19.04.: 1. Infoabend: Grundlagen des Strafprozesses. Rechtsberatung mit Anwalt

Vor anderthalb Jahren klingelte es früh morgens bei sieben Genoss_innen an der Tür und die Polizei dursuchte ihre Wohungen, bohrte Schlösser auf, kassierte alles was irgendwie elektronisch ist ein und überzog die Leute mit Anzeigen unter anderem auch wegen schwerer Körperverletzung. Begründet wurde das Ganze lediglich mit einer Funkzellenauswertung in der Innenstadt. Mittlerweile sind die Verfahren eingestellt. Nichts desto trotz sollten wir uns immer wieder vorbereiten.
Nur wer seine Rechte kennt und weiß, was die Polizei darf und was nicht, kann sich erfolgreich gegen polizeiliche Maßnahmen wehren. Nichts ist wirkungsvoller, als die Polizei mit ihren eigenen Waffen – den Gesetzen – zu schlagen.
Der erste Abend erklärt allgemein den Ablauf eines Strafprozesses, hier werden die Grundlagen vermittelt. Am zweiten Abend geht es dann zur Sache: Es werden konkrete Situationen wie beispielsweise die Hausdurchsuchung besprochen. Da der zweite Abend auf dem ersten aufbaut, wäre es gut, wenn möglichst viele an beiden Abenden teilnehmen. An beiden Abenden wird es genug Zeit für Erfahrungsaustausch geben. Euch erwartet kein langweiliger Vortrag.

Themen des ersten Infoabends:
Ablauf des Strafprozesses, Befugnisse von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht, Einstellung, Strafbefehl, Urteil Einträge im Bundeszentralregister, Führungszeugnis
Rechtsbehelfe, Fristen Kosten
Fragen / Erfahrungsaustausch

Start: 19:00 Uhr
Dozent: Thilo Schäck (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht)

05.04.: Frauen in der extremen Rechten

Im Rahmen unserer Vortragsreihe “fight for feminism: Bildet euch, bildet andere, bildet Banden!” präsentieren wir, die feministische Antifa Osnabrück, den nächsten Vortrag. Dieser findet im Rahemn des Café Résistance statt.

Frauen in der extremen Rechten
Der Vortrag soll zunächst Frauen, Organisationen von Frauen, welche auf unterschiedliche Art und Weise in der extremen Rechten aktiv sind oder waren und deren Bedeutung für die Szene beleuchten, um sich dann der Frage zu nähern, ob und warum Frauen in der extremen weniger als Gefahr wahrgenommen werden. Abschließend könnte sich in einer Diskussion die Frage gestellt werden, was dies aus feministischer Perspektive bedeuten könnte oder welche (feministischen) Handlungsansätze denkbar wären.

01.03.: Café Résistance mit Infoveranstaltung zum 1000 Kreuze-Marsch in Münster

Im nächsten Café Résistance wird es eine kleine Infoveranstaltung zum 1000 Kreuze-Marsch geben.
Außerdem wie immer günstige Getränke, spannende Diskussionen und nette Leute.

Weitere Infos zum 1000 Kreuze Marsch bekommt ihr hier:
http://gegen1000kreuze.blogsport.de/

Im Folgendem der Aufruf:
Ja, ist denn schon wieder März?

2016: Wieder werden fundamentalistische
Christ*innen mit weißen Holzkreuzen bewaffnet durch Münster ziehen, um betend, singend und schweigend ihre Verachtung gegenüber allem auszudrücken, was nicht ihrem Weltbild entspricht. Der von „EuroProLife“ organisierte Gebetszug‘richtet sich in erster Linie gegen
Schwangerschaftsabbrüche und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen. Darüber hinaus lehnen sie Verhütung, Sex vor der
Ehe, Homosexualität und queere Geschlechtsidentitäten ab. Ihr Kampf um reproduktive Rechte dient als Kristallisationspunkt für eine umfassende konservative Kulturkritik an der Gesellschaft.
Durch das Aufgreifen von Themen der Familienpolitik und Sexualmoral und das Schüren von Angst vor dem Aussterben des “weißen‚ deutschen Volkes” produzieren und bedienen fundamentalistische Christ*innen zudem konservative bis extrem rechte völkische Gesellschaftsbilder.
Alles wie jedes Jahr? Nein. Auch dieses Jahr bietet der Kreuze-Marsch wieder 1000 Möglichkeiten für
Gegenaktionen: Nehmen wir ihnen die Meinungshoheit – nehmen wir ihnen die Straße!
Ab 14.30h freuen sich die fundamentalistischen Christ*innen sicher über störenden Zuwachs in ihrem Marsch, oder aber über eine kreative Begleitung. Entert ihren Marsch – aber überlegt euch vorher gut, was ihr euch vorstellen könnt und geht nicht unvorbereitet in die “Hölle”. Nutzt die Möglichkeiten der Stadt, bildet Banden, seid kreativ und
werdet aktiv! Es wird Anlaufpunkte und (Mitmach-)Aktionen geben. Achtet auf weitere Ankündigungen auf gegen1000kreuze.blogsport.de
Wir sehen uns im März auf der Straße! Machen wir was aus dem Tag!
„Gegen jeden Fundamentalismus – nieder mit Jesus und für den Feminismus!“

Los geht es um 19:00 Uhr 

17.01.: Erfahrungsbericht über Zustände in Griechenland und Mazedonien

No Border, No Nation – Just People

Erfahrungsbericht über Zustände in Griechenland (Idomeni) und Mazedonien

Seit dem 18. November sind auf der sog. Balkanfluchtroute die Grenzen nur noch für Flüchtende aus Syrien, Irak und Afghanistan offiziell passierbar. Diese Trennung in „anerkannte“ und „illegale“ Flüchtende macht es umso wichtiger, alle Menschen auf ihrer Flucht zu unterstützen.

Unmittelbar nach der partiellen Grenzschließung formten sich besonders an der Griechisch-Mazedonischen Grenze in Idomeni Proteste, bei denen die Grenze zeitweise gestürmt wurde, Schienen blockiert wurden und Menschen in trockenen Hungerstreik getreten sind. Polizei und Militär ist gewaltvoll unter Einsatz von Tränengas, Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen die Proteste vorgegangen. Es wurde sogar mit scharfer Munition auf Flüchtende geschossen.

Seit der brutalen Räumung des Camps bei Idomeni am 9.12. werden alle Menschen, die nicht aus Syrien, Irak oder Afghanistan kommen, mit Bussen zurück nach Athen in Abschiebelager gebracht und teilweise direkt in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Viele Menschen, die nicht den legalen Weg gehen können, versuchen zu Fuß die Grenzen zu überqueren. Besonders in Mazedonien werden Menschen immer wieder von Schleppern oder lokalen Kriminellen brutal ausgeraubt, zusammengeschlagen und mit Waffen bedroht. Außerdem müssen sie sich ständig davor in Acht nehmen, von der Polizei oder dem Militär aufgegriffen und zurück nach Griechenland gepusht bzw. in Abschiebegefängnisse in Mazedonien gebracht zu werden. Einige Menschen verschwinden spurlos.

Diese rassistische und menschenverachtende Politik verstößt gegen das Grundrecht auf Asyl und nimmt billigend in Kauf, dass Menschen auf ihrer Flucht sterben.

In der Veranstaltung werden Aktivist*innen sprechen, die vor der Räumung in Idomeni gekocht haben (NoBorderTrainKitchen) und angefangen haben ein Support-Netzwerk für illegalisiert reisende Flüchtende in Mazedonien aufzubauen. Sie werden von ihren Erfahrungen in Griechenland und Mazedonien berichten und über Möglichkeiten zum weiteren Support sprechen. Mit diesem persönlichen Erfahrungsbericht soll informiert werden und dazu aufgerufen werden, weiter und umso mehr aktiv zu werden, praktische Solidarität zu zeigen und Fluchthilfe zu leisten.

Bedenkt: Die Bilder und Erzählungen stellen teilweise gewaltvolle und schlimme Situationen/Zustände dar. Achtet auf euch und sagt, wenn es zu viel ist.

Freedom of Movement For Everybody, Now! No one is illegal!

In Kooperation mit dem Café Résistance – Offener antifaschistischer Treff Osnabrück

Weitere Infos: www.openborder.noblogs.org und
www.grenzenloskochenhannover.blogsport.de

Los geht es um 18:00 Uhr

01.12.: Café Résistance [Ganz speziell]

Liebe Menschen,

wir präsentieren euch ein Café Resistance der Extraklasse. Am 1.12. laden wir euch ein, eure grauen Gehirnzellen zu trainieren und eure Synapsen zum springen zu bringen. An diesem Abend feiern wir eine Kneipen Quiz Premiere.
Die Regeln sind wie folgt:
- ihr bildet Teams aus 2-3 Menschen
- überlegt euch einen orginellen Gruppennamen
- ihr übersteht 6 verschiedene Fragerunden
- wir starten um 19:30 Uhr

Eure kognitiven Anstrengungen sollen natürlich nicht unbelohnt bleiben: Das Gewinner_innenteam erhält ein exklusiv von uns zusammengestelltes Präsent!

Falls ihr auch Lust habt ein Kneipen Quiz zu organisieren und euch schon auf Anhieb 161 gute Fragen eingefallen sind, seid ihr herzlich dazu eingeladen uns anzuquatschen und mitzumachen!

Wir freuen uns schon drauf! Ladet also fleißig eure Freund_innen ein und wir sehen uns dann um 19:00 Uhr im Substanz.

Ab dem 16. Oktober immer am dritten Dienstag

Café-Klatsch

Überall um dich rum nur rechte Knallbirnen, Ausgrenzung und ätzende Ansichten? Dir geht das gewaltig auf den Keks und du möchtest von deinen Erfahrungen berichten oder etwas dagegen tun?Dann komm zum Café-Klatsch!

Das Café-Klatsch bietet dir die Möglichkeit, dich in einem offenen Plenum über diese Probleme auszutauschen. Dabei geht es natürlich auch darum, aktiv zu werden gegen menschenverachtende Ansichten und die Leute, die diese verbreiten und vertreten. Du bist natürlich herzlich eingeladen jederzeit Inhalte, die dir auf der Seele brennen, in diese Runde zu tragen und dort mit den Anwesenden darüber zu sprechen. Denn häufig lassen sich Ansätze und Lösungen gemeinsam einfacher finden und es kann erreicht werden, was alleine unmöglich erscheint.

Das Café-Klatsch freut sich auf dich, deine Fragen und Ideen!

Immer am dritten Dienstag im Monat ab 19 Uhr im SubstAnZ