02.04.: Konzert: Chikasaw + Great Escapes + Hal Johnson

Chikasaw

Chikasaw, die seit 2013 jede Bühne stürmen, die sich unter ihnen halten kann, überzeugen durch ihre unaufhaltsame Energie mit groovigen Basslines, dreckigem Gitarrensound, treibenden Beats und Texten mit Ohrwurm Garantie. Nach zahlreichen Konzerten und Musikvideos veröffentlichte die Band im Juni 2015 ihre dritte EP FUSE OF FIRE und schärft ihren Stil: der Mix aus Tanzbar und Abrissparty.

Great Escapes

Offiziell gibt es Great Escapes erst seit 2014, doch Maik Osterhage, Maik Pohlmann und Frederik Tebbe blicken auf eine gemeinsame musikalische Vergangenheit zurück. Bereits seit 2009 machen die drei zusammen Musik, damals noch zu viert unter dem Namen pavement poetry., einem Post-Hardcore-/Punkrock-Hybriden, mit dem sie fünf Jahre lang auf drei EPs und über 60 Konzerten DIY deutschlandweit ihre eigenen Grenzen ausgelotet haben. Erste Gehversuche in einem Genre, an das sich autodidaktisch angenähert wurde und die im Mai 2014 im logistischen Chaos von Studium, Umzügen und Tücken im Terminkalender ihr Ende fanden.

Für Maik, Maik und Fred war trotzdem sofort klar, dass es so noch nicht zu Ende gehen kann. Bereits eine Woche nach dem Ende kam der Anfang, zu dritt stürzten sie sich in das Schreiben neuer Lieder. Vorerst nur mit dem Ziel, etwas Vorzeigbares für die Bühne zu schreiben, denn so richtig ohne Musik macht dieses Ding namens Freizeit nur bedingt Sinn.

Der Vorteil an einer neuen Band: Man fängt bei null an, ohne bei null anfangen zu müssen. Nach fünf Jahren gemeinsamen Spielens war schnell klar, wie man Songs schreibt, eine Band koordiniert oder überhaupt effektiv probt. Great Escapes entwickelten eine Eigendynamik, die nur den einen Ausweg bereit hielt: Nicht lange mit irgendwelchen Demos und EPs aufhalten sondern von null auf hundert mit einem Album aus dem Proberaum heraustreten.

“To My Ruin I’ll Go Gladly” ist dieses Album, auf dem Great Escapes ihre Vorstellung melodischen, melancholischen und schnörkellosen Punkrocks mit dem Hang zum kleinen Drama ausformulieren. Elf Songs, von alten Helden wie SamiamJawbreaker und Muff Potter lieben gelernt, jedoch mit dem Anspruch geschrieben, nie zur bloßen Kopie der Kopie zu verkommen. Sowohl englisch- als auch deutschsprachige Songs, gespickt mit popkulturellen Referenzen, geschrieben aus der melancholisch-hoffnungsvollen Perspektive dreier Anfang-Zwanziger, die, frei nach John Niven, dem entgegenwirken wollen, was im Alltag schnell passieren kann: dass das Leben nach einer Weile nur noch aus Warten besteht und man hier und jetzt gemeinsam etwas erschafft, das die Zeit und Mühe wert ist, wofür es sich aufzustehen lohnt.

Hal Johnson

Punkrock aus Reckenfeld

Doors: 20:00 Uhr
Start: 21:00 Uhr
Entry: 5 Euro

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.