Solidaritätsbekundung des SubstAnZ-Plenums mit Rote Hilfe e.V.

Am 30. November 2018 berichtete der Focus und wenig später weitere Medien, dass der derzeitige Bundesinnenminister Horst Seehofer ein Verbotsverfahren der Roten Hilfe anstrebt.
Die Rote Hilfe ist eine Solidaritätsorganisation, welche vor allem Menschen aus dem linken Spektrum unterstützt. Die Unterstützung geht von der rechtlichen Betreuung, der Vermittlung von Anwält*innen, sowie der Beteiligung an, im Anschluss an ein Gerichtsverfahren anfallenden Kosten, bis hin zur emotionalen Betreuung von politischen Gefangenen. Als Beispiele nennt die Rote Hilfe selbst etwa Personen, die „wegen presserechtlicher Verantwortlichkeit für staatsverunglimpfende Schriften, wegen Teilnahme an spontanen Streiks oder wegen Widerstand gegen polizeiliche Übergriffe ihren Arbeitsplatz verlieren, vor Gericht gestellt, verurteilt werden.“
Entgegen eines bürgerlichen Pressekodex’, der sich in ausreichender Recherche und Objektivität bzw. Parteilosigkeit ausdrückt, übernahmen die meisten Medien die vom Focus dargelegte Beschreibung und Bewertung des Vereins.

Im Focus-Artikel hieß es unter anderem, dass Bedingung sei, den „revolutionären Straßenkampf’ fortzusetzen“, um von dem Verein finanzielle Unterstützung zu bekommen.
Aufgrund des Erwirkens einer einstweiligen Verfügung gegen den Focus seitens der Roten Hilfe, musste der Focus, sowie Focus-Online und der Verfasser des Artikels diesen unverzüglich löschen. Gerichtlich bekam der Verein also Recht, dass hier eine offensichtliche Falschaussage verbreitet wurde.
Wie in der Vergangenheit kam es im Zuge der artikulierten Verbotsbestrebungen zu einer Welle der Solidarität, die weit über die Kreise der radikalen Linken in Deutschland hinaus ging.
Die Rote Hilfe nutzt die Mittel des Rechtsstaats, um Menschen darin zu unterstützen, angstfrei politische Arbeit zu betreiben und die Gesellschaft mitzugestalten. Gerade in Bezug auf Proteste und Demonstrationen, die in dieser Gesellschaft zu Recht als notwendiges demokratisches Mittel und Teil der Demokratie an sich begriffen werden, leistet sie mit ihrer Arbeit essentielle Unterstützung.
Dass das Innenministerium nun ein Verbot und eine Kriminalisierung dieses Vereins anstrebt, ist weiteres Symptom rechten Gedankenguts, das sich in heutiger Zeit immer schneller verbreitet, Einzug in die staatlichen Institutionen findet und bei Rechten die Hemmschwelle sinken lässt, ihre menschenverachtenden Inhalte und Positionen zu artikulieren.

Wir sind davon überzeugt, dass diese Welle der Repression mit dem Verbot der Roten Hilfe weder angefangen hat noch aufhören wird. Wir sehen hierin die Gefahr, dass auch selbstverwaltete Räume wie das SubstAnZ in Zukunft davon betroffen sein können, von staatlicher Seite angegriffen zu werden.

Wir als SubstAnZ erklären uns solidarisch mit dem Rote Hilfe e.V..
Getroffen hat es die Rote Hilfe, gemeint sind wir Alle! Solidarität ist eine Waffe!

16.02.: Das politische Subjekt Frau – Vortrag mit Koschka Linkerhand

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Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe ‘Make feminism rad(ical) again’ findet ein Vortrag und Diskussion mit Koschka Linkerhand statt. Dieser basiert auf ihrem Beitrag im Sammelband ‘Feministisch streiten – Texte zu Vernunft und Leidenschaft unter Frauen’, welches unter ihrer Herausgeberschaft im Querverlag erschienen ist.

+++ Es wird einen Büchertisch der Buchhandlung zur Heide (https://www.buch-zur-heide.de/) geben, an dem ihr das Buch ‘Feministisch Streiten’ und weitere Bücher aus dem Querverlag erwerben könnt+++

Das politische Subjekt Frau – Was kann ein materialistischer Feminismus leisten?

In einer Gesellschaft, in der sowohl Geschlecht als auch Arbeit immer flexibilisierter erscheinen und die Ungleichzeitigkeiten im Frauenbild augenfällig sind, hat der queere Feminismus der Vielfalt Konjunktur. Aber es bleibt ein Unbehagen: Können wir davon ausgehen, dass ein Feminismus, der fast ausschließlich mit Differenzen hantiert und sich an geschlechtlichen und sexuellen Identitäten abarbeitet, realpolitisch handlungsfähig ist? Fehlt hier nicht die Vermittlung der Vielfalt mit feministisch-materialistischer Gesellschaftstheorie, die historisch gewachsene und strukturelle Benachteiligungen erfassen kann? Um kritisch zu intervenieren und darüber hinaus utopisch produktiv zu sein, bedarf es einer Analyse des kapitalistischen Patriarchats.

Wie lässt sich also ein materialistischer Feminismus bestimmen, der mit dem politischen Subjekt Frau operiert, ohne die Differenzen und Widersprüche zu vernachlässigen? Welche politischen Felder müssen feministisch neu erobert und verteidigt werden – im Spannungsfeld zwischen politischer Nüchternheit und revolutionärer Hoffnung?

Das SubstAnZ hat einen barrierearmen Zugang und eine barrierearme Toilette.

Offener anarchistischer Brunch

…am 2. Dezember ab 11 Uhr.

Der offene anarchistische Brunch möchte einen Anlaufpunkt für Menschen bieten, die sich für anarchistische Politik interessieren oder sich selbst bereits als Anarchist*innen begreifen und sich organisieren wollen. Bei Brot, Kaffee und entspannter Atmosphäre möchten wir darüber reden wie eine bessere Welt aussehen kann und wie konkrete Schritte realisiert werden können. Wir sind gespannt darauf, wie es sich weiter entwickelt. Begeistern wir uns dafür gemeinsam in Richtung einer besseren Gesellschaft zu gehen.

Es wird Brötchen, Brot und Getränke geben, damit es ein leckeres, großes Büffet wird, bring gerne etwas (veganes) mit.

100 Jahre Novemberrevolution – Vortrag der Libertären Kommunist*innen Osnabrück

„Wie viele Deutsche wissen, dass die ersten Fliegerbomben nicht im Zweiten Weltkrieg in Berlin einschlugen, sondern im Verlauf des Märzaufstandes von 1919?“ (Mark Jones – Am Anfang war Gewalt)

Die Deutsche Revolution, auch als Novemberrevolution bekannt, jährt sich 2018 zum 100ten Mal – aber was haben uns bürgerliche Schulen und Medien jemals über ihren tatsächlichen Ablauf und die revolutionäre Kraft der aufständischen ArbeiterInnen und Soldaten gelehrt? Diesem bezeichnenden Mangel an Wissen und Bewußtsein, auch innerhalb der radikalen Linken, wollen wir mit unserem Vortrag entgegenwirken.

Wir spannen einen Bogen von den ersten Anti-Kriegs-Streiks über den Matrosenaufstand von Kiel, die Revolutionereignisse in Osnabrück bis zum völligen Zusammenbruch der alten Ordnung und der Ausrufung der Sozialistischen Deutschen Republik. Es wird um die Manöver der Konterrevolution unter Führung von SPD und Militärs ebenso gehen, wie die zukunftsweisenden rätedemokratischen Experimente der RevolutionärInnen. Zum Abschluss wollen wir die wichtigsten Schlussfolgerungen aus den historischen Ereignissen für heutige emanzipatorische Bewegungen darstellen.

Eine Veranstaltung der Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS}. In Kooperation mit der Hochschulinitiative Antifaschismus.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Café Résistance – offener antifaschistischer Treff Osnabrück.

Veranstaltungsort:
SubstAnz Osnabrück
Frankenstr. 25a
49082 Osnabrück
Der Veranstaltungsort hat einen barrierearmen Zugang, sowie eine barrierearme Toilette. Der Raum ist rauchfrei

11.11.: Ska Against Racism #34: Skampida [COL]

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SKAMPIDA

ROCK MESTIZO FROM COLOMBIA as an innovative and diverse fusion of Colombian reggae, folkloric rhythms, and urban sounds like hip hop, punk and latin styles like cumbia and champeta, including gypsy influences and drum & bass.

SKAMPIDA has become one of the most successful and popular group’s to emerge from Colombia.

Skampida has performed with renowned artists and musical groups such as The Skatalites BandMOLOTOV OFICIALDead Kennedys, Voodoo Glow Skulls, King Chango, Alicia KeysManu ChaoUriah HeepCultura ProféticaAsian Dub Foundation (Official) and Gogol Bordello.

SKAMPIDA’S inventive and cutting edge sound, filled with deep emotion and conviction, has made the band´s popularity grow throughout Latin and North America after every one of their blasting performances; that easily can count up to 1000 in Latin America, and around 500 in U.S, Canada & Europe.

Media outlets “The New Times” and “Shock Magazine” have awarded SKAMPIDA the title of “Best Ska and Reggae Band” and “Best Live Performance.”

Doors: 19:00 Uhr
Start: 20:00 Uhr
Entry: 5 Euro

19.10.: A Time To Stand + The Cold + Wirkstoff P.

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A Time To Stand

A Time To Stand kennen sich aus der Schule oder haben im Zeltlager aufeinander aufgepasst. Pünktlich zur Bandgründung im Sommer 2010 verschwand Sänger Nils für ein Dreivierteljahr ins Ausland, weshalb A Time To Stand erst seit 2011 mit ihrer Popmusik auf Hardcore-Shows auftreten.
Vorher hatte man noch glücklicherweise die EP „You Are Here” aufgenommen, die man dann irgendwie Dave von Major Threat andrehte. Ein Jahr später, im Herbst 2012, erblickte dann die 7” „Torcher” mit Hilfe von No Panic! Records das Licht der Welt.
Der mittlerweile etwas ungünstigen Wohnsituation zum Trotz spielen A Time To Stand weiterhin reichlich Konzerte und teilten sich die Bühne mit international bekannten Bands wie Polar Bear ClubNothingtonRVIVR oder MASKED INTRUDER, aber auch mit nationalen Größen wie BroilersRasta Knast – official profile oder Rantanplan. Zudem tourten sie unterstützt von Horrorbiz Booking im März 2013 mit den schwedischen Tag Your Targets die Republik. Im Juli 2014 wurde passend zum neuen Release, einer 3-Way Split 7” mit den englischen River Jumpers und den schottischen The Walking Targets, erneut quer durch Deutschland getourt. Mittlerweile sind über 70 Konzerte gespielt und derzeit wird fleißig an neuen Songs gearbeitet.
Stylistisch bleibt man sich treu: A Time To Stand sind nicht besonders außergewöhnlich und spielen eine Mischung aus Pop-Punk und Hardcore – positiv und melodisch. Machen wir uns mal nichts vor: Du und deine Freunde könnten A Time To Stand sein.

The Cold (https://thecold.bandcamp.com)

Ballender Punk aus Hamburg

Wirkstoff P.

Streetpunk von umme Ecke

Doors: 20:00 Uhr
Start: 21:00 Uhr
Entry: 5 Euro

17.10.: Dylan Lana [ARG]

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Dylan Lana hat sein zweites Album aufgenommen und kommt nach Deutschland, um es euch vorzustellen!
Im Gegensatz zum Konzert vor einem Monat, ist diesmal die komplette Band am Start und will mit euch den Abend feiern.

Doors: 21:00 Uhr

Eintritt, wie immer Mittwochs, umsonst.
Spenden sind natürlich gerne gesehen.
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No Entry
Donations are welcome

Support your local (Ska-)Punk Kneipe!

12.11.: Torkel T + Überraschungsgast

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12. Oktober 2018
Doors: 19:00 Beginn: 20:00
Abendkasse – 5€

20:00 Special Überraschungs-Act *.*
21:30 Torkel T
Danach Zeckenrap & Alltime Hip Hop Classics aus der Dose ♥

Solitresen!

Am 31. März 2018 veröffentlichte der Berliner Rapper Torkel T sein zweites Album „Hänger & Abgehängte“ als limitierte weiße Vinylauflage und als digitale Downloadversion.
Während sein erstes Album 2015 beim Berliner Label Springstoff erschien, wird „Hänger & Abgehängte“ in DIY-Manier gepflegt.

Der selbsternannte Hänger Torkel T bleibt seiner Linie treu: „Hänger & Abgehängte“ ist ein politisches und gesellschaftskritisches Album, das eine vielfältige Themenlandschaft bietet. Lyrisch anspruchsvoll geht er in seinen Songs auch über rein politische Themen hinaus.
Er verarbeitet alltägliche Qualen ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse und Abstiegsängste, Polizeigewalt – gekonnt verpackt in einem Storyteller aus Sicht eines jungen Polizisten – und berichtet von neonazistischen Drohszenarien aus seinem Heimatort sowie von rechter Hetze im Internet.
Neben diesen düsteren Facetten lässt Torkel T auf dem Album aber auch Ausbruchsphantasien aus der grauen Alltagslethargie anklingen. Er vertont Geschichten aus der eigenen Punk-Vergangenheit und vom Traum einfach abzuhauen und trampen zu gehen. Stellt die Frage ob man nun lieber „cyphert oder abhängt“, schwärmt in einem Liebeslied von einem eher ungewöhnlichen „Objekt der Begierde“, und philosophiert im „Hausbesetzersong“ über eine Utopie in der alle willkommen sind.

Künstler*innenprofil:
Torkel T, 1989 am Jadebusen geboren, seit 2013 wohnhaft in Berlin, entdeckte schon in der frühen Jugend seine Leidenschaft zur Rapmusik. Seine ersten eigenen Versuche starteten 2010 als Backup-Rapper. 2015 erschien sein erstes Album „Ums Ganze“ beim Label Springstoff. Seitdem spielte Torkel T über 75 Konzerte in ganz Deutschland sowie in der Schweiz und in Italien.
Torkel T versteht sich selbst als politischen Menschen mit viel Liebe zu anarchistischen Ideen und einer klaren antifaschistischen Grundhaltung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich seine Persönlichkeit, seine Weltanschauung und seine Ideen von einem schöneren Leben auch in seinen Texten widerspiegeln.

Short English version

Torkel T is a rapper from Berlin, who’s positions himself in the anarchist and antifascist movement, which is reflected by the subjects and content of his lyrics.
Torkel T is a political activist that sees his music as a part of political activity and an alternative subculture.
He supports radical projects and structures by performing at benefit concerts, taking part in the fight against capitalism, as well as the struggle against the invariably offensive growing racism and swing to the right in our society.

Vereinsveranstaltung – Neue Gesichter ♥-willkommen.
Auch Hip-Hop und Rap können aware sein, deswegen kein Platz für Homophobie, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und jede Menschenfeindlichkeit.