies aus feministischer Perspektive bedeuten könnte oder welche (feministischen) Handlungsansätze denkbar wären.