Programm

„Kongress Freiräume organisieren und erhalten“

WICHTIGER HINWEIS:
Bei dem Freiraum Kongress handelt es sich eine geschlossene Veranstaltung für ausschließlich angemeldete Delegierte.

Planungsstand 14. Mai 2017Änderungen unwahrscheinlich!

Freitag, 26. Mai 2017 bis Sonntag 28. Mai 2017

FREITAG (26.5.)

  • 17-19 Uhr: Anreise, Anmeldung, Begrüßungs- und Abendbuffet, Schlafplatzverteilung etc.
  • 19 Uhr: Begrüßungsplenum, Vorstellung, Anmeldung zu den Blöcken (Dauer 2-4 Stunden)
  • Im Anschluss:
    • Open Space 1
      • angeleitete Diskussion zum Thema Definitionsmacht
      • weitere Themen; siehe unten
    • Zeitgleich: Film: Züri brännt! Dokumentationsfilm über die Bewegung und Proteste im Zürich der 1980er Jahre
    • Zeitgleich: Sozialer Austausch am Tresen

SAMSTAG (27.5.)

    • 09.00 – 10.00: Frühstück
    • 10.00 – 12.00 SLOT 1
      • BLOCK 1A: Erfahrungsaustausch: Plenum für Alle (ehemals: Inklusion)
        Der bestehende Freiraum soll von möglichst vielen unterschiedlichen Gruppen, die zum Haus passen, genutzt werden. Wie aber kann ein Plenum sprachlich allen Menschen zugänglich gemacht werden? Wie erreicht mensch es, dass Geflüchtete das Haus nicht nur nutzen, sondern durch das Plenum auch aktiv an dessen Gestaltung mitwirken können? Wie ist es möglich, auch komplexere Themen auf einer Ebene zu behandeln, zu der viele Menschen Zugang finden?
      • BLOCK 1B: ROLLE DES PROJEKTES IM POLITISCHEN RAUM:
        Diskussionüber die Rolle des Freiraums im politischen Raum, welche Rolle spielt z.B. die Afd in Ausschüssen oder Stadträten? Politische Wahrnehmung des Freiraums, politischer Freiraum vs. bürgerlicher Anbiederei, Einbringen in zivilgesellschaftlichen und politischen Strukturen
    • 12.30 – 14.30 SLOT 2
      • BLOCK 2A: Vortrag und Diskussion RECHT
        Guter Rat ist (nicht immer) teuer
        Es gibt kein richtiges Leben im Falschen (Adorno).
        Was hier als Zitat steht, ist für jedes selbstverwaltete Projekt im Kapitalismus bitterer Alltag. Immer wieder tauchen juristische Fallstricke auf: Wie ist das mit Spenden, wann will der Staat abkassieren, was passiert, wenn Aktivist*innen Schaden erleiden oder anrichten und welche haften für politische Inhalte bei der Kommunikation nach außen?
        Wir haben einen Anwalt eingeladen, der über juristische Grundlagen selbstverwalteter Räume referieren wird. Ausserdem wird er Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Überleben selbstverwalteter Räume stellen, beantworten.
        “In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V.“

        Weitere Inhalte: Hausrecht vs. Diskriminierung, Demokratieerklärung und Extremismusklausel, Haftung eines Tägervereines, Umgang und Rechte bei Kontrollen

      • BOCK 2B: Tipps zum Umgang mit der Beantragung von Fördermitteln etc.
        Auch wenn viele Dinge im Rahmen autonomer Zentren durch Engagement, Eigenleistung oder Spenden erledigt werden können, gibt es immer wieder den Punkt, an dem eine größere Mengen Geld benötigt wird. Dies kann die Anschaffung einer neuen PA sein, die Renovierung von Toiletten, Geld für den Ausbau oder die Instandsetzung des Gebäudes, die Erneuerung der Heizung und so weiter.
        Um auch bei klammen Kassen an Geld für solche Maßnahmen zu kommen, gibt es die Möglichkeit, Fördermittel einzuwerben.
        In dem Workshop/Vortrag soll die praktische Seite mit dem Umgang mit (vorzugsweise staatlichen) Fördermitteln diskutiert werden. Zunächst wird ein Überblick über mögliche Geldgeber gegeben. Anschließend ein Fahrplan für die erfolgreiche Beantragung und Umsetzung von geförderten Projekten vorgestellt, sowie auf die Kernpunkte beim Schreiben eines Antrags eingegangen. Abschließend wird die Abrechnung des Projektes, sowie die Nachweiserbringung diskutiert.Das Ziel ist, eine allgemeingültige Vorgehensweise bei der Beschaffung von Fördergeldern aufzuzeigen, die unabhängig vom Fördertopf oder Bundesland ist.Grundsätzlich müssen sich alle am Projekt beteiligten wohl mit der Einwerbung der Zuschüsse fühlen und sie dürfen auch grundsätzlich nicht zu einer Einschränkung in der Selbstverwaltung führen. Sofern Interesse besteht, können abschließend die Nachteile und Fallstricke besprochen und diskutiert werden. Hier ist es sicher auch spannend zu schauen, wer von uns in der Vergangenheit welche Erfahrungen gemacht hat. 
    • 14.30 – 16.00 Mittagessen und Pause
    • 16.00 – 18.00 SLOT 3
      • BLOCK 3A: Vortrag und Diskussion über das Steuerrecht für Vereine
        Was sind die drei Säulen eines gemeinnützigen Vereins? Wie müssen welche Sachen in einem Verein versteuert werden? Wo kann mensch Steuern einsparen, wo bekommt mensch wie Geld zurück? Müssen wir befürchten, bei zu hohem Umsatz die Gemeinnützigkeit unseres Trägervereins zu verlieren? Wir wirtschaftet mensch am pfiffigsten, um Rücklagen zu bilden? Dürfen Gehälter gezahlt und Praktikant*innen angestellt werden? Sind Vereine vorsteuerabzugsberechtigt? Diese und alle weiteren Steuerfragen, die bei euch aufgekommen sind, sollen hier geklärt werden.
      • BLOCK 3B: Vortrag/Workshop: Umgang mit der GEMA
        “Alles GEMA oder was?!

        Ihr wollt mit Bürokratie und nervigen Formularen nix zu tun haben? Wir auch nicht, aber es gibt Institutionen die es euch aufzwingen, auch wenn sie nix mit dem Staat zu tun haben. GEMA ist watching you! Das ist uns aufgefallen als die erste Rechnung über 1000EUR im Briefkasten lag. Was tun? Wir berichten von unseren Erfahrungen, sensibilisieren euch für das Thema und wünschen gemeinsam dem GEMA-Unternehmen, dass es in der Bürokratieflut
        ertrinkt. Bringt bitte Kugelschreiber mit.
         
      • BLOCK 3C: Austausch über AWARENESS-Konzepte 
    • 18.30 – 20.30 SLOT 4
      • BLOCK 4A: Austausch über Schutz- und Sicherheitskonzepte, Umgang mit Hausverboten 
    • 20.30 – 22.00: Abendessen
    • im Anschluss:
      • Open Space 2
        Mögliche Themen: Siehe unten
      • ab 22.00: Kneipe mit THE BIG BLANK (Selbstbeschreibung: “50 shades of rock”)

SONNTAG (28.5.)

  • 09.00 – 10.00: Frühstück
  • 10.30 – 13.00: Abschlussplenum
  • ab 13.00: Aufräumen und Abreise

OPEN SPACE 1 & 2
Die open space Blöcke dienen als Raum zur Fortführung einer Diskussionen des Tages oder zur Diskussion neuer Themen. Bisher wurde sich ein Austausch über folgende Themen gewünscht:

  • Offenheit vs. Spitzelschutz
  • Nachhaltiger Aktivismus. Aktivist*innenwerbung und -bindung
  • Hierarchieabbau
  • Gelingen von Abreitsverteilung auf mehrere Menschen