30 Jahre Antifa in Ostdeutschland

When:
22. Juni 2018 @ 19:00 – 22:00
2018-06-22T19:00:00+02:00
2018-06-22T22:00:00+02:00
Where:
SubstAnZ
Frankenstraße 25A
49082 Osnabrück
Deutschland
Cost:
Free

30 Jahre Antifa in Ostdeutschland – Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung

Buchvorstellung, Vortrag und Diskussion mit Benjamin Paul-Siewert (Mitherausgeber) und Dietmar Wolf (Autor)

Der staatliche und gesellschaftliche Umbruch 1989/90 war ein Markstein für die heutige Antifa-Bewegung. Unter der Annahme einer gemeinsamen widerständigen Geschichte wurde in bisherigen Rückschauen allerdings nur wenig beachtet, dass in Ostdeutschland eine eigenständige Bewegung entstand, die bereits in der ausgehenden DDR ihren Anfang nahm und ein eigenes Profil entwickelte. 30 Jahre nach Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR bündelt dieser Band nun erstmals sozial-, kultur- und geschichtswissenschaftliche Analysen. Forscher_innen und Aktivist_innen geben dabei Einblicke in persönliche Handlungsanlässe, gesellschaftspolitische Kontexte und bewegungsinterne Debatten. Die Autor_innen widmen sich den Auseinandersetzungen mit der FDJ und DDR-Staatssicherheit, Raumaneignungen durch Hausbesetzungen und das ambivalente Verhältnis von Antifa-Gruppen in Ost- und Westdeutschland. Es werden biographische Aspekte sowie Verständnisse von Militanz rekonstruiert und vorgestellt.
Weitere Beiträge besprechen das Theorie-Praxis-Verhältnis politischer Bildung, antifaschistische Gedenkpolitik und die Entstehung der Antideutschen. Abschließend werden Dissens und Chancen von zivilgesellschaftlichen Kooperationen beleuchtet.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Vorstellung des Buches, gefolgt von einem Bericht über die 80/90er Jahre, unterstützt durch Fotos und Video-Schnipsel.

Das Buch „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland. Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung“ ist 2017 im Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen.

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