30.09.: Klotzs + Orto [GBR]

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Klotzs

Was gibts da schon viel zu sagen? alte leute und musik? vielleicht? irgendwo auf jeden fall schon stimmig….vielleicht aber auch nicht ganz? immerhin wird in der momentanen 2er-konstellation schon seit 2011 musiziert. man macht sich rar und hält sich zurück. lieber im stillen reifen und sich nicht zu sehr abhetzen? weisheiten….blablabla…… eine nette bezeichnung der band gegenüber war das nette wort “kopfpunk”…welches an sich ein nettes etikett darstellt und nichts beschönigt….aber auch keine völlige falschaussage ist. im grunde gehts hier in diesem fall um das was in diesem rahmen zählt…musik. daher nützt alles viele gerede nichts, wenn es auf diesen punkt zu sprechen kommt und dann nicht stimmt….was gibts da schon viel zu sagen? wer hiermit nichts anfangen kann…..naja…kann man ja an anderer stelle bei x-beliebigen anderen bands etwas über biographien lesen und sich eine nette geschichte für dieses kästchen ausdenken…..

ORTO

Es scheint als geben sich die frühen La Dispute die Hand mit einem HauchAt The Drive In. Mal mehr, mal weniger. Die vier Boys (ex-Mitglieder vonStillbust & Lanterns) kommen nun im September/Oktober für ihre erste Tour auf dem Festland nach Deutschland und haben ihre Debut-EP “Kinda Dismal” im Gepäck.

Doors: 20:00
Entry: 5 Euro

23.09.:Demo: Die Rechte Welle brechen. Stimme abgeben? Stimme erheben!

Das Bündnis EPOS (Emanzipatorische Politik Osnabrück) ruft für den 23.09. zu einer Demo auf, die wir sehr unterstützenswert finden:

In Charlottsville zeigte sich am 12. August erneut, wozu rechte Ideologie führt. Ein Teilnehmer einer rechten Demonstration raste mit seinem Auto in Gegendemonstrant*innen und tötete die 32-jährige Heather Heyer und verletzte 19 weitere Menschen. Es genügt ein Blick in Teile Deutschlands, um festzustellen das latente Menschenfeindlichkeit zunehmend öffentlich vorgetragen und in gewalttätige Praxis umgemünzt wird. Völkisch-rassistische Bewegungen wie zum Beispiel Pegida fanden breites Gehör in der Gesellschaft. Immer wieder gibt es Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, immer wieder Angriffe auf Linke. Der Rechtsruck schreitet seit Jahren in Europa, den USA und anderen Teilen der Welt voran. In Deutschland maßgeblich befeuert durch die AfD. Als organisatorisches Rückgrat der Reaktion erzielt sie immer wieder Wahlerfolge, und dies möglicherweise auch wieder zur Bundestagswahl. Sie steht für ein rassistisches, sexistisches sowie nationalistisches Weltbild. Mit autoritären Krisenlösungen stellt sie eine ganz konkrete Gefahr für viele Menschen dar. Sie brutalisiert diese Verhältnisse immer weiter. Für uns ist klar: Diese Partei muss bekämpft werden.

Der Rechtsruck ist jedoch nicht mit Wahlen zu stoppen und insbesondere nicht mit Annäherung gegenüber Rechten, stellt er sich doch nicht nur in der AfD dar. Diese ist lediglich die reaktionäre Zuspitzung dieser Verhältnisse. Alle Parteien rücken nach rechts. In allen Parteien gibt es rassistische Positionen. Horst Seehofer fordert, die Sozialsysteme bis zur letzten Patrone zu verteidigen, Boris Palmer spricht sich für eine Obergrenze von Geflüchteten aus und Sarah Wagenknecht redet von einem Gastrecht für Geflüchtete. Verwundern tut das nicht. Über die CDU, die SPD, den Grünen bis zu der Partei die Linke stimmten und stimmen alle in den nationalistischen Kanon ein. Von völkischem Nationalismus über Standortnationalismus bis hin zur angeblichen Notwendigkeit des Massengrabs im Mittelmeer. Alle Parteien haben sich dem Programm verschrieben, Deutschland möglichst weit nach vorne zu bringen und in der Staatenkonkurrenz einen Vorteil zu verschaffen. Nur im Wie unterscheiden sie sich.

Dabei hat dieses Unterfangen einen extrem menschenfeindlichen Zweck. Hier zu Lande werden die Menschen in immer miesere und prekärere Jobs gedrückt, dürfen sich mit Hartz 4 rumschlagen und zusätzlich müssen manche noch ganz nebenbei den Haushalt schmeißen und Kinder versorgen. In anderen, nicht zuletzt auch von Deutschland, verwüsteten Landstrichen verhungern die Menschen oder ertrinken im Mittelmeer. Durch niedrige Löhne, Hartz 4, unbezahlter Hausarbeit und Druck an der Uni und in der Schule ist Deutschland Krisengewinner. Alles was es von Staats wegen gibt, musste erkämpft werden oder dient dem Zweck, dass die Leute weiterhin arbeiten können, damit die Wirtschaft weiter läuft. Nur deswegen gibt es die Sozialausgaben.

Wir wollen uns nicht mit diesen Verhältnissen zufrieden geben. Wenn wir eine andere Welt ohne Konkurrenz, Leistungsterror, Armut und Patriarchat wollen und Ideologien wie Nationalismus, Rassismus und Sexismus überwinden wollen, müssen wir das schon selber in die Hand nehmen. Zur Wahl steht das nicht. Sowohl gegen den Rechtsruck als auch gegen seine Grundlage, diese Verhältnisse, müssen wir uns organisieren und solidarisch mit allen sein, denen dieses System das Leben zur Hölle macht. Fangen wir jetzt damit an.

Kommt zur Demonstration am 23.09.!

Den Rechtsruck stoppen, Kapitalismus abschaffen! Für die befreite Gesellschaft!

08.09.: Testsieger & 2Kant

Testsieger /elektropunk ol + 2Kant /waldarbeiterdiskurspop os

TESTSIEGER (Elektropunk aus Oldenburg)
2Kant (Diskursives für Waldarbeiter)

Testsieger sind ein Urgestein in derdeutschen Elektropunkszene und seit über einem Jahrzehnt unterwegs. Energie pur, mit livedrums und einem Haufen analoger keys…irgendjemand nannte sie mal die größte und lauteste Heimorgel der Welt. Krautige Instrumaljams, eingestreute drum’n’bass Beats und knallige deutschsprachige Elektropunksongs von zwei Typen die ihre Instrumente nach allen Regeln der Kunst verhauen.
https://www.youtube.com/watch?v=h2GO9uyQjbE

2Kant
https://www.youtube.com/watch?v=sKkjuNtnyxw

Doors: 20:00 Uhr
Entry: 5 Euro

05.09.: Wie wähle ich als Linke*r? Diskussionsveranstaltung

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Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Innerhalb der Linken gibt es immer wieder kontroverse Diskussionen und Zerwürfnisse zu dem Thema „Wähle ich als Linke*r“? und falls ja, wie und natürlich wen? Gibt man damit sein grundsätzliches Einverständnis mit diesen Verhältnissen zu Protokoll oder kann dadurch die Gesellschaft verändert werden?
Wir wollen dieses Thema einmal im Rahmen einer Diskussionsrunde behandeln. Es wird einen kurzen Input geben um sich anschließend mit den Thema auseinanderzusetzen. Vorwissen ist nicht nötig.

Die Organisator*innen sind von den Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS}.

G20 – Gipfel der Repression


G20 – Gipfel der Repression

Die sogenannten Sicherheitsbehörden hatten bereits im Vorfeld des G20 Gipfels in Hamburg eine diffamierende Kampagne gegen die Kritiker_innen und mögliche Gegenproteste gefahren. „Potentielle Täter_innen“ sollten im Rahmen einer mehr als nur fragwürdigen präventiven Repressionswelle eingeschüchtert, eine breite Mobilisierung unterbunden werden.
Gefahrengebiete wurden konstruiert und gefährlich war es auch – für viele Demonstrierende in Hamburg. Eine erstaunlich brutale und skrupellose Zerschlagung der „Welcome to Hell“ Demonstration durch die Polizei und eine dreiste (Fehl)informationspolitik, wie sie spätestens seit dem G8 Gipfel in Rostock bekannt ist, zeigen: Die Eskalation war gewollt. Dies belegen auch das Vorgehen der Einsatzkräfte im Umgang mit den geplanten Protestcamps und die zahlreichen polizeilichen Übergriffe auf Journalisten oder auch gänzlich unbeteiligte Personen, die nun durch unverhältnismäßig harte Urteile gegen Verdächtige nachträglich legitimiert werden sollen. Verdächtige, da die vorhandene Beweislage bei genauer Betrachtung mehr als dürftig ist – für den stets bemühten „Rechtsstaat“.

Dass eine der Konsequenzen sein wird, dass die Gewalttäter die wir gefasst haben […] mit sehr hohen Strafen rechnen müssen.“ – O-Ton Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Ganz im Sinne des Provokateurs Olaf Scholz, der sich und seine hochgerüsteten Cops zu Helden erklärte und der versucht, das eigene Scheitern durch haltlose und pauschale Angriffe gegen die berechtigten Proteste zu kaschieren.

So müssen die bisher verhängten Urteile als das bezeichnet werden, was sie sind: politisch motivierte Schützenhilfe für die tatsächlich Verantwortlichen – die Initiator_innen des G20 Gipfel.

Wir lassen uns unsere Protestformen weder diktieren, noch kaputtschlagen!
Wir lassen uns nicht spalten!
Solidarity with all Prisoners!

01.09.: Ska Against Racism #28: The Groovin’ Jailers [FRA] + Support

The Groovin’ Jailers

“Catchy Reggae” from The North of France

Wer schießt auf Ralf Bialla?

“Eins – zwei – Feuer!” Ein Zuschauer drückt ab und schießt dem Artisten genau zwischen die Zähne. Bialla stöhnt auf, schluckt kurz und spuckt die Kugel aus. Tusch und Applaus.

Moloch (http://moloch.blogsport.eu/)

Moloch sind seit 2011 eine Punkband aus Berlin. Die Musik ist “düster“, “zackig“, “treibend“, “abwechslungsreich“, die Texte “scharfsinnig“ und thematisieren “das eigene Scheitern und die Probleme der Identitätsfindung in einer kranken Welt“.
Alles in Allem: Punk. Punkt.

Doors: 20:00 Uhr
Start: 21:00 Uhr
Entry: 5 Euro

26.08.: Le Monde Est En Flammes (Refpolk, Daisy Chain, Ben Dana)

Le Monde Est En Flammes (Die Welt Brennt) ist ein HipHop-Projekt, das im Sommer 2016 von Daisy Chain aus Athen, Ben Dana aus Bremen und Refpolk aus Berlin gegründet wurde. Jedes Mitglied rappt in eigener Sprache – auf Griechisch, Französisch und Deutsch. Ziel ist es, Aktivismus und Hip Hop zu verbinden. Le Monde Est En Flammes schreiben nicht nur politische Songs, sondern sind in einer Bewegung aktiv, die auf Solidarität und Selbstorganisierung setzt. Neben ihrer Musik sind sie Teil des Projekts In.Flammen, das zurzeit ein politisches Hip-Hop-Netzwerk zwischen Griechenland und Deutschland aufbaut. Die Musik von Le Monde Est En Flammes ist Widerstand und Angriff, um die Utopie zu leben.

Refpolk

Rapper, Aktivist und Mensch in Berlin. Schreibt Texte voller Zuversicht und Zweifel, rappt live in besetzten Häusern und linken Zentren und gibt Inputs zu Männlichkeit im Rap, auf der Suche nach den Rissen im Granit.

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Refpolk macht seine ersten vorsichtigen Rap-Schritte 2005 mit seiner Demo-CD “Rufmord”, die er zwischen Lüneburger Heide/Norddeutschland und Berlin aufnimmt und produziert. Richtig los geht’s dann aber erst nach seinem Umzug nach Berlin. Zusammen mit dem Rapper Kobito und dem Beatproduzenten MisterMo gründet er Ende 2006 die Rap-Crew Schlagzeiln. Ein Jahr später kommt DJ Kai Kani dazu.

Mit Tracks wie „Köpi Bleibt“, “Nur Angst, kein Respekt” (Berliner Melange, 2007), “Rosen” oder “Deutschland ist ein Athlet” (Der Complex, 2009) produzieren sie den Soundtrack so mancher linken, autonomen, emanzipatorischen (Reihenfolge und Begriffe beliebig) Aktivität. Schlagzeiln spielen in den folgenden Jahren über 150 Gigs in Berlin, Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz.

Gleichzeitig ist Refpolk auch solo und auf zahlreichen Features in den weiten Landschaften des Zecken-, Öko-, Hassbrenner- oder wie auch immer genannten Raps unterwegs (z.B. mit Tapete, Lea-Won, Johnny Mauser, Pyro One, sookee, Jk Indeed, Boykott, Lena Stoehrfaktor).

Im Sommer 2010 schließt sich Refpolk mit der Rapperin Sookee zusammen, um regelmäßig auf unterschiedlichsten Veranstaltungen Inputs zu Männlichkeitsentwürfen und (Hetero-)Sexismus im deutschsprachigen Rap zu geben. Ihr Input gibt, ausgehend von Theorien zur Konstruktion von Geschlecht und aus der kritischen Männerforschung, einen Einblick in die Entstehung, Potentiale und problematischen Aspekte von Rap. Refpolks Beitrag baut auf seine Untersuchung von “Männlichkeitskonstruktionen in deutschsprachigen Rap-Texten” (2010) auf.

Im Februar 2011 veröffentlicht Refpolk seine EP “Momente” als Free-Download. “Momente” ist der Versuch, politische und persönliche Momente, Augenblicke und Erinnerungen auf einer EP zusammenzubringen. Das eigene Ding machen, dieses gleichzeitig in Frage stellen, wütend, aber mitfühlend sein… Die Beats kommen von Tapete, der auch den Großteil der Tracks von “Momente” produziert hat, und MisterMo.

Im Dezember 2012 veröffentlicht Refpolk seine erstes Solo-Album “Über mich hinaus”.

Daisy Chain

Daisy Chain is a rap artist from Greece. She is member and voice of Arma di Scelta, a rap project that released the album ‘Όπλο επιλογής’ in 2012. Her lyrics are about social-political matters, and focus on how to get back the control of our lives through our own ‘weapons of choice’. The last few years she has been participating mainly in live concerts that are cause oriented and in gigs that exist ‘for a reason’.

Ben Dana
ist ein Rapper und Aktivist aus Bremen. Seine ersten Rapschritte machte er in Mali Mitte der 90ger Jahre mit den Rapcrews Nesby Brothers und Procesus Verbal. Als er Anfang der 00er Jahre nach Bremen/Deutschland zog lernte er die damaligen HipHop-Partisan Mitglieder Kaos Kanji und Tetsuo kennen, mit denen er 2004 die Punkrapcrew Radical Hype formierte. Dieses Projekt versuchte Aktivismus mit Rap zu verbinden, und legte großen Wert darauf solidarische Strukturen (d.i.y.) zu nutzen und supporten. Radical Hype spielte fast ausschließlich auf Soli-Veranstaltungen in autonomen und selbstverwalteten Zentren, Squads, auf Demos und Antifaschistischen Festivals. Darüber hinaus organisierten sie auch selber Konzerte, Workshops oder Vorträge, und halfen aktiv beim Aufbau verschiedener kultureller und politischer Netzwerke und Räume, die teilweise über Europa hinaus reichten. Radical Hype löste sich ende 2015 auf.

Doors: 20:00 Uhr
Entry: 5 Euro

23.08.: Ska Against Racism #27: Chameleon Mime [ITA]

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Chameleon Mime

Nine different musicians, joined by a strong desire to create and live their own passion for music, set up the project Chameleon Mime in July 2015. It mixes together different music genres as Swing, Ska, Electro Swing, Latin and Funk to create original, passionate and unique sounds. As chameleons have the ability to change colours, as Chameleon Mime’s music always changes rythmes without adjusting to a singular genre. The band is formed by a female voice, a guitar, accordion/keyboards, saxophone, trumpet, violin, bass, percussions and drums. Chameleon Mime took part to one of the most important music event, the Boomtown Fair festival 2016 (UK). Moreover they played in more than fourty live events in Italy in 2016. The most important ones are: Arena Campovolo Madiba, Festareggio, Reggio Emilia (Emilia Romagna). Positive River Festival, Campegine (Emilia Romagna). CC Muziek Fabriek – Live Music Productions, Amsterdam (NL). The Waterhole live music bar., Amsterdam (NL). Show Festival – Festival delle Cittaslow – Castelnovo ne’ Monti, Borgotaro (Emlia Romagna). Ferrara Buskers Festival(Emilia Romagna). Festival Imaginaria, Sambuca Pistoiese (Toscana).European Music OpenValle di Ledro (Trentino Alto Adige). B.U.C.O. fest festival, Bologna (Emilia Romagna). Circolo Arci Vizi del Pellicano, Correggio (Emilia Romagna). Circolo Arci Calamita, Circolo Arci Tunnel, Reggio Emilia (Emilia Romagna). At the moment the band is working to make the first CD of its career

Doors: 21:00 Uhr

Eintritt, wie immer Mittwochs, umsonst.
Spenden sind natürlich gerne gesehen.
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Free Entry
Donations are welcome

Support your local (Ska-)Punk Kneipe!

22.08.: #NoG20 aus der GraswurzelPerspektive – Filmmaterial

Der G20Gipfel in Hamburg ist offiziell vorbei. Den meisten Menschen sind Bilder erschreckender polizeistaatlicher Gewalt im Gedächtnis geblieben, viele kämpfen noch immer um Aufklärung der dort systematisch und willkürlich verübten staatlichen Verbrechen bzw. mit der Verarbeitung des Erlebten und den
Konsequenzen repressiver Maßnahmen.
Die meisten, großen Bericht erstattenden Medien haben im Wesentlichen nur Gewalt und ein paar Bilder aus dem Innern der Paläste der Herrschenden geliefert – zur Befriedigung von Sensationsgelüsten sowie zur Abschreckung und Verblödung der Allgemeinheit.
Doch die Proteste gegen den G20 waren und sind so viel mehr!

bunt • laut • kreativ • kraftvoll • vielfältig • solidarisch

graswurzel.tv hat als unabhängig von herkömmlichen medialen Strukturen arbeitendes, alternatives JournalismusKollektiv die Proteste gegen den G20 und auch schon die Aktionen im Vorfeld des Gipfels mit Kameras begleitet. Dabei ist eine Reihe von Bildmaterial entstanden, das uns für zukünftige Kämpfe Mut und Kraft geben kann und soll.

Diese Filmchen (mit einer Gesamtlänge von ca. 100 Minuten) möchten wir gemeinsam anschauen und dem Gedankenaustausch im Anschluss freien Lauf lassen.

Einlass: 19 Uhr
Fimbeginn: ca. 19:30 Uhr

 

18.08.: Vortrag “Wählen ist verkehrt!” – von Freerk Huisken

Vortrag und Diskussion mit Freerk Huisken

Beginn: 19 Uhr

“Auch im Superwahljahr 2017 gilt:
Wählen ist verkehrt!

Gemeinhin steht das höchste demokratische Recht beim Volkssouverän nicht im allerbesten Ruf. Es ist sehr die Frage, ob die Bürger die Wahl überhaupt vermissen würden, wenn sie für den September nicht angesetzt worden wäre. Weisheiten der Art, dass das Wählen ja eh nichts ändert und dass ‚die da oben sowieso machen, was sie wollen’, sind Gemeingut weit über kritische Zirkel hinaus.
Je näher der Wahltermin rückt, desto leiser werden freilich bei vielen diese abschätzigen Stellungnahmen. Desto mehr setzt sich der Standpunkt durch, dass man auf den – wenn auch sehr kleinen – Einfluss, den man mit einer Wahlstimme auf die Staatsmacht ausübt, nicht verzichten darf.

Der knappe Ausgang des Brexit-Referendums und der Wahl von Donald Trump sowie der im europäischen Superwahljahr drohende Aufstieg von nationalistischen, EU-feindlichen Parteien in allen Mitgliedsländern sollen dafür so etwas wie ein überzeugendes Argument liefern: Hätten mehr junge Briten, die eher pro-Europa sind, und mehr linke Amerikaner von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, wäre nicht Trump heute US-Präsident, sondern Hillary Clinton, und der Brexit stände heute nicht auf der Tagesordnung der EU. So wird da gedacht. Wie im Rest der EU sehen es auch viele Deutsche in der Septemberwahl als ihr Interesse und ihre Aufgabe an, den Rechtspopulisten und Nationalisten, den Ausländer- und EU-Feinden besonders von der AfD den Weg zur Macht zu versperren.
Mag es Zweifel geben, ob eine Wahlbeteiligung positiv eine Änderung der Politik im Sinn des Wählers bewirkt, negativ als Instrument zur Verhinderung der Machtergreifung der Falschen, soll sie schon ertwas taugen.
Allerdings stellt sich die Frage, wofür so ein Wähler eigentlich Partei ergreift, wenn er mit der Absicht, die AfD zu stoppen, sein Wahlkreuz setzt. Wie taucht das eigene Wahlmotiv im Wahlakt, im Wahlresultat und später in der Politik der gewählten Partei auf? Verhält es sich nicht so, dass man sich auf diese Weise, also per Beteiligung an der demokratischen Wahl gar nicht anders vor der Herrschaft der rechten Nationalisten schützen kann, als dass man der Machtergreifung einer anderen, zum „kleineren Übel“ erklärten Partei und deren politischer Herrschaft über sich zustimmt?”